Wie oft fragst du dich: Warum werde ich nicht schwanger?

Wie oft fragst du dich: Warum werde ich nicht schwanger?

Wie oft fragst du dich: „Warum werde ich nicht schwanger?“ Wie oft habe ich mich das gefragt. Wenn du schon Einiges auf meiner Seite gelesen hast, dann weiß du, dass ich eine lange Kinderwunschzeit hatte. Vielleicht so wie du. Aber!! Vielleicht musst du für die Erfüllung deines Kinderwunsches nicht schwanger werden. Und dich immer wieder fragen: Warum werde ich nicht schwanger, zum … ! ; )

Wann genau stellt eine Frau nicht mehr die Frage: „Warum werde ich nicht schwanger“?

Bei mir hat es bestimmt 4 Jahre gedauert. Vier? Nein, es waren bestimmt 6 Jahre. Denn vor der Idee der Adoption hatten wir uns in eine Kinderwunschbehandlung begeben.

Die fand erst in Deutschland in einem Kinderwunschzentrum in Hamburg statt. Dann ging es zu einer weiteren Behandlung nach Spanien, dann weiter nach Tschechien. Eizellspende hieß die letzte Behandlung im Ausland.
In dieser ganzen Zeit stand mir die Frage brav zur Seite: „Warum werde ich nicht schwanger?“ Wie konnte das sein! Es war wirklich zum Verrückt werden, wie man so sagt. Einfach zum Verzweifeln …

Die Fragen, die ich mir zu diesem Zeitpunkt stellte, waren in etwa so:
„Warum werde ich nicht schwanger trotz Eisprung?“
„Wieso – bitteschön, werde ich nicht schwanger, obwohl alles in Ordnung zu sein scheint?“
„Warum werde ich nicht schwanger? Woran liegt es denn jetzt?“

Und wann hörst du auf, deinem Körper Vorwürfe zu machen?

Es ist oft erniedrigend. Und vielleicht will der Körper ja deinen Kinderwunsch erfüllen, aber irgend etwas steht einer Schwangerschaft im Weg. Wenn es nicht die mangelnde Fruchtbarkeit bei Mann oder Frau ist, dann muss es etwas anderes sein. Das ist noch einfach einzuschätzen. Aber dann …

Welche Ursachen kann die Kinderlosigkeit haben? Manchmal ist es ja nur eine Kleinigkeit. Aber auf diese eine kommt es an.
Das Suchen ist gefühlt wie die berühmte Nadel, die bekanntlich unauffindbar in einem Heuhaufen liegt. Manchmal einfach unmöglich, sie – also die Lösung – zu finden.

Und die Zeit vergeht mit der Suche und den vielen Behandlungen. Es ist purer Stress. Bei Glück ist man dann in einem Kinderwunschzentrum, in dem man sich gut aufgehoben fühlt.

Wir hatten das Glück, über das Thema Adoption zu stolpern

Es war ein Zufall. Eine Freundin erzählte von einer Bekannten, die ein Baby direkt nach der Geburt adoptieren durfte.
In den USA. Das Land der fast unbegrenzten Möglichkeiten. Weit weg. Und da gab es Babys zum Mitnehmen. Naja, übertrieben ist es natürlich. Scheinbar leichter als in unserer Situation schien es aber doch zu sein.

Aber für eine große Hoffnung gibt es eigentlich keine zu weiten Entfernungen. Wenn die Hoffnungen dann auch tatsächlich wahr werden!
Und das weiß man bei einer Kinderwunschbehandlung und mit allem, was um das Thema kreist: Nie. Alles kann sein. Aber auch eben nicht.

Denkst du genau so?

Trotz der scheinbar unzähligen Möglichkeiten in manchen Ländern gibt es Gesetze und Regelungen, die alles in Bahnen lenken. Deshalb wäre es heute wie bei dieser Frau wahrscheinlich nicht mehr möglich. Auch nicht in den USA.
Als ich einige Monate später von dieser wunderbaren Adoptions-Geschichte hörte, musste ich feststellen:  Zu diesem Zeitpunkt war eine solche Adoption durch ein kürzlich erlassenes Gesetz auch schon ausgeschlossen.

