Wie oft fragst du dich: Warum werde ich nicht schwanger?

Wie oft fragst du dich: Warum werde ich nicht schwanger?

Wie oft fragst du dich: „Warum werde ich nicht schwanger?“ Wie oft habe ich mich das gefragt. Wenn du schon Einiges auf meiner Seite gelesen hast, dann weiß du, dass ich eine lange Kinderwunschzeit hatte. Vielleicht so wie du. Aber!! Vielleicht musst du für die Erfüllung deines Kinderwunsches nicht schwanger werden. Und dich immer wieder fragen: Warum werde ich nicht schwanger, zum … ! ; )

Wann genau stellt eine Frau nicht mehr die Frage: „Warum werde ich nicht schwanger“?

Bei mir hat es bestimmt 4 Jahre gedauert. Vier? Nein, es waren bestimmt 6 Jahre. Denn vor der Idee der Adoption hatten wir uns in eine Kinderwunschbehandlung begeben.

Die fand erst in Deutschland in einem Kinderwunschzentrum in Hamburg statt. Dann ging es zu einer weiteren Behandlung nach Spanien, dann weiter nach Tschechien. Eizellspende hieß die letzte Behandlung im Ausland.
In dieser ganzen Zeit stand mir die Frage brav zur Seite: „Warum werde ich nicht schwanger?“ Wie konnte das sein! Es war wirklich zum Verrückt werden, wie man so sagt. Einfach zum Verzweifeln …

Die Fragen, die ich mir zu diesem Zeitpunkt stellte, waren in etwa so:
„Warum werde ich nicht schwanger trotz Eisprung?“
„Wieso – bitteschön, werde ich nicht schwanger, obwohl alles in Ordnung zu sein scheint?“
„Warum werde ich nicht schwanger? Woran liegt es denn jetzt?“

Und wann hörst du auf, deinem Körper Vorwürfe zu machen?

Es ist oft erniedrigend. Und vielleicht will der Körper ja deinen Kinderwunsch erfüllen, aber irgend etwas steht einer Schwangerschaft im Weg. Wenn es nicht die mangelnde Fruchtbarkeit bei Mann oder Frau ist, dann muss es etwas anderes sein. Das ist noch einfach einzuschätzen. Aber dann …

Welche Ursachen kann die Kinderlosigkeit haben? Manchmal ist es ja nur eine Kleinigkeit. Aber auf diese eine kommt es an.
Das Suchen ist gefühlt wie die berühmte Nadel, die bekanntlich unauffindbar in einem Heuhaufen liegt. Manchmal einfach unmöglich, sie – also die Lösung – zu finden.

Und die Zeit vergeht mit der Suche und den vielen Behandlungen. Es ist purer Stress. Bei Glück ist man dann in einem Kinderwunschzentrum, in dem man sich gut aufgehoben fühlt.

Wir hatten das Glück, über das Thema Adoption zu stolpern

Es war ein Zufall. Eine Freundin erzählte von einer Bekannten, die ein Baby direkt nach der Geburt adoptieren durfte.
In den USA. Das Land der fast unbegrenzten Möglichkeiten. Weit weg. Und da gab es Babys zum Mitnehmen. Naja, übertrieben ist es natürlich. Scheinbar leichter als in unserer Situation schien es aber doch zu sein.

Aber für eine große Hoffnung gibt es eigentlich keine zu weiten Entfernungen. Wenn die Hoffnungen dann auch tatsächlich wahr werden!
Und das weiß man bei einer Kinderwunschbehandlung und mit allem, was um das Thema kreist: Nie. Alles kann sein. Aber auch eben nicht.

Denkst du genau so?

Trotz der scheinbar unzähligen Möglichkeiten in manchen Ländern gibt es Gesetze und Regelungen, die alles in Bahnen lenken. Deshalb wäre es heute wie bei dieser Frau wahrscheinlich nicht mehr möglich. Auch nicht in den USA.
Als ich einige Monate später von dieser wunderbaren Adoptions-Geschichte hörte, musste ich feststellen:  Zu diesem Zeitpunkt war eine solche Adoption durch ein kürzlich erlassenes Gesetz auch schon ausgeschlossen.

Aber für uns war zumindest die Idee geboren ; ) Und unsere Chance! Könnte uns eine Adoption aus unserer momentanen ausweglosen Situation helfen?

Ja, das tat sie. : )

Hast du dir über das Thema Adoption bisher einmal Gedanken gemacht? Oder ihr?

Es ist einfacher, als Paar zu adoptieren. Wenn du nicht verheiratet bist, ist eine Adoption nicht unbedingt ausgeschlossen. Ein Trauschein hat momentan aber doch noch mehr Akzeptanz in der Bürokratie. 

Aber eine Heirat ist ja bei dir momentan vielleicht noch gar kein Thema.

Schon vor dem Interview wusste ich es

Ich hatte mir vor einiger Zeit diese Frage noch einmal gestellt.: „Warum werde ich nicht schwanger? Oder damals: Warum wurde ich nicht schwanger?

Ich fragte mich es, bevor wir für die Zeitschrift „Bild der Frau“ interviewt werden sollten. Es sollte ein Bericht über unsere Geschichte geben. Es freute mich natürlich! Vielleicht erreiche ich so viel mehr Frauen und Paare, denen ich mit meiner Erfahrung helfen kann!

Deshalb wollte mir den Beginn unserer kleinen Familie noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Mich vorbereiten.

Musste ich es? Eigentlich nicht. Denn so eine Herzensangelegenheit vergisst man nicht. Selbst die klitzekleinen Details fielen mir sofort wieder ein.

Wir hatten damals bei der Abholung von Thaio aus dem Kinderheim wenige Fotos gemacht. Das finde ich bis heute sehr schade. Aber es war während der Zeit im Kinderheim einfach zu aufregend.

Trotzdem: Alle Bilder werde ich immer in meinem Gedächtnis behalten.
Auch die, die es nicht als Fotos gibt. Zum Beispiel der innige erste Moment mit unserem damals noch so kleinen Adoptivsöhnchen Thaio. Von so einer Situation braucht man einfach keine Fotos.

Diese Bilder werden gut verwahrt und beschützt in unseren Elternherzen

warum werde ich nicht schwanger - Liebe für Thaio

Die Tränen kamen, als mich die Journalistin Jana Henschel über die Abholung im Kinderheim befragte. Ich konnte nichts dagegen machen. Das sah Jana auch. Voller Mitgefühl.

Meine inneren Herzensbilder waren wieder da. Und sie zeigten alles wieder so gegenwärtig. Ich war einfach gerührt. Von dem kleinen Menschlein, der uns seit der Abholung Mami und Papi nennt und uns volles bedingungsloses Vertrauen entgegenbringt. Und während des Interviews neben uns verträumt in seinen Schokomuffin biss. : )

Es war ein freundliches Interview. Nichts „Reißerisches“ war zu spüren. Statt dessen ehrliches Interesse und Anteilnahme. Deshalb hatte ich mich vorher auch mit Jana besprochen. Und letztendlich zugestimmt. Einige Zeit davor hatte ich noch einmal in einer „Bild der Frau“ – Zeitschrift geblättert. Um zu prüfen: Passen wir mit unserer Geschichte da auch wirklich hinein?

Welche Leser werden unsere Geschichte dann kennen?

Meine Webseite wird gesucht oder per Zufall gefunden. Aber es wird eben bewusst nach dem Thema Kinderwunsch oder Adoption gesucht.
Eine Zeitschrift, ob online oder in Papierform? Dafür entscheidet man sich bewusst. Aber eben auch nicht für alle Artikel. Eher für das Format.

Ich musste mich vergewissern: Sind es hauptsächlich Leser, die mit unserer kleinen großen Familiengeschichte so gar nichts anfangen können, weil die Zeitschrift anderes verspricht? Dann hätte ich mich nicht dafür entschieden.

Ich wollte einfach sicher sein, dass es auch das ist, was wir als Familie wollten. Uns ging und geht es um unsere wahre Geschichte. Und nicht um eine, die für gute Zahlen steht. Beides passt allerdings gut zusammen. ; )

Ich war nach dem Lesen beruhigt. Die emotionalen Berichte, die dort zu lesen waren, hatten alle einen angenehmen freundlichen Schreibstil. Und es waren ähnliche Facetten dabei. Es fühlte sich gut an  : )

Thaio war so stolz, dabei sein zu dürfen

Es hatte dann alles gut gepasst. Und nett und entspannt war das Interview auch. Zumal Thaio involviert war. Vorher schon hatte ich ihm erklärt, wer da jetzt kommt und weshalb wir leckere Muffins mit viel Schokolade backen wollten.

warum werde ich nicht schwanger - Kuchen für das Interview

Und ich fragte ihn, ob er es gut fand, so ein Interview mit unserer Adoptionsreise. Thaio war einverstanden. Mehr noch: Er war sehr stolz, dass er eine besondere Geschichte in sich trägt, die andere Menschen interessiert. Und helfen kann.

Und, darf er stolz auf sich sein?