Aber für uns war zumindest die Idee geboren ; ) Und unsere Chance! Könnte uns eine Adoption aus unserer momentanen ausweglosen Situation helfen?

Ja, das tat sie. : )

Hast du dir über das Thema Adoption bisher einmal Gedanken gemacht? Oder ihr?

Es ist einfacher, als Paar zu adoptieren. Wenn du nicht verheiratet bist, ist eine Adoption nicht unbedingt ausgeschlossen. Ein Trauschein hat momentan aber doch noch mehr Akzeptanz in der Bürokratie. 

Aber eine Heirat ist ja bei dir momentan vielleicht noch gar kein Thema.

Schon vor dem Interview wusste ich es

Ich hatte mir vor einiger Zeit diese Frage noch einmal gestellt.: „Warum werde ich nicht schwanger? Oder damals: Warum wurde ich nicht schwanger?

Ich fragte mich es, bevor wir für die Zeitschrift „Bild der Frau“ interviewt werden sollten. Es sollte ein Bericht über unsere Geschichte geben. Es freute mich natürlich! Vielleicht erreiche ich so viel mehr Frauen und Paare, denen ich mit meiner Erfahrung helfen kann!

Deshalb wollte mir den Beginn unserer kleinen Familie noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Mich vorbereiten.

Musste ich es? Eigentlich nicht. Denn so eine Herzensangelegenheit vergisst man nicht. Selbst die klitzekleinen Details fielen mir sofort wieder ein.

Wir hatten damals bei der Abholung von Thaio aus dem Kinderheim wenige Fotos gemacht. Das finde ich bis heute sehr schade. Aber es war während der Zeit im Kinderheim einfach zu aufregend.

Trotzdem: Alle Bilder werde ich immer in meinem Gedächtnis behalten.
Auch die, die es nicht als Fotos gibt. Zum Beispiel der innige erste Moment mit unserem damals noch so kleinen Adoptivsöhnchen Thaio. Von so einer Situation braucht man einfach keine Fotos.

Diese Bilder werden gut verwahrt und beschützt in unseren Elternherzen

warum werde ich nicht schwanger - Liebe für Thaio

Die Tränen kamen, als mich die Journalistin Jana Henschel über die Abholung im Kinderheim befragte. Ich konnte nichts dagegen machen. Das sah Jana auch. Voller Mitgefühl.

Meine inneren Herzensbilder waren wieder da. Und sie zeigten alles wieder so gegenwärtig. Ich war einfach gerührt. Von dem kleinen Menschlein, der uns seit der Abholung Mami und Papi nennt und uns volles bedingungsloses Vertrauen entgegenbringt. Und während des Interviews neben uns verträumt in seinen Schokomuffin biss. : )

Es war ein freundliches Interview. Nichts „Reißerisches“ war zu spüren. Statt dessen ehrliches Interesse und Anteilnahme. Deshalb hatte ich mich vorher auch mit Jana besprochen. Und letztendlich zugestimmt. Einige Zeit davor hatte ich noch einmal in einer „Bild der Frau“ – Zeitschrift geblättert. Um zu prüfen: Passen wir mit unserer Geschichte da auch wirklich hinein?

Welche Leser werden unsere Geschichte dann kennen?

Meine Webseite wird gesucht oder per Zufall gefunden. Aber es wird eben bewusst nach dem Thema Kinderwunsch oder Adoption gesucht.
Eine Zeitschrift, ob online oder in Papierform? Dafür entscheidet man sich bewusst. Aber eben auch nicht für alle Artikel. Eher für das Format.

Ich musste mich vergewissern: Sind es hauptsächlich Leser, die mit unserer kleinen großen Familiengeschichte so gar nichts anfangen können, weil die Zeitschrift anderes verspricht? Dann hätte ich mich nicht dafür entschieden.