Auf jeden Fall! Für uns ist und bleibt er wie unser kleines einzigartiges Wunder aus Thailand.
(Trotzdem muss er natürlich weiterhin Hausaufgaben machen und ab und an, wenn nötig, sein Zimmer aufräumen. Aber grundsätzlich ist und bleibt er immer immer unser besonderes Wunschkind ; )

Warum bin ich so kritisch?

Mir liegt das „Warum werde ich nicht schwanger/ Kinderwunsch-Adoptionsthema viel zu sehr am Herzen. Deshalb sollte es gebührend einfühlsam und menschlich behandelt werden.

Gerade auch deshalb, weil Frauen bei ihrer oft langen Kinderwunschreise einfach so Vieles offenlegen müssen. Scham ganz weit zurückstellen, bitte.
Wer schon einmal einen langen Kinderwunsch hatte oder in einer Kinderwunschbehandlung war, weiß, wovon ich spreche.

Die Behandlungen sind gefühlt einfach eine Maschinerie, die bedient werden muss. Sonst würden die Ärzte oft keine Chance haben, den Fehler zu finden.
Fehler?? .. Irgendwie schon, fand ich manchmal.

Ich hatte das Gefühl, es fehlt etwas an mir

Etwas, was mich nicht schwanger werden ließ. Ein Makel, der gesucht und repariert werden musste. Auch wenn er auch noch so klein war. Gefunden haben wir ihn nie.

Noch kurz vor dem Interview wurde mir wieder deutlich, wie schnell sich eine traurige, fast depressive Beklommenheit in ein warmes weltumarmendes Glücksgefühl umkehren ließ. Wir hatten das große Glück, von der Idee einer Adoption rechtzeitig zu wissen. Wieder wurde mir mein Gefühl bewusst, dass wir nach unserer langen schweren Kinderwunschreise einfach großes Glück hatten.

Und Jana war toll. Hätte sie nicht zurück nach Hamburg reisen müssen, wäre sie bestimmt noch mit auf den Spielplatz gegangen: )

Die Zeitschrift mit unserem warmherzig geschriebenen Bericht kam übrigens am 1. März raus. Also genau an dem Tag, an dem wir Thaio vor 6 Jahren aus einem Kinderheim in Bangkok abgeholt hatten. Was für ein schöner Zufall, wie wir fanden.

Ich wünsche dir eine entspannte und erfolgreiche Kinderwunschzeit. Und wie immer: Versuche positiv zu denken. Auch wenn es nicht immer leicht ist.

Hast du Fragen? Möchtest du mehr über meine Erfahrungen wissen? Oder brauchst du mich einfach nur zum Zuhören?
Dann schreibe mir. Ich bin hier und für dich da. : )

Liebe Grüße an dich
Bärbel

 

(Bildquellen: „unser Adoptionsglück“: eigene Bildquelle I „Liebe für unser Adoptivkind „: lavnatalia Pixabay I „Muffins für das Interview“: congerdesign Pixabay)
Adoptionsvermittlungsstelle: Der Beginn einer Adoption eures Kindes

Adoptionsvermittlungsstelle: Der Beginn einer Adoption eures Kindes

Wenn du dich für eine Adoption entschieden hast, dann wird eine Adoptionsvermittlungsstelle für euch unumgänglich. Eine Adoption muss fachlich begleitet werden. Aber warum ist dieser Weg so wichtig? Und wie erhältst du den Beistand von diesem Expertenteam? In diesem Blog wirst du wichtige Informationen hierzu finden. Bleib einfach da : )

Endlich sahen wir unseren Weg zu einem Kind direkt vor uns

Wir wollten adoptieren. Und zwar ein Kind aus dem Ausland. Aus Thailand. ENDLICH hatten wir unseren Weg gefunden. Lange genug hatte es gedauert. Viele schlaflose Nächte und Tränen hatte es gekostet. Nun? … waren wir mehr als bereit für eine Auslandsadoption.

Es fing alles etwas anders an.

Den Kontakt für eine Adoption hatten wir vorher schon mit dem Jugendamt aufgenommen. Allerdings war es nicht sehr erfolgreich.

Es ging uns zu diesem Zeitpunkt noch um eine Adoption in Deutschland.

Dann erfuhren wir allerdings im Laufe einer Informationsveranstaltung, dass wir zu alt für eine deutsche Adoption eines Kindes waren.

Zu alt??

Ja. Mit Blick auf andere Bewerber. Denn teilweise waren sie 10 Jahre jünger. Da hatten wir natürlich keine Chance. Im Durchschnitt sollte der Altersunterschied zwischen Kind und Eltern nicht mehr als 40 Jahre betragen.

Es wäre sogar noch möglich gewesen. Wir waren eigentlich noch nicht wirklich zu alt. Aber wenn es so viele Bewerber gab, die jünger waren, würden sie vorgezogen werden. Sagte man ein wenig durch die Blume …

Es war sehr traurig für uns. Eine große Enttäuschung an diesem herrlich sonnigen Nachmittag.

Bei der Informationsveranstaltung erzählte die Sozialarbeiterin von dieser Möglichkeit

Und zwar von einer Adoption im Ausland.

Wir mussten in Ruhe darüber nachdenken. Denn was konnte es für uns bedeuten? Welche Vor- oder auch Nachteile bringt so eine Auslandsadoption mit sich? Was sind es für Kinder, für die neue Eltern gesucht wurden? Aus welchen Ländern kommen sie?

Zu dem Zeitpunkt konnte uns das Jugendamt in Hamburg nicht wirklich weiterhelfen. Sie war ausschließlich die Vermittlungsstelle für deutsche Adoptionen.

Erst später kam es für uns zu einer Zusammenarbeit, z.B. als ein Sozialbericht verfasst werden musste oder ein Hausbesuch anstand.

Die Jugendämter sind oft im ersten Schritt „nur“ die Adoptionsvermittlungsstellen für die inländische Adoption. Das lernten wir später schnell darüber.

Adoption – sich als Adoptiveltern bewerben – Aber wo kommst du an dein Ziel?

Die Sozialarbeiterin konnte keine Adoptionsvermittlungsstelle benennen. Sie sagte aber, man würde sie im Internet finden können.

So waren wir wieder auf uns gestellt.

Nach der ersten Enttäuschung fasste ich mir ein Herz. Ich wollte das Thema nicht ruhen lassen. Ich konnte es nicht. Zu groß war mein Kinderwunsch. Und wenn nicht jetzt, dann nie. Die Zeit lief weiter. Und noch waren wir für eine Auslandsadoption nicht zu alt.

Du kennst es vielleicht: Was, schon wieder mein Geburtstag?

Und warum ist jetzt schon wieder Weihnachten?

Ostern? So früh…

… Ach nein, so früh ist es ja gar nicht. Es kommt mir nur so vor. : (

Das Allerschlimmste kam aber noch: Muttertag, ohne selbst Mutter zu sein. Also – ich. Nicht meine gleichaltrigen Freundinnen. Die waren alle schon Mütter.

Sie ließen sich von ihren Kindern im Zweifelsfalle schon bunte Bilder malen und schenken. Mh. So war es halt. Es war ihnen natürlich gegönnt. Na klar. Ich fand ihre Kinder alle so süß.

Nur war es uns auch irgendwann gegönnt? …

Stop! Haltet die Zeit für uns an! Es reicht!

Wir waren doch noch nicht so weit!

Worauf nun noch warten?

Also – los geht’s! Unbedingt und ohne Ablenkungen!

Ein paar Tage später ging es für uns in den Urlaub nach Malta. Dort setzte ich mich an den Computer und schrieb viele Adoptionsvermittlungsstellen an.

Ich war inzwischen ängstlich geworden, was unsere Kinderwunschpläne betraf. Was, wenn keiner zurückschreibt? Oder wir wieder nicht die geeigneten Bewerber waren?

Adoptionsvermittlungsstelle - Adoption

Es lag an den ganzen Enttäuschungen. Sie machten allmählich mürbe.

Ungeduldig wartete ich auf die Antworten.

Einige antworteten nicht. Die Sachbearbeiterin eines Vereins jedoch schrieb schon am übernächsten Tag zurück. : ) Ich war glücklich!

Zuhause nach dem Urlaub ging es weiter wie am Schnürchen.

• Ein Formular mit ersten Fragen wurde uns zugeschickt. Wir füllten es mit Spannung und ersten Erwartungen aus.

• Dann folgte eine Informationsveranstaltung. Dort wurde uns der Ablauf und der ungefähre zeitliche Rahmen mitgeteilt.

Wir standen jetzt nicht mehr allein davor. Und wir waren laut Adoptionsvermittlungsstelle auch noch nicht zu alt. Was für ein Glück!!

Und ehe wir uns versahen, legten wir uns für ein Land fest, aus dem unser Kind kommen sollte: Aus Thailand.

Bei diesen 3 Aufgaben unterstützt dich eine Adoptionsvermittlungsstelle bei einer Adoption

Eine Adoptionsvermittlungsstelle ist der erste Kontakt, wenn es um eine Auslandsadoption geht. Und sie begleitet dich dann auf eurem gesamten Adoptionsweg.

1. Es werden eine Beratung, Prüfung und Auswahl von Adoptionsbewerbern auch für Auslandsadoptionen durchgeführt.

2. Eine Stellungnahme für ein Gutachten im Rahmen des Adoptionsverfahrens wird verfasst.

3. Ein Abschluss und Nachbetreuung der Adoptionsvermittlungsstelle wird gewährleistet.

Der Abschluss und die Nachbetreuung können je nach Adoptionsvermittlungsstelle unterschiedlich ausfallen.

Adoptionsvermittlungsstellen findest du auf der Seite des Bundesjustizamtes.

Für uns war es so wichtig, dass unser Ziel greifbar wurde

Und es hat durch die Adoptionsvermittlungsstelle letztendlich alles wunderbar funktioniert. Wir hatten immer ein gutes Gefühl und wurden professionell in dem ganzen Verfahren begleitet.

… Nun bist vielleicht du dran, oder? Dann los!

Adoptionsvermittlungsstelle - deine Glücksblume

Ich wünsche dir ein erfolgreiches Gelingen und einen unkomplizierten Weg zu deinem Kind. Und natürlich endlich endlich die Erfüllung deines Kinderwunsches : ))) .

Und was sagen wir hier zuhause, wenn Thaio an irgend etwas zweifelt und fast den Mut verliert?

Aufgeben ist keine Option. : )

… Und wenn du Fragen hast?

Dann stelle sie mir!

Das ist es, weshalb ich diese Seite aufgebaut habe: Um dir Mut zu machen, dich durch meine Erfahrung zu beraten oder einfach gemeinsam mit dir nach einer Lösung zu suchen.

Noch eine Möglichkeit gibt es. Und zwar? Ich kann auch nur einfach nur an deiner Seite zu sein. Denn das hätte mir damals in vielen Situationen gut geholfen.

Ganz liebe Grüße und viel Mut bei euren nächsten Schritten in Richtung Familie!

Bärbel

 

(Bildquellen: „Adoptionsvermittlungsstelle bei Adoption“: FeeLoona Pixabay I „Adoptionsvermittlungsstelle – Organisieren „: Engin_Akyurt Pixabay I „Glücksblume für dich“: Bess-Hamiti Pixabay)
Durch eine Kryokonservierung erfolgreich zu deinem Baby?

Durch eine Kryokonservierung erfolgreich zu deinem Baby?

Eine Kryokonservierung kann ein Baby für dich bedeuten. Wir, Dirk und ich, hatten die Vorgehensweise auch in Anspruch genommen. Später. Bei unserer letzten Eizellenspende. Aber was ist es? Und wie kann dir eine Kryokonservierung bei deinem Kinderwunsch helfen? Ich habe für dich wichtige Informationen und ein paar persönliche Eindrücke zusammen getragen. Schau einfach mal hinein. Ich bin sicher, dass alle Informationen dich immer näher zu deiner eigenen Familie führen!

Was ist eigentlich eine Kryokonservierung?

Eine Kryokonservierung bedeutet die Aufbewahrung einer Zelle unter Kälteeinfluss. Krýos für„Kälte“, conservare für „Erhalten/ Bewahren“.

Tatsächlich werden Zellen und, im Falle eines Kinderwunsches die Eizellen, in flüssigem Stickstoff aufbewahrt.

Durch die Kryokonservierung können Eizellen über viele Jahre unversehrt aufbewahrt werden. Durch den flüssigen Stickstoff wird es möglich gemacht. Die Eizellen werden dabei in der Gasphase des Stickstoffes gelagert.

Der Behälter, in dem die Zellen aufbewahrt werden, nennt sich Kryobank. Es ist der Ort der Lagerung von biologischem Material, wie z. B. Stammzellen und ist eine Spezialform der Biobank.

Nach dem Auftauen können die Zellen ihren normalen physiologischen Prozess wieder aufnehmen. Durch die „Kältestarre“ verliert die Eizelle bei Glück nicht an Vitalität.
Embryonen können dann zum Beispiel in die Gebärmutterhöhle transferiert werden.

Kryokonservierung wird unter anderem auch bei Pflanzen und Tieren eingesetzt.

Lässt sich die Natur so einfach überlisten?

Wir empfanden die Vorgehensweise als unnatürlich. So empfanden wir auch noch, als wir uns schon darauf eingelassen hatten.

Eizellenspende. Es kam uns vor wie ein Vorhaben der Zukunft. Wir waren dort angekommen.

Eigentlich ist die Vorgehensweise immer noch etwas fremd und anders.

Denn die künstliche Befruchtung im Allgemeinen ist schon ein großer Eingriff in die natürliche Fortpflanzung. Und dann noch das Vorgehen mit einer fremden Eizellenspende und, wenn notwendig, einer Kryokonservierung?

Aber wenn es der letzte Strohhalm ist, nach dem du greifen kannst? Dann gehen viele kinderlose Paare diesen manchmal letzten Weg zu ihrem Kind. Vielleicht denkst du auch schon darüber nach? Warum auch nicht! : )

Nimmt die Eizelle bei der Kryokonservierung keinen Schaden?

Wir wollten unsere kostbaren Eizellen auf keinen Fall durch eine Kryokonservierung schädigen. Die Infos sind ernüchternd.

Denn:

Das Einfrieren und das Auftauen stellt für die befruchteten Eizellen eine Belastung dar.
Einzelne Eizellen sind gelegentlich nicht mehr zur weiteren Entwicklung fähig.

Allerdings:

Während der Lagerzeit nehmen die Eizellen keinen Schaden, unabhängig davon, wie lange sie tiefgefroren aufbewahrt werden.

Unbefruchtete Eizellen können bisher nicht kryokonserviert werden

Bleibt dir das Vorhaben Eizellenspende mit Kryokonservierung immer fremd?

Nein. Denn durch die vielen medizinischen Informationen und die ärztliche Betreuung wird die Vorgehensweise und Behandlung für dich allmählich greifbar.

Auch durch die täglichen Gedanken, die dich dann beschäftigen. Und die Gedanken begleiten dich, meist ständig und: freudig : )

Denn es ist ja nun deine tägliche Motivation. Und Hoffnung für die Zukunft. : ) Morgens, wenn du aufwachst, fällt dir das besondere Vorhaben meist sofort ein. Ich weiß es aus eigener Erfahrung. ; )

Warum dich bei dem Wort Kryokonservierung viele Menschen verständnislos ansehen werden

Nur für die Anderen um mich herum, denen ich unser Vorhaben im Vertrauen erzählt hatte, war es erschreckend und unnatürlich fremd. Für sie war es irgendwie… absurd. Verständlich. Nur wollte ICH es nicht mehr anzweifeln. Ich wollte das Vorhaben Eizellenspende und die damit verbundene Kryokonservierung einfach beginnen.

Zu oft hatten wir Zweifel bei anderen Vorgehensweisen. Es reichte einfach irgendwann damit. Wir hatten uns jetzt dafür entschieden. Und damit wurde ich ungeduldig mit neuen Zweiflern.

Ich sah es in ihren Gesichtern. Erstaunen und Skepsis. Manchmal auch Unverständnis. „Warum machen sie das? Gehen sie den Weg ihres Kinderwunsches nicht vielleicht zu weit?“

Natürlich ist es auch aus heutiger Sicht für sie absurd. Denn wenn Menschen solche Behandlungen nicht benötigen, dann beschäftigen sie auch eher nicht damit. Warum auch.

Allerdings wird es durch einige Berichte von prominenten Menschen immer bekannter. Bei uns vor ein paar wenigen Jahren? Absolut fremd.

Es waren nicht viele, die wir eingeweiht hatten. Der Grund? Einmal die Zweifel ihrerseits. Aber das nächste: Was wäre, wenn es nicht klappte und wir die Enttäuschung zugeben, die mitleidigen Blicke der Anderen hätten ertragen müssen?

Manche kinderlose Paare können solche Gefühle abschütteln. Ich konnte es nicht. Ich war nicht „stabil“ genug. Zu viele Enttäuschungen hatten mich (zu) empfindlich und sensibel werden lassen.

Welches Vorgehen ist in Deutschland erlaubt?

Eine befruchtete Eizelle einer anderen Frau in deine Gebärmutter einsetzen zu lassen, ist in Deutschland immer noch verboten. Obwohl der legale Weg der IVI- und ICSI-Behandlung nicht weit entfernt davon ist.

Für die Eizellenspende reisen deshalb viele Frauen und Paare ins Ausland.

Aber es wird intensiv darüber diskutiert, in wie weit es in Deutschland legalisiert werden sollte. Schauen wir mal, wie es da weitergeht.

Planst du eine Eizellenspende für deine eigene Familie?

Wir waren mit unserem Vorhaben inzwischen in Prag angelangt. Von Spanien nach Tschechien. Dort hatten wir die Kryokonservierung für zwei übrig gebliebene Eizellen genutzt.