Ich wollte einfach sicher sein, dass es auch das ist, was wir als Familie wollten. Uns ging und geht es um unsere wahre Geschichte. Und nicht um eine, die für gute Zahlen steht. Beides passt allerdings gut zusammen. ; )

Ich war nach dem Lesen beruhigt. Die emotionalen Berichte, die dort zu lesen waren, hatten alle einen angenehmen freundlichen Schreibstil. Und es waren ähnliche Facetten dabei. Es fühlte sich gut an  : )

Thaio war so stolz, dabei sein zu dürfen

Es hatte dann alles gut gepasst. Und nett und entspannt war das Interview auch. Zumal Thaio involviert war. Vorher schon hatte ich ihm erklärt, wer da jetzt kommt und weshalb wir leckere Muffins mit viel Schokolade backen wollten.

warum werde ich nicht schwanger - Kuchen für das Interview

Und ich fragte ihn, ob er es gut fand, so ein Interview mit unserer Adoptionsreise. Thaio war einverstanden. Mehr noch: Er war sehr stolz, dass er eine besondere Geschichte in sich trägt, die andere Menschen interessiert. Und helfen kann.

Und, darf er stolz auf sich sein?

Auf jeden Fall! Für uns ist und bleibt er wie unser kleines einzigartiges Wunder aus Thailand.
(Trotzdem muss er natürlich weiterhin Hausaufgaben machen und ab und an, wenn nötig, sein Zimmer aufräumen. Aber grundsätzlich ist und bleibt er immer immer unser besonderes Wunschkind ; )

Warum bin ich so kritisch?

Mir liegt das „Warum werde ich nicht schwanger/ Kinderwunsch-Adoptionsthema viel zu sehr am Herzen. Deshalb sollte es gebührend einfühlsam und menschlich behandelt werden.

Gerade auch deshalb, weil Frauen bei ihrer oft langen Kinderwunschreise einfach so Vieles offenlegen müssen. Scham ganz weit zurückstellen, bitte.
Wer schon einmal einen langen Kinderwunsch hatte oder in einer Kinderwunschbehandlung war, weiß, wovon ich spreche.

Die Behandlungen sind gefühlt einfach eine Maschinerie, die bedient werden muss. Sonst würden die Ärzte oft keine Chance haben, den Fehler zu finden.
Fehler?? .. Irgendwie schon, fand ich manchmal.

Ich hatte das Gefühl, es fehlt etwas an mir

Etwas, was mich nicht schwanger werden ließ. Ein Makel, der gesucht und repariert werden musste. Auch wenn er auch noch so klein war. Gefunden haben wir ihn nie.

Noch kurz vor dem Interview wurde mir wieder deutlich, wie schnell sich eine traurige, fast depressive Beklommenheit in ein warmes weltumarmendes Glücksgefühl umkehren ließ. Wir hatten das große Glück, von der Idee einer Adoption rechtzeitig zu wissen. Wieder wurde mir mein Gefühl bewusst, dass wir nach unserer langen schweren Kinderwunschreise einfach großes Glück hatten.

Und Jana war toll. Hätte sie nicht zurück nach Hamburg reisen müssen, wäre sie bestimmt noch mit auf den Spielplatz gegangen: )

Die Zeitschrift mit unserem warmherzig geschriebenen Bericht kam übrigens am 1. März raus. Also genau an dem Tag, an dem wir Thaio vor 6 Jahren aus einem Kinderheim in Bangkok abgeholt hatten. Was für ein schöner Zufall, wie wir fanden.

Ich wünsche dir eine entspannte und erfolgreiche Kinderwunschzeit. Und wie immer: Versuche positiv zu denken. Auch wenn es nicht immer leicht ist.

Hast du Fragen? Möchtest du mehr über meine Erfahrungen wissen? Oder brauchst du mich einfach nur zum Zuhören?
Dann schreibe mir. Ich bin hier und für dich da. : )

Liebe Grüße an dich
Bärbel

 

(Bildquellen: „unser Adoptionsglück“: eigene Bildquelle I „Liebe für unser Adoptivkind „: lavnatalia Pixabay I „Muffins für das Interview“: congerdesign Pixabay)
Adoptionsvermittlungsstelle: Der Beginn einer Adoption eures Kindes

Adoptionsvermittlungsstelle: Der Beginn einer Adoption eures Kindes

Wenn du dich für eine Adoption entschieden hast, dann wird eine Adoptionsvermittlungsstelle für euch unumgänglich. Eine Adoption muss fachlich begleitet werden. Aber warum ist dieser Weg so wichtig? Und wie erhältst du den Beistand von diesem Expertenteam? In diesem Blog wirst du wichtige Informationen hierzu finden. Bleib einfach da : )

Endlich sahen wir unseren Weg zu einem Kind direkt vor uns

Wir wollten adoptieren. Und zwar ein Kind aus dem Ausland. Aus Thailand. ENDLICH hatten wir unseren Weg gefunden. Lange genug hatte es gedauert. Viele schlaflose Nächte und Tränen hatte es gekostet. Nun? … waren wir mehr als bereit für eine Auslandsadoption.