Du solltest wissen: Mehr als 3 befruchtete Eizellen werden bei einem Eizellentransfer normalerweise nicht eingesetzt. Auch wenn du dir denkst, dass sich bei 5 Eizellen auf jeden Fall mindestens eine Eizelle in deinem Körper weiter entwickeln wird.

Kryokonservierung - Planung für dein Baby

Wenn sich nun aber alle fünf stetig zellteilen und weiterwachsen? Dann werden es im besonderen Fall Fünflinge. Es ist selten, das ist wahr. Aber es ist eben auch schon vorgekommen. Und fünf Kinder auf einmal?… : )

Bei uns hatten sich zu diesem Zeitpunkt insgesamt fünf Eizellen wunderbar weiterentwickelt. Deshalb entschieden wir uns, zwei davon für einen späteren Zeitpunkt kryokonservieren lassen.

Wir nutzen sie später dann irgendwann. Es war unsere letzte Chance in der Behandlung Eizellenspende. Danach wollten wir das Vorhaben „Eizellenspende mit anschließender Kryokonservierung“ abschließen. Endgültig.

Die Kosten waren einfach zu hoch. Nach insgesamt 7 Versuchen konnten wir uns eine Eizellenspende nicht mehr leisten. Und die Kryokonservierung dazu ist auch nicht umsonst.

In dieser Behandlung ist alles teuer

Das solltest du von vorn herein wissen.

Aber: Ich will dich aber auf keinen Fall entmutigen! Es gibt Frauen, die auf diese Weise erfolgreich schwanger werden. Und sie würden es immer wieder tun.

Ich schrieb schon in einem anderem Blog: Vielleicht war mein Körper für die Methode nicht bereit. Vielleicht habe ich alles auch manchmal zu sehr angezweifelt. Die Eizellenspende. Und auch die Kryokonservierung. Vielleicht muss es zu dem Mensch und deren Einstellung passen.

Zu uns passte einfach die Adoption eines Kindes besser. Unsere beste Wahl für unseren Kinderwunsch : )

Sei auf jeden Fall positiv und schaue, was am Besten zu dir und deiner Einstellung passt. Und wenn du denkst, der Weg der Eizellenspende und Kryokonservierung ist dein zukünftiger Weg? Herzlichen Glückwunsch – du hast ein sehr schönes Ziel.

Und nun hast du auch viel Motivation und Antrieb für die Behandlung. Für vieles, was kommt.

Ganz viel Erfolg auf deiner weiteren Kinderwunschreise. Und zu deinem Baby.

Und schau immer mal wieder gern vorbei. Ich freue mich immer sehr auf deinen Besuch!

Liebe (momentan verschneite) Grüße an dich : )
Bärbel

 

(Bildquellen: „eine Motivation für dich“ – TerryC: Pixabay I „Planung bei Eizellspende und Kryokonservierung: rawPixel: Pixabay)
Wie dir in deiner Kinderlosigkeit ein Kinderwunschzentrum helfen kann

Wie dir in deiner Kinderlosigkeit ein Kinderwunschzentrum helfen kann

Als wir in unserem Kummer Kinderlosigkeit nicht weiter wussten, nahmen wir Hilfe an. Welche? Die eines Kinderwunschzentrums. Es war der erste Schritt in die Richtung: Wir hatten ein Problem. Und kamen allein nicht weiter. Welche Ursachen es hatte, sollte endlich herausgefunden werden. Von Spezialisten.

Du kannst sicherlich dieses alles gut nachvollziehen, oder?

Wenn es dich betrifft, weißt du sicherlich, wovon ich spreche. Denke ich : ) Wir wollten nie dazu gehören. Zu den kinderlosen Paaren, die ihren sehnlichsten Wunsch nicht erfüllen konnten. Wer will das schon.

Obwohl es scheinbar doch so unkompliziert war. Wenn man sich umschaut. So viele Frauen mit Kindern. Gefühlt überall. Wir fragten uns auch, warum es gerade uns betraf.

Warum? Nicht? Andere?

Dieses heikle unberechenbare Thema! …

Dann mussten wir es einfach einsehen. Wir brauchten Hilfe von Menschen, die sich mit nichts Anderem beschäftigten. Nur mit der Kinderlosigkeit und den nicht gelingenden Schwangerschaften. Wir brauchten Spezialisten aus der Praxis an unsere Kinderwunsch-Seite. Wir benötigten die Hilfe eines Kinderwunschzentrums.

Warum waren wir das einzig betroffene kinderlose Paar?

… das waren wir nicht. Natürlich waren wir nicht allein.

Das sahen wir deutlich bei dem Informationsgespräch im Kinderwunschzentrum. Dort waren sie auch. Die anderen, an die wir in unserem Kummer nicht dachten. Und sie sahen aus wie wir. Selbstbewusst. Viele schick. Mittleren Alters.

Das Alter. Es zeigte uns: Auch sie hatten Vieles versucht und gegen die Zeit gearbeitet. Diese Zeit läuft seltsamerweise schneller bei den ganzen Schwangerschaftsversuchen. Verrückt. Irgendwie. Du kennst es vielleicht.

Und – wie wir- hatten sie um sich herum ein Schutzschild aufgebaut.

„Wir schauen es uns hier einfach einmal an. Wenn es nicht passt, passt es halt nicht.“ Sie blieben an diesem Abend zumindest alle da.

Lässig und selbstbewusst nach außen, unsicher und angespannt innen drinnen. Und gut geschützt vor den Blicken und Fragen anderer.

Wir waren bei dieser Infoveranstaltung alle gleich. Wir alle hatten das gleiche traurige Problem: Kinderlos und keinen Ausweichplan für die Zukunft.

Das Thema wird nur leider, sagen wir mal, unter den Tisch gekehrt. Wir alle hätten es sicherlich einfacher, wenn wir mehr darüber sprechen würden. Und könnten. Und es nicht als Makel sehen würden. Wahrscheinlich dauert es noch, dass betroffene Paare frei darüber reden können.

Auch ich empfand immer: Etwas stimmt nicht mit uns. Ein unangenehmes Gefühl. Und warum dann davon erzählen? Es ist schließlich schon so schlimm genug.

Was ist eigentlich ein Kinderwunschzentrum?

Verschiedene Namen, ein Gedanke dahinter: Ein Kinderwunschzentrum, eine Kinderwunschklinik oder eine Kinderwunschpraxis hat sich auf die Kinderlosigkeit spezialisiert.

Entwickelt für Paare, die ihren Kinderwunsch nicht auf natürlichem Weg erfüllen können. Vorab gibt es in jedem Kinderwunschzentrum eine ausführliche Beratung zu deiner oder eurer persönlichen Situation. Es werden zu den medizinischen auch rechtliche Angelegenheiten abgeklärt. Die Behandlungsmöglichkeiten in den Kinderwunschzentren haben verschiedenste Lösungswege und Methoden.

Kinderwunschzentren kooperieren zusätzlich mit anderen Kliniken und Ärzten. Sie und dessen medizinische Unterstützung werden in deine persönliche Betreuung integriert.

Ergänzt werden beispielsweise Behandlungen durch Spezialisten aus der:

Nach dieser Zeit solltest du eine Kinderwunschklinik aufsuchen

Auch wenn du es nicht abwarten kannst: Ein Jahr wird empfohlen zu warten, bevor du eine Kinderwunschklinik aufsuchen solltest. In diesem Jahr kann Vieles in Richtung Kinderwunsch passieren. Und oft ist es einfach entspannter als unter ständiger Beobachtung, Kontrolle und Medizin auf ein Baby hinzuarbeiten.

Und ein wichtiger Tipp für diese Zeit: Denk bitte an die wichtige Folsäure, die deinen Kinderwunsch unterstützt. Darüber hatte ich einen Blog geschrieben, den ich für dich hier einfach mal verlinke.

Dann natürlich: ernähre dich gesund und bewege dich ausreichend. Und wichtig wichtig: Denke in dieser Zeit positiv : )

kinderwunschzentrum - irgendwann Unterstützung

Aber nach einem Jahr unterfüllten Kinderwunsch? Dann wird es doch Zeit für ein Kinderwunschzentrum. Und die Unterstützung und Hilfe wird dir bestimmt gut tun. Vorausgesetzt, du möchtest dich auf diese medizinische Ebene begeben und bist bereit dafür.

Wie sieht ein erster Besuch in einem Kinderwunschzentrum aus?

Es findet eine Informationsveranstaltung statt. Dort werden euch die Rahmenbedingungen, die Vorgehensweise und die Möglichkeiten vorgestellt.

Es schien uns zu Beginn ein wenig anonym. Wie aber sollte das Thema anders behandelt werden, wenn die Paare sich diese Anonymität wünschen?

Nach der Infoveranstaltung vereinbarst du einen Termin zu einem persönlichen Gespräch mit einem Arzt in der Praxis.