Es fing alles etwas anders an.

Den Kontakt für eine Adoption hatten wir vorher schon mit dem Jugendamt aufgenommen. Allerdings war es nicht sehr erfolgreich.

Es ging uns zu diesem Zeitpunkt noch um eine Adoption in Deutschland.

Dann erfuhren wir allerdings im Laufe einer Informationsveranstaltung, dass wir zu alt für eine deutsche Adoption eines Kindes waren.

Zu alt??

Ja. Mit Blick auf andere Bewerber. Denn teilweise waren sie 10 Jahre jünger. Da hatten wir natürlich keine Chance. Im Durchschnitt sollte der Altersunterschied zwischen Kind und Eltern nicht mehr als 40 Jahre betragen.

Es wäre sogar noch möglich gewesen. Wir waren eigentlich noch nicht wirklich zu alt. Aber wenn es so viele Bewerber gab, die jünger waren, würden sie vorgezogen werden. Sagte man ein wenig durch die Blume …

Es war sehr traurig für uns. Eine große Enttäuschung an diesem herrlich sonnigen Nachmittag.

Bei der Informationsveranstaltung erzählte die Sozialarbeiterin von dieser Möglichkeit

Und zwar von einer Adoption im Ausland.

Wir mussten in Ruhe darüber nachdenken. Denn was konnte es für uns bedeuten? Welche Vor- oder auch Nachteile bringt so eine Auslandsadoption mit sich? Was sind es für Kinder, für die neue Eltern gesucht wurden? Aus welchen Ländern kommen sie?

Zu dem Zeitpunkt konnte uns das Jugendamt in Hamburg nicht wirklich weiterhelfen. Sie war ausschließlich die Vermittlungsstelle für deutsche Adoptionen.

Erst später kam es für uns zu einer Zusammenarbeit, z.B. als ein Sozialbericht verfasst werden musste oder ein Hausbesuch anstand.

Die Jugendämter sind oft im ersten Schritt „nur“ die Adoptionsvermittlungsstellen für die inländische Adoption. Das lernten wir später schnell darüber.

Adoption – sich als Adoptiveltern bewerben – Aber wo kommst du an dein Ziel?

Die Sozialarbeiterin konnte keine Adoptionsvermittlungsstelle benennen. Sie sagte aber, man würde sie im Internet finden können.

So waren wir wieder auf uns gestellt.

Nach der ersten Enttäuschung fasste ich mir ein Herz. Ich wollte das Thema nicht ruhen lassen. Ich konnte es nicht. Zu groß war mein Kinderwunsch. Und wenn nicht jetzt, dann nie. Die Zeit lief weiter. Und noch waren wir für eine Auslandsadoption nicht zu alt.

Du kennst es vielleicht: Was, schon wieder mein Geburtstag?

Und warum ist jetzt schon wieder Weihnachten?

Ostern? So früh…

… Ach nein, so früh ist es ja gar nicht. Es kommt mir nur so vor. : (

Das Allerschlimmste kam aber noch: Muttertag, ohne selbst Mutter zu sein. Also – ich. Nicht meine gleichaltrigen Freundinnen. Die waren alle schon Mütter.

Sie ließen sich von ihren Kindern im Zweifelsfalle schon bunte Bilder malen und schenken. Mh. So war es halt. Es war ihnen natürlich gegönnt. Na klar. Ich fand ihre Kinder alle so süß.

Nur war es uns auch irgendwann gegönnt? …

Stop! Haltet die Zeit für uns an! Es reicht!

Wir waren doch noch nicht so weit!

Worauf nun noch warten?

Also – los geht’s! Unbedingt und ohne Ablenkungen!

Ein paar Tage später ging es für uns in den Urlaub nach Malta. Dort setzte ich mich an den Computer und schrieb viele Adoptionsvermittlungsstellen an.