Selbst die Ärzte könnt ihr euch teilweise selbst aussuchen. Denn der Kinderwunschweg hat sehr viel mit Vertrauen zu tun. Man muss nur den Mut haben, auch ehrlich zuzugeben: „Dieser Arzt sagt mir nicht zu. Ich habe kein Vertrauen in seine Behandlungsvorschläge.“

Das ist nicht immer leicht. Aber es trägt in dieser manchmal langen Zeit dazu bei, dass du dich bei den Behandlungen wohler fühlst. Oder verstandener.

In diesem ersten Beratungsgespräch berichtest du (oder ihr gemeinsam als Paar), welchen Weg du schon gegangen bist und wo du dich gerade befindest.

Dann wird ein Diagnostik-Verfahren vorgestellt und bei Interesse deinerseits weitere, spezielle Untersuchungen vereinbart.

Du bist dann eigentlich schon in der „Maschinerie“ des Kinderwunschzentrums angekommen. Ab jetzt werden Probleme ausgeschlossen, Ursachen für deine Kinderlosigkeit festgestellt und neue Lösungen für euch gesucht. Und Empfehlungen ausgesprochen. Um dich herum wird Vieles organisiert. Bei Glück kommst du deinem großen Familienwunsch ein großes Stück weiter. : )

Eine dieser 8 Behandlungen können schon zu deinem Kinderglück führen

IVF
ICSI
Insemination
Hormontherapie
Kryokonservierung
TESE
PKD
Social Freezing

Es heißt jetzt, unterschiedliche Untersuchungen über sich ergehen zu lassen. Es ist manchmal (zu) viel. Du wirst wahrscheinlich eine anderes Zeitmanagement brauchen ; ). Aber wenn du die Unterstützung unbedingt möchtest, dann kannst du dir die unterschiedlichen Termine bestimmt einrichten.

Oft sind die Behandlungszeiten schon sehr großzügig, so dass man von morgens früh bis abends manchmal bis 20 Uhr Termine wahrnehmen kann.

Ich um 7:30h war nicht die Erste, die im Wartezimmer auf ihre Behandlung wartete.

Wenn sich die Praxis in der Nähe deines Jobs befindet, kann auch die Mittagspause zeitlich dafür reichen. Zum Beispiel für Blutabnahmen oder einem kurzem Feedback-Gespräch.
Deshalb ist es von Vorteil, das Kinderwunschzentrum deines Vertrauens nicht zu weit von deiner Arbeitstelle oder deinem Zuhause zu wählen. Natürlich nur, wenn es möglich ist. So viele Kinderwunschzentren gibt es ja auch nicht unbedingt.

Aus diesen Gründen ist es Zeit für deinen Besuch in einem Kinderwunschzentrum

Erst einmal ist es wirklich so: Geteiltes Leid ist halbes Leid. Auch wenn es irgendwie egoistisch erscheint. Es tut gut zu sehen, dass es weit mehr von kinderlosen Paaren gibt als man dachte. Als wir dachten.

Und Du wirst wieder selbstbewusster in Bezug auf das Thema. Weil du dein Schicksal noch einmal mehr in die Hand nimmst. Und du stehst nicht mehr allein vor dem scheinbar unbezwingbarem Problem.

Endlich wird genauer geschaut. Woran liegt es wirklich, dass ich noch nicht schwanger bin? Was ist die Ursache? Die Ärzte in einem Kinderwunschzentrum kümmern sich um nichts anderes.

Und wenn du in dem Warteraum sitzt und schwangere Frauen siehst, gönne es ihnen. Sie hatten vielleicht den gleichen Weg wie du. Und dürfen jetzt mit stolz ihren Bauch tragen. … Ehrlich? Ich war oft neidisch : (  . Aber meine Vernunft sagte dann auch: „Beruhige dich, du bist ja auch deswegen hier. Sei fair. Und ist es nicht auch der Beweis, dass die Praxis erfolgreich arbeitet?“

Bei mir wurde in unserem Kinderwunschzentrum eine Bauchspiegelung mit einer Eileiterdurchlässigkeitsprüfung vorgeschlagen. Und nach dem Eingriff stand fest: Ein Eileiter war verklebt. Schon das konnte der Grund für unsere Kinderlosigkeit sein.

Dafür sind Spezialisten eben da. Um intensiv zu helfen. Und zu unterstützen.

Ich hoffe, ich konnte dir das Thema Kinderwunschzentrum ein wenig näher bringen? Ich wünsche dir – so sehr wie immer übrigens : ) – alles Liebe und viel Erfolg bei der Erfüllung deines Kinderwunsches.

Kinderwunschzentrum - bald ein Baby

Der Weg ist manchmal das Ziel. Aber wenn du diesen zusammen mit tollen inspirierenden Ärzten schon mal für dich entdeckt hast, kann es doch einfach nur positiv weiter gehen.

Und was ich dir noch wünsche? Werde ganz bald schwanger!

Ich denke fest an dich : )

Liebe Grüße
Bärbel

 

 

(Bildquellen: „Hilfe Kinderwunschzentrum“: markusspiske Pixabay I „Entspannung „: fietzfotos Pixabay I „dein Kinderwunsch“: Alexas_Fotos Pixabay)
Von der Einschulung und dem Familienglück – ein ganz normaler Dienstag?

Von der Einschulung und dem Familienglück – ein ganz normaler Dienstag?

Nun sind wir also auch dort angelangt. In der Schule. Aber auch vorher schon war das Thema Einschulung sehr oft zu spüren. Nun sollte es aber endlich losgehen. Es gab für den großen Tag noch einiges zu tun. Die Vorbereitungen und der Gedanke an die ernstere weitere Zeit trübten aber selten unser Familienglück. Vielleicht auch, weil Thaio nach einem zusätzlichen Jahr Vorschule jetzt bereit war für den weiteren wichtigen Weg.

Warum ein weiteres Jahr Vorschule auch unser Familienglück bedeutete

Was für eine Aufregung. Und nicht nur bei unserem kleinen und doch schon so großen Adoptivsohn Thaio.

Vor der Grundschule ging Thaio ein Jahr in eine kreative Vorschule. Wir, aber auch die Erzieher und unsere vertrauensvolle Kinderärztin wollten Thaio noch ein Jahr Kinderzeit gönnen.

Er war noch etwas verspielt. Wenn ich ihn etwas fragte, dann blickte Thaio mich manchmal etwas verträumt an. : ) „Was hast du gesagt?“ kam es nicht selten zurück. Ich musste darüber oft lächeln. Es ging ja noch um nichts. Soll er doch träumen, dachte ich mir.

Wie toll ist es, wenn Kinder sich in ihrer Traumwelt entspannen können

Und abschalten, sich abschotten können. Vielleicht sollten Kinder die Erwachsenen lehren, wie es funktioniert. Wie man im Hier und im Jetzt lebt. Und den Druck des Alltags herausnimmt. Vielleicht würden dann die Ärzte weniger Arbeit haben. Uns Erwachsenen würde ein Zurückziehen auch zwischendurch ganz gut tun.

Welcher Gedanke uns noch dazu bewegte, Thaio später einzuschulen: Da Thaio asiatische Wurzeln hat, wirkte er mit seinen sechs Jahren noch sehr zierlich.

So dachten wir denn auch: Wenn er schon in einer der größten Grundschulen eingeschult werden musste, dann sollte er sich auch stark und sicher fühlen. Zumal Thaio auch ein Jahr vor seiner Einschulung auch noch keine rechte Lust zur Schule verspürte.

Er hatte von seinem besten Freund über die Hausaufgaben gehört. Und die fand er jetzt schon „doof“. Vielleicht aber auch, weil wir seit Jahren mit Thaio zur Logopädin gingen. Und er auch dort einige Übungen zu Hause bei uns machen musste.

Vielleicht haben wir es ein wenig übertrieben. Auch wenn Thaio gut mitgemacht hatte und er dadurch seine Aussprache sehr verbessern konnte. Hausaufgaben waren es in seinen Augen trotzdem.

So hatte Thaio noch ein ganzes Jahr ohne Schuldruck. Er bekam neue Freunde, spielte, bastelte. Zu seinem kleinen Unglück wurde in der Vorschule viel gebastelt. Seiner Meinung nach zu viel.

Aber als er immer besser darin wurde, beschwerte er sich zuhause darüber weniger. Er bastelte irgendwann einfach mit. : )

Thaio lernte in dieser verlängerten schulfreien Zeit aber doch, an zwei Tagen in der Woche stillzusitzen. Die Vorschule hatte eine Art kleines Klassenzimmer. Neben den anderen bunten Räumen. Mit kleinen Tischen und Stühlen. Und einer Tafel. Dort fand eine einstündige Lernzeit statt. „Wir üben Schule“. So ungefähr zumindest. Thaio hatte anfangs nicht so viel Lust dazu.

Ein guter Grund, warum die schulfreie Zeit unser Familienglück sicherte

Wie oft hörten wir, dass es schon in der ersten Klasse hier in Bayern „zur Sache ging“. Wir hätten im Nachhinein nicht besser entscheiden können.

Auch deshalb waren wir froh, ihn noch ein Jahr vor der Schule und den Hausaufgaben „zu verschonen“. Denn beides kam unwillkürlich.

Und oft saßen einige Kinder statt der empfohlenen 10 Minuten mehr als eine halbe Stunde daran. Selbst im ersten halben Jahr. Denn Kinder sind (überraschenderweise) ; ) unterschiedlich. Der eine lernt schnell, der andere eher langsam. Schade nur, dass die Schule darauf kaum eingeht oder gehen kann.

Die Zurückstellung sicherte bestimmt unser Familienglück! Je reifer Thaio war, desto einsichtiger gegenüber dem Schulsystem mit all den Verpflichtungen. Hofften wir. Hoffen wir.
Mal sehen, wo wir irgendwann stehen mit unserem Thaio. Aber – alles wird gut. Irgendwann. : )
Unser Familienglück hieß in dieser Zeit noch: freies Reisen. Ohne auf Urlaubszeiten zu achten.

Thailand, wir gehören dir! : ))

Na, zumindest für drei Wochen außerhalb der Ferien gönnten wir uns als Familie noch eine entspannte Auszeit. Und das in einem der schönsten Länder, die ich kenne. Abgesehen von den anderen kleineren Reisen zu unseren Familien und Freunden zwischendurch. Da ich in dieser Zeit noch nicht arbeitete, war natürlich Vieles möglich. Keine so schlechte Zeit ; )

Na, nun änderte sich alles. Und das gehört natürlich dazu.

Allmählich geht es los – Schulvorbereitungen werden getroffen

Nun, ein paar Wochen vor der Einschulung musste noch eine große Einkaufsliste abgearbeitet werden. Wir bekamen sie in einem Einschulungstag mit vielen anderen Informationen in einer schwarzen Mappe überreicht.

Familienglück - Schulsachenkauf

Was mir neu war: In machen Läden nehmen die Verkaufsmitarbeiter die Liste an sich und sammeln alles Fehlende zusammen. Man selbst steht daneben und wartete gespannt auf das, was sich später in der Tüte befinden sollte.

Ich wusste davon natürlich zu spät. In einem Drogeriemarkt konnte ich vorab Vieles einkaufen. Was ich hatte, das hatte ich. Dachte ich.

Aber da ich so neu in dieser Materie war, kaufte ich auch zu viel bzw . falsche Sachen ein. „Mensch Mami …“, hätte Thaio gesagt, wenn er es mitbekommen hätte.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich es allerdings noch nicht, dass Vieles zu viel war. Es war später deshalb auch ein zweiter Einkaufsanlauf notwendig. Ein wenig lästig …

Thaio war zwar bei dem Kauf im Drogeriemarkt dabei, aber er interessierte sich absolut nicht für sein späteres Arbeitsmaterial.

Er spazierte natürlich ganz woanders. In den Gängen mit den Spielzeugen ließ es sich viel besser aushalten. Und schließlich hatte Thaio ja auch Taschengeld in der Hosentasche, was unbedingt und heute ausgegeben werden musste.

Warum unser kleines großes Familienglück oft so viel Macht hatte

Ich fand ihn sitzend vor einem Regal, mit einem flehenden Blick, der sagte: „Bitte. Laß. Mich. Etwas. Kaufen. Irgendwas. Und er sagte dann auch gleich: „Schau Mami, das hier ist so toll!“

Der Süße. Wie er fragt. Und da sitzt. So klein. Unser kleines großes Familienglück. Na gut.

Mami wurde schwach. Im Auto schüttelte ich über meine Inkonsequenz den Kopf. Wieder mal.

Erst ein paar Wochen später kauften wir den Ranzen. Als wir einen stabilen teuren ausgesucht hatten (Nur nebenbei: Wie teuer sind die Ranzen geworden, bitteschön? Und warum??) sah ich es: Die Federtasche war komplett gefüllt.

Keine zusätzlichen Dreikantgriff-Bleistifte und -bundstifte einer ganz besonderen Marke sind gewünscht? Kein extra 15 cm langes Lineal?

Na, zumindest waren keine Pinsel einer speziellen Größe und Marke darin zu finden. Die waren also nicht umsonst gekauft. Ein Glück. Und immerhin.

Und den Tuschkasten, den nahm ich aus unserem Bestand. Ha! Etwas gereinigt sah er fast aus wie neu. „Den muss ich wenigstens nicht neu kaufen!“ dachte ich innerlich triumphierend.

Böseböse. Und von einer anderen Marke war der Tuschkaschen auch. Kein Lami. Schlimm, diese Eltern mit ihrem eigenen Kopf ; ) Das fängt ja gut an …

Ich konnte förmlich das nachdenkliche Kopfschütteln der Lehrerin sehen

Also, alles in Allem: Wir hatten irgendwann die Liste abgearbeitet. Und ich war fast stolz, meine Hausaufgaben trotz Korrektur so gut erledigt zu haben. Nun noch alles schick beschriften und das Ganze am 2. Schultag abgeben. Feeeertig!

Und dann war es soweit:
Thaio kam nach knapp zwei Wochen Hamburg wieder zurück nach Hause. Begleitet von beiden Omis, die bei der Einschulung dabei sein wollten. Wir hatten ihn zwei Wochen vorher zu meiner Mutter gebracht, weil wir arbeiten mussten.

Auch das war eine zukünftig eine neue Situation für uns: die Ferienüberbrückung. Wer hatte schon 13 Wochen Urlaub im Jahr? …

Aber nicht nur deshalb ist Thaio zu einer der Omis gefahren. Thaio hatte es sich sehr gewünscht! Er wollte gleich vier Wochen bleiben. Vier??? Nein, sag mal, das ist zu lange!

Wir Eltern hatten eine viel größere Sehnsucht, wie es schien. Wieder ein Beweis, das Thaio ein gutes Bindungsverhalten in sich trug. Wie wichtig für seine Zukunft!

Nun waren sie da – wie toll! Mit unserem Familienglück im Gepäck!

Ich stand auf dem Bahnsteig und sah sie kommen. Tränen stiegen in meinen Augen auf. So lange war ich noch nie von Thaio getrennt. Jetzt bloß nicht noch weinen.

Es war so schön, alle wieder zu sehen. Besonders natürlich unseren kleinen Schatz, unser Familienglück.

Wie hatte er hier gefehlt. Es war so still… Und trotzdem wir die Freiheit hatten, viel zu unternehmen: Dirk und ich waren die meiste Zeit zu Hause. Allein. … Seltsam. Zum Glück ist er wieder da! : )))

Mittags war schon einer meiner Brüder mit seiner Freundin angereist. Die Gäste für das Einschulungs-Event waren nun alle komplett. Wir gingen für den Rest des Tages in den benachbarten Biergarten und ließen uns von der Sonne wärmen. So konnte es weitergehen.

Die Einschulung war da – Thaios großer Tag konnte beginnen!

Nun ging es los. Morgens gab es ein kurzes Frühstück. Alle waren noch etwas müde vom Vortag. Versehentlich hatte ich eine Wanderroute gewählt, die für den einen oder anderen ein wenig zu sportlich war. Und zu lang. Aber der Ausblick oben in den Bergen war schön : )

Liebe Mutti, nächstes Mal plane ich besser, versprochen! : )

Familienglück -Wanderung

Nun wurde Thaio schick gemacht. Ich hatte vorher in Thaios Abwesenheit ein kleines lässiges Sakko und ein neues weißes Hemd gekauft.

Da will sich die Mami nichts nachsagen lassen. : )

Aber: Ich fand wirklich, Thaio sah toll aus. Und schon so groß. Ich begutachtete ihn stolz. Hübscher Bengel : ) Wie alle Mütter ihre Kinder stolz bewundern. Und sich über ihr Glück freuen.

Schule: Nun mussten ihn Thaio für den Großteil des Tages in andere Hände geben. Und er wird nun nicht mehr nur von uns oder vorsichtigen stets schlichtenden Erziehern begleitet. Ab jetzt muss er sich selbst durchkämpfen.

Ich bin sicher, er schafft es. Ich bin auch überzeugt, dass es nicht immer leicht sein kann.

So zogen wir irgendwann pünktlich los. Thaio mit seiner Schultüte, die für ihn riesig war. Wie oft hatte er gefragt, was denn da drinnen sei. ; )

Nun hielt er sie stolz im Arm bei den vielen Fotos. Mal mit dem Omas, mal mit meinem Bruder und seiner Freundin, mal mit uns Eltern. Und mit allen zusammen natürlich auch noch, natürlich ; ).

Thaio war sehr ruhig und schaute fast immer in die Kamera. Auch ohne eine Grimasse zu machen. Für diese Bilder war es natürlich Gold wert. : ) Unser Thaio scheint für diesen Schritt nun wirklich bereit zu sein.

4 Gründe, warum wir uns für eine der größten Grundschulen entscheiden mussten

Wir parkten in der Nähe der Schule gingen über den mit Menschen übersäten Schulhof.

Sieben ersten Klassen wurden an diesem Tag eingeschult. Ursprünglich neun. Neun Klassen! Aber es haben sich sicherlich nach der Anmeldung bei der Sprengelschule auch viele Eltern für Privatschulen entschieden.