Ich war inzwischen ängstlich geworden, was unsere Kinderwunschpläne betraf. Was, wenn keiner zurückschreibt? Oder wir wieder nicht die geeigneten Bewerber waren?

Adoptionsvermittlungsstelle - Adoption

Es lag an den ganzen Enttäuschungen. Sie machten allmählich mürbe.

Ungeduldig wartete ich auf die Antworten.

Einige antworteten nicht. Die Sachbearbeiterin eines Vereins jedoch schrieb schon am übernächsten Tag zurück. : ) Ich war glücklich!

Zuhause nach dem Urlaub ging es weiter wie am Schnürchen.

• Ein Formular mit ersten Fragen wurde uns zugeschickt. Wir füllten es mit Spannung und ersten Erwartungen aus.

• Dann folgte eine Informationsveranstaltung. Dort wurde uns der Ablauf und der ungefähre zeitliche Rahmen mitgeteilt.

Wir standen jetzt nicht mehr allein davor. Und wir waren laut Adoptionsvermittlungsstelle auch noch nicht zu alt. Was für ein Glück!!

Und ehe wir uns versahen, legten wir uns für ein Land fest, aus dem unser Kind kommen sollte: Aus Thailand.

Bei diesen 3 Aufgaben unterstützt dich eine Adoptionsvermittlungsstelle bei einer Adoption

Eine Adoptionsvermittlungsstelle ist der erste Kontakt, wenn es um eine Auslandsadoption geht. Und sie begleitet dich dann auf eurem gesamten Adoptionsweg.

1. Es werden eine Beratung, Prüfung und Auswahl von Adoptionsbewerbern auch für Auslandsadoptionen durchgeführt.

2. Eine Stellungnahme für ein Gutachten im Rahmen des Adoptionsverfahrens wird verfasst.

3. Ein Abschluss und Nachbetreuung der Adoptionsvermittlungsstelle wird gewährleistet.

Der Abschluss und die Nachbetreuung können je nach Adoptionsvermittlungsstelle unterschiedlich ausfallen.

Adoptionsvermittlungsstellen findest du auf der Seite des Bundesjustizamtes.

Für uns war es so wichtig, dass unser Ziel greifbar wurde

Und es hat durch die Adoptionsvermittlungsstelle letztendlich alles wunderbar funktioniert. Wir hatten immer ein gutes Gefühl und wurden professionell in dem ganzen Verfahren begleitet.

… Nun bist vielleicht du dran, oder? Dann los!

Adoptionsvermittlungsstelle - deine Glücksblume

Ich wünsche dir ein erfolgreiches Gelingen und einen unkomplizierten Weg zu deinem Kind. Und natürlich endlich endlich die Erfüllung deines Kinderwunsches : ))) .

Und was sagen wir hier zuhause, wenn Thaio an irgend etwas zweifelt und fast den Mut verliert?

Aufgeben ist keine Option. : )

… Und wenn du Fragen hast?

Dann stelle sie mir!

Das ist es, weshalb ich diese Seite aufgebaut habe: Um dir Mut zu machen, dich durch meine Erfahrung zu beraten oder einfach gemeinsam mit dir nach einer Lösung zu suchen.

Noch eine Möglichkeit gibt es. Und zwar? Ich kann auch nur einfach nur an deiner Seite zu sein. Denn das hätte mir damals in vielen Situationen gut geholfen.

Ganz liebe Grüße und viel Mut bei euren nächsten Schritten in Richtung Familie!

Bärbel

 

(Bildquellen: „Adoptionsvermittlungsstelle bei Adoption“: FeeLoona Pixabay I „Adoptionsvermittlungsstelle – Organisieren „: Engin_Akyurt Pixabay I „Glücksblume für dich“: Bess-Hamiti Pixabay)
Von der Einschulung und dem Familienglück – ein ganz normaler Dienstag?

Von der Einschulung und dem Familienglück – ein ganz normaler Dienstag?