Als wir von den neun einzuschulenden Klassen hörten, wollten wir Thaio auch irgendwie davor schützen. Bei meiner Einschulung waren es damals nur vier Klassen. Neun war in unseren Augen eindeutig zu viel.

Es ist eben eine der größten Grundschulen im Umkreis.
Aber was muss das für ein lautes Chaos sein. Ist Thaio da nicht gleich überfordert? Warum teilt man solche Schulen nicht, zumal wir hier schon 5 km zur Schule fahren.

Aber Schulen haben keine Lobby. Und so musste man nehmen, was man bekommen konnte. Selbst durch Elterninitiativen wurde nichts erreicht.

Auch wir haben uns einige andere Schulen angesehen. Und mussten Folgendes feststellen:

• Manche waren viel zu teuer,
• manche für uns zu streng gläubig.
• Und bei all diesen Schulen: über Jahre Wartelisten. Für manche dieser Schulen waren wir zu spät.
• Für alle Privatschulen galt: oft zu weit entfernt.

So versuchen wir es hier, an der Grundschule für unseren Einzugsbereich. Und hoffen, es passt zu unserem Familienglück. Der Ruf ist zumindest gut.

So ging unser kleines Familienglück mit seiner riesigen Schultüte durch die große schwere Tür

Wir gingen an einem leckeren Kuchenbuffet vorbei. Na, dann erst mal natürlich zu den Listen, an denen man die Namen der einzuschulenden Kinder suchen und im Idealsfall finden sollte.

Ha, da steht er drauf. Nun sahen wir auch einige Kinder, die Thaio aus seinem Kindergarten von vor 2 Jahren kannte. Vier Kinder. Und sie werden auch in Thaios Klasse gehen. Wie toll!

Ich konnte es bei der Anmeldung angeben und es hatte geklappt. Das freute mich für ihn!
Dann ist er nicht ganz unbekannt und brauchte nicht ängstlich zu sein.

Irgendwann nach einer Durchsage wurden die Kinder von ihren Klassenlehrern abgeholt und in die Klassenräume gebracht. Ich war sehr gerührt, als Thaio sich in die Schlange einreihte.

Da gingen sie mit ihren großen Tüten, ihren noch viel zu großen Ranzen und einer großem Portion Aufregung hinter ihrer neuen Bezugsperson her. In das Gebäude mit der schweren Tür, dass er ganz bald in und auswendig kennen wird.

Familienglück - Einschulung

Alle bis auf sehr wenige Lehrer hatten Dirndlkleider oder Tracht an. War es hier in Bayern immer so? Ich hoffte, dass die Lehrerin fair und freundlich mit den Kindern umgeht. Egal ob mit oder ohne Dirndl.

Wir verbrachten die Zeit auf einer Parkbank in der Nähe der Schule. Ein wenig Kuchen nahmen wir dorthin mit. Die Kinder aus anderen Klassen kamen zur Pause heraus. Es war spannend zu sehen, wie sie sich ihre Zeit vertrieben.

Hatte sich in dem Schulsystem aus unserer Zeit zu heute wirklich so wenig verändert?

Einige Jungs hatten einen Ball dabei und spielten Fußball. Und die Mädchen standen in kleineren Gruppen zusammen und unterhielten sich. Manchen Mädels gingen unaufhörlich redend spazieren.

Ich musste innerlich lachen: Wie bei uns früher. Sehr sehr ähnlich. Und wir haben es auch geschafft. Hatte sich nichts verändert? Alles wird gut. : )

Nach 1,5 Stunden waren unsere süßen Erstklässler wieder da. Sie wurden wieder an den Stellen mit den Namenslisten abgegeben.

In einem Gottesdienst in der nahen Kirche wurden die Kinder auf die weitere Schulzeit eingestimmt. Dann war das Schulprogramm beendet. Ab morgen ging dann der Schulalltag los.

Das Wetter war herrlich sommerlich. Was hatten wir für ein Glück! Nun konnten wir noch ein wenig zusammen feiern. Unser Familienglück mit einem kleinen Teil unserer Familien.

So saßen wir im Garten eines Restaurants und genossen unsere Familienidylle. Nun wurde endlich – endlich – die Schultüte ausgepackt! Einige kleine Bücher, ein paar Süßigkeiten und auch etwas Lego zum Spielen fand Thaio darin. Er strahlte. : ) Unser Schuljunge!

Zur Feier des Tages durfte Thaio eine Haxe für sich ganz allein bestellen. Sonst wird immer mit dem Papi geteilt, weil es viel zu viel ist. In diesem Fall wollte Dirk dann helfen. Der Tag sollte halt Besonders ein. Wir Erwachsenen stießen mit dem neuen Schulkind an.

Thaio, nun wirst du groß!

Auf eine tolle Schulzeit – auf unseren kleinen großen Erstklässler!

Thaio ist in dieser Richtung schon ein wirklicher Bayer. Haxe, gern mit viel Fett unter der Schwarte, Fleisch im Allgemeinen und Weißwurst – das passt alles. Dann eine Butterbrezn dazu und die Welt ist in Ordnung. Thaio ist auf jeden Fall in Bayern angekommen. ; )

Und was musste noch am allerersten Schultag gemacht werden? Hausaufgaben!

Familienglück - 1.Schularbeiten

Ich konnte es kaum glauben. Heute? Am ersten Tag, an dem viele Verwandte und Freunde der Erstklässler von weit her angereist waren, um mit dem neuen Schulkind zu feiern?

Ich verstehe diesen Ehrgeiz nicht so ganz. In meinen Augen hätte es am nächsten Tag gereicht. Oder in der nächsten Woche. Na, vielleicht klärt sich ja im Laufe der Jahre, warum es so gehandhabt wird.

Auf dem kommenden Elternabend werde ich es nicht ansprechen. Noch nicht ; )

Denn nun heißt es wohl: Unterordnen. Was mir auch meine Freundin gestern aus Stuttgart riet. Man würde nur den Kürzeren ziehen, wenn man zu viel in Frage stellt. „Sei lieb und nett. Alles andere ist vergebens.“ Sie ist schon mit ihren Kids vier Jahre weiter. Und da hat sie sicherlich einiges mitbekommen.

Na, ich versuche es positiv zu sehen. Hoffen wir einfach einmal, das alles ganz gut läuft, oder? Für unser Familienglück. : )

Was bedeutet eigentlich Familienglück?

Für jeden sicherlich etwas anderes. Aber für uns: unsere Familie.

Bei dem Familienglück Synonym sagt das Internet, Familienglück ist ein glückliches zufriedenes Dasein einer Familie, häusliches Glück. Dazu gehören Verlässlichkeit, gegenseitiger Respekt, Ehrlichkeit, Vertrauen, Empathie und Gelassenheit.

Auch wenn nicht jeder Tag perfekt ist – die Basis stimmt. Und versuchen unser Familienleben so gut wie möglich zu leben. Wie so viele andere auch. Ob sie nun adoptierte Kinder haben oder nicht. Familienglück.

Wir hoffen, dass es auch jetzt so weitergeht. Trotz Schulzeit und mit allem, was damit verbunden ist.

Dies ist ein Blog, der dir nicht vorführen soll, dass alles immer perfekt bei uns ist. Denn das kann es ja gar nicht sein.

Dieser Text ist als ein kleiner Einblick gedacht. Um dich daran teilhaben zu lassen, wie ich oder wir als Familie manche Abschnitte erleben. Mit unserem Adoptivkind Thaio, der nun schon fünf Jahre bei uns ist.

Vielleicht bist du auch schon mitten in einem Adoptionsverfahren, oder du überlegst noch, wie es bei dir und mit deinem Familienglück weitergehen könnte.

Du bist für beide Gedanken genau richtig hier. Und weißt du was? Falls du Fragen manchen zu Vorgängen oder Erlebnissen hast, melde dich einfach. Ich bin hier – für dich. Und dein Glück. : )

Liebe Grüße an dich!
Bärbel

 

(Bildquellen: „Einschulung“: eigene Fotoaufnahme I „Schulvorbereitungen „: eigene Fotoaufnahme I „Familienwanderung – Familienglück“: eigene Fotoaufnahme I „unser Schulkind „: eigene Fotoaufnahme I „erste Hausaufgaben „: eigene Fotoaufnahme)
Erste Erfahrungen mit unserem kleinen Adoptivsohn

Erste Erfahrungen mit unserem kleinen Adoptivsohn

Der Beginn unserer gemeinsamen Familienzeit war mehr als spannend. Wir als frischgebackene Eltern wollten für unseren Adoptivsohn alles richtig machen. So sehr wir es uns wünschten, es gelang uns leider nicht immer.

Aller Anfang als Neu-Eltern ist schwer

Allerdings lief es alles irgendwie doch ganz gut. Warum also konnten wir in der ersten Zeit bei unserem Adoptivsohn nicht alles richtig machen? Das fragten wir uns nach diesem Erlebnis.