Nun sind wir also auch dort angelangt. In der Schule. Aber auch vorher schon war das Thema Einschulung sehr oft zu spüren. Nun sollte es aber endlich losgehen. Es gab für den großen Tag noch einiges zu tun. Die Vorbereitungen und der Gedanke an die ernstere weitere Zeit trübten aber selten unser Familienglück. Vielleicht auch, weil Thaio nach einem zusätzlichen Jahr Vorschule jetzt bereit war für den weiteren wichtigen Weg.

Warum ein weiteres Jahr Vorschule auch unser Familienglück bedeutete

Was für eine Aufregung. Und nicht nur bei unserem kleinen und doch schon so großen Adoptivsohn Thaio.

Vor der Grundschule ging Thaio ein Jahr in eine kreative Vorschule. Wir, aber auch die Erzieher und unsere vertrauensvolle Kinderärztin wollten Thaio noch ein Jahr Kinderzeit gönnen.

Er war noch etwas verspielt. Wenn ich ihn etwas fragte, dann blickte Thaio mich manchmal etwas verträumt an. : ) „Was hast du gesagt?“ kam es nicht selten zurück. Ich musste darüber oft lächeln. Es ging ja noch um nichts. Soll er doch träumen, dachte ich mir.

Wie toll ist es, wenn Kinder sich in ihrer Traumwelt entspannen können

Und abschalten, sich abschotten können. Vielleicht sollten Kinder die Erwachsenen lehren, wie es funktioniert. Wie man im Hier und im Jetzt lebt. Und den Druck des Alltags herausnimmt. Vielleicht würden dann die Ärzte weniger Arbeit haben. Uns Erwachsenen würde ein Zurückziehen auch zwischendurch ganz gut tun.

Welcher Gedanke uns noch dazu bewegte, Thaio später einzuschulen: Da Thaio asiatische Wurzeln hat, wirkte er mit seinen sechs Jahren noch sehr zierlich.

So dachten wir denn auch: Wenn er schon in einer der größten Grundschulen eingeschult werden musste, dann sollte er sich auch stark und sicher fühlen. Zumal Thaio auch ein Jahr vor seiner Einschulung auch noch keine rechte Lust zur Schule verspürte.

Er hatte von seinem besten Freund über die Hausaufgaben gehört. Und die fand er jetzt schon „doof“. Vielleicht aber auch, weil wir seit Jahren mit Thaio zur Logopädin gingen. Und er auch dort einige Übungen zu Hause bei uns machen musste.

Vielleicht haben wir es ein wenig übertrieben. Auch wenn Thaio gut mitgemacht hatte und er dadurch seine Aussprache sehr verbessern konnte. Hausaufgaben waren es in seinen Augen trotzdem.

So hatte Thaio noch ein ganzes Jahr ohne Schuldruck. Er bekam neue Freunde, spielte, bastelte. Zu seinem kleinen Unglück wurde in der Vorschule viel gebastelt. Seiner Meinung nach zu viel.

Aber als er immer besser darin wurde, beschwerte er sich zuhause darüber weniger. Er bastelte irgendwann einfach mit. : )

Thaio lernte in dieser verlängerten schulfreien Zeit aber doch, an zwei Tagen in der Woche stillzusitzen. Die Vorschule hatte eine Art kleines Klassenzimmer. Neben den anderen bunten Räumen. Mit kleinen Tischen und Stühlen. Und einer Tafel. Dort fand eine einstündige Lernzeit statt. „Wir üben Schule“. So ungefähr zumindest. Thaio hatte anfangs nicht so viel Lust dazu.

Ein guter Grund, warum die schulfreie Zeit unser Familienglück sicherte

Wie oft hörten wir, dass es schon in der ersten Klasse hier in Bayern „zur Sache ging“. Wir hätten im Nachhinein nicht besser entscheiden können.

Auch deshalb waren wir froh, ihn noch ein Jahr vor der Schule und den Hausaufgaben „zu verschonen“. Denn beides kam unwillkürlich.

Und oft saßen einige Kinder statt der empfohlenen 10 Minuten mehr als eine halbe Stunde daran. Selbst im ersten halben Jahr. Denn Kinder sind (überraschenderweise) ; ) unterschiedlich. Der eine lernt schnell, der andere eher langsam. Schade nur, dass die Schule darauf kaum eingeht oder gehen kann.