Nun waren wir gerade drei Tage zusammen in unserer kleinen eigenen Familie. Und machten schon jetzt die ersten Fehler. Zumindest übersahen wir einen wichtigen Punkt. Oder ließen uns zu viel Zeit.

Wie konnte es passieren, dass wir nicht ausreichend auf die Ernährung achteten? Oder war es bei Thaio schlicht die Aufregung? Oder beides?

Wir waren mit so vielen anderen Dingen beschäftigt, dass wir uns darüber wenig Gedanken machten.

Denn: Thaio aß gut und ausreichend! Er hatte Spaß am Essen, gemeinsam mit uns. Für uns alle waren die ersten Mahlzeiten sehr  spannend.

Und alles Weitere?

Wir hofften einfach, dass unser Adoptivsohn die Scheu vor uns so anderen Menschen verlor. Wir wussten nicht, was ihn bewegte. Oder was er Empfand. Von uns neuen Eltern.

Wir spielten viel zusammen und hatten Spaß. Es waren so schöne Momente.

In dieser Zeit ging unser Traum einer eigenen Familie in Erfüllung!

Endlich.

Wie viel Freude ein kleiner Spielpatz unserem Adoptivsohn Thaio bereitete

Wir lebten unser gemeinsames Leben, so gut wir es irgendwie konnten. Wir machten Ausflüge, beispielsweise in den nahe gelegenen Lumphini-Park.

Dort beobachteten wir die aus dem See auftauchenden (und erschreckend großen : ) Warane oder gingen in der Umgebung spazieren.

Thailand ist traumhaft. Ich sehe jetzt noch beim Schreiben die an einem Baum hängenden Orchideen. Leuchtend in unterschiedlichsten Farben und Formen.

Ein großer Ausflug stand zwischenzeitlich an – die Sea-World. Ähnlich wie bei uns ist sie dort aufgebaut.

Adoptivkind - Papi und Sohn

Dort rutschte Thaio das erste Mal in seinem Leben von einer Rutsche! : )

Er interessierte sich weder für die vielen Fische noch für eine lebensgroße Comicfigur.
Aber: Der kleine Spielplatz, der hatte es ihm angetan! Er fand ihn toll und kletterte, rutschte und sprang umher.

Von den Dingen, die wir taten war es fast immer: das erste Mal.

Das erste Mal im Wasser planschen, das erste Mal durch den Wasserstrahl eines Rasensprengers laufen, das erste Mal in kleinen eigenen Schuhen laufen. Und barfuß über Rasenflächen flitzen …

Was war es für eine große Freude, so viel Spaß in den Augen unseres Adoptivsohnes zu sehen. Er erforschte ständig etwas. Und freute sich über alles Spannende, Neue.

Zwischendurch beunruhigte uns, dass unser Thaio offensichtlich nicht abführen konnte. Er aß viel und trank ausreichend Wasser, aber nichts passierte.

Nach ein paar Tagen machten wir uns Sorgen. Drei Tage war Thaio nun schon bei uns. Und? Es passierte – nichts. Seine Windeln waren nur nass.

Oje, es lief doch alles so gut. Was ist das jetzt?

Wir befragten unsere Familien und Freunde, was es sein könnte. Und schickten Fotos von Nahrungsmitteln, die Thaio gegessen hatte.

Wir waren in dieser Zeit ständig verknüpft mit ihnen. Alle wollten wissen, wie es bei uns läuft. Und wie ein Familienleben der etwas anderen Art funktionierte. : ) Wir freuten uns darüber.

Aber ich hätte auch nie gedacht, dass ein solches Thema so raumeinnehmend sein kann! Aber es gehört halt dazu.

Unser Nachbar, ein Kinderarzt, empfahl letztendlich am Morgen des 4.Tages das Unvermeidbare: „Ihr solltet zu einem Arzt gehen.“

Gesagt – getan. Ich war ein wenig nervös, denn wie wird die Untersuchung ausgehen? Was wird diagnosiziert?

Zum Glück war ein gutes Krankenhaus – fußläufig in der Nähe. So machten wir uns bei morgendlicher tropisch-warmer Hitze auf.

Unser Adoptivsohn dachte an nichts weiter als an einen weiteren schönen Ausflug. Er saß in seinem Buggy und ließ sich gemütlich schieben.

Dass es anders kommen würde, konnten wir ihm vorher leider nicht erklären. Aber was hätten wir auch sagen sollen? „Dieser Ausflug wird heute zu einer Untersuchung ins Krankenhaus gehen?“

Oje, noch heute tut es mir leid. Armer Thaio.

Auf diese Erfahrung hätte unser Adoptivsohn sicherlich verzichten können

Dort angekommen, meldeten wir uns an. Es war kein Problem, denn dort zahlte man die angefallene Behandlung direkt nach dem Arztbesuch. Für uns Fremde unkompliziert.

Wenn wir doch nur bald wussten, was unser Adoptivsohn Thaio hatte.

Die Kinderstation war sehr süß eingerichtet. Bunte Wände, ein heller großer Warteraum und viel viel Spielzeug. Die Krankenschwestern waren freundlich und sahen so rein und gepflegt in ihren blau-weißen Kleidern aus.

So weit gefiel es uns gut. Zum Glück.

Thaio entdeckte das Spielzeug und war ab diesem Moment ganz vertieft. Wir warteten besorgt neben ihm. Etwas unruhig blätterte ich in einer Zeitschrift. Was dort stand, sah ich nicht.

Wir wurden aufgerufen. Nach der Begrüßung erklärten wir der Ärztin unsere Situation und Vermutungen. Nach diesem Gespräch auf Englisch wurde uns mitgeteilt, dass Thaio ein Zäpfen verabreicht werden musste.

Auweia.

Ich bin mir sicher, wir waren nicht die ersten Adoptiveltern, die hier ihren Adoptivsohn – oder tochter vorstellten. Unwissende Eltern halt. Neu, in allem was wir taten.

Und wir haben uns doch so sehr vorgenommen, alles richtig zu machen

Aber perfekt ist niemand. Und zum Glück sagen das auch Eltern bei ihren leiblichen Kindern. Aller Anfang ist halt neu.. Und ab und zu schwierig.

Das Zäpfchen war schmerzhaft, das sahen wir.

Wie leid tat mir Thaio. Allerdings war ich auch froh, dass wir endlich etwas an dieser Situation ändern konnten.

Hoffentlich.

Unser Adoptivsohn musste warten und durfte weiter spielen. Irgendwann wirkte das Zäpfchen und Thaio verzog schmerzhaft das Gesicht.

Wir rannten in Richtung Toilette. Nachdem Thaio wortwörtlich erleichtert war, wurde noch ein Abstrich gemacht. Die Ärzte waren sehr gründlich. Ein zweites Mal musste Thaio leiden, aber dann war es zum Glück vorbei. Das Zäpfchen war überstanden.

Wir mussten noch auf das Untersuchungsergebnis warten. Dafür setzen wir uns auf einen kleinen Mauervorsprung vor das Krankenhaus. Dirk besorgte etwas zu essen. Garküchen gab es überall.

Endlich kam das Ergebnis. Es war alles in Ordnung, es gab keine Auffälligkeiten. Es handelte sich nur um eine Verstopfung.

Wir waren so froh!

Dann endlich machten wir uns auf den Rückweg. Wir waren irgendwann dankbar, wieder in unserer kleinen Wohnung zu sein. Geschafft!

Erst einmal legten wir eine kleine Mittagspause ein, denn müde waren wir alle von dem Ausflug der etwas anderen Art. Unser Adoptivsohn schlief bald ein. Ein Mittagsschläfchen hatte er sich wirklich verdient.

Nun konnte es weiter gehen. Wo waren wir eigentlich vor unserem Krankenhausbesuch stehen geblieben? ; ) Dort machten wir einfach weiter. Die Tage vergingen. Bis zum Abflug ging alles gut. Wir mussten keine Zwischenfälle mehr einplanen – danke!!

So endete unsere erste gemeinsame Zeit in Thailand

… mit unserem süßen kleinen Adoptivsohn

Adoptivkind - unser Thaio

Solche Geschichten vergisst man wohl nie.

Die ganze erste Zeit mit unserem Adoptivsohn ist einfach unvergesslich. Und wenn ich jetzt daran denke, dann habe ich das Gefühl, es war erst letztes Jahr.

Mir läuft die Zeit viel zu schnell. Und gern würde ich die gesamte Zeit mit unserem Thaio wiederholen. Und da es nicht geht? Schauen wir positiv in die Zukunft!

Ich weiß nicht, wo du stehst und was du gerade planst in deinem Kinderwunsch. Aber ich hoffe, ich kann dich mit meinen Erinnerungen und Erfahrungen in diesem Thema weiter bringen.

Oder dir einfach eine schöne Zeit schenken. : )

Liebe Grüße an dich!

Bärbel

 

(Bildquellen: „Adoptivsohn – unser Familienglück“: eigene Fotoaufnahme I „Spaziergang im Park „: eigene Fotoaufnahme I „toben, spielen, genießen“: eigene Fotoaufnahme)