Die Zurückstellung sicherte bestimmt unser Familienglück! Je reifer Thaio war, desto einsichtiger gegenüber dem Schulsystem mit all den Verpflichtungen. Hofften wir. Hoffen wir.
Mal sehen, wo wir irgendwann stehen mit unserem Thaio. Aber – alles wird gut. Irgendwann. : )
Unser Familienglück hieß in dieser Zeit noch: freies Reisen. Ohne auf Urlaubszeiten zu achten.

Thailand, wir gehören dir! : ))

Na, zumindest für drei Wochen außerhalb der Ferien gönnten wir uns als Familie noch eine entspannte Auszeit. Und das in einem der schönsten Länder, die ich kenne. Abgesehen von den anderen kleineren Reisen zu unseren Familien und Freunden zwischendurch. Da ich in dieser Zeit noch nicht arbeitete, war natürlich Vieles möglich. Keine so schlechte Zeit ; )

Na, nun änderte sich alles. Und das gehört natürlich dazu.

Allmählich geht es los – Schulvorbereitungen werden getroffen

Nun, ein paar Wochen vor der Einschulung musste noch eine große Einkaufsliste abgearbeitet werden. Wir bekamen sie in einem Einschulungstag mit vielen anderen Informationen in einer schwarzen Mappe überreicht.

Familienglück - Schulsachenkauf

Was mir neu war: In machen Läden nehmen die Verkaufsmitarbeiter die Liste an sich und sammeln alles Fehlende zusammen. Man selbst steht daneben und wartete gespannt auf das, was sich später in der Tüte befinden sollte.

Ich wusste davon natürlich zu spät. In einem Drogeriemarkt konnte ich vorab Vieles einkaufen. Was ich hatte, das hatte ich. Dachte ich.

Aber da ich so neu in dieser Materie war, kaufte ich auch zu viel bzw . falsche Sachen ein. „Mensch Mami …“, hätte Thaio gesagt, wenn er es mitbekommen hätte.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich es allerdings noch nicht, dass Vieles zu viel war. Es war später deshalb auch ein zweiter Einkaufsanlauf notwendig. Ein wenig lästig …

Thaio war zwar bei dem Kauf im Drogeriemarkt dabei, aber er interessierte sich absolut nicht für sein späteres Arbeitsmaterial.

Er spazierte natürlich ganz woanders. In den Gängen mit den Spielzeugen ließ es sich viel besser aushalten. Und schließlich hatte Thaio ja auch Taschengeld in der Hosentasche, was unbedingt und heute ausgegeben werden musste.

Warum unser kleines großes Familienglück oft so viel Macht hatte

Ich fand ihn sitzend vor einem Regal, mit einem flehenden Blick, der sagte: „Bitte. Laß. Mich. Etwas. Kaufen. Irgendwas. Und er sagte dann auch gleich: „Schau Mami, das hier ist so toll!“

Der Süße. Wie er fragt. Und da sitzt. So klein. Unser kleines großes Familienglück. Na gut.

Mami wurde schwach. Im Auto schüttelte ich über meine Inkonsequenz den Kopf. Wieder mal.

Erst ein paar Wochen später kauften wir den Ranzen. Als wir einen stabilen teuren ausgesucht hatten (Nur nebenbei: Wie teuer sind die Ranzen geworden, bitteschön? Und warum??) sah ich es: Die Federtasche war komplett gefüllt.

Keine zusätzlichen Dreikantgriff-Bleistifte und -bundstifte einer ganz besonderen Marke sind gewünscht? Kein extra 15 cm langes Lineal?

Na, zumindest waren keine Pinsel einer speziellen Größe und Marke darin zu finden. Die waren also nicht umsonst gekauft. Ein Glück. Und immerhin.

Und den Tuschkasten, den nahm ich aus unserem Bestand. Ha! Etwas gereinigt sah er fast aus wie neu. „Den muss ich wenigstens nicht neu kaufen!“ dachte ich innerlich triumphierend.

Böseböse. Und von einer anderen Marke war der Tuschkaschen auch. Kein Lami. Schlimm, diese Eltern mit ihrem eigenen Kopf ; ) Das fängt ja gut an …

Ich konnte förmlich das nachdenkliche Kopfschütteln der Lehrerin sehen

Also, alles in Allem: Wir hatten irgendwann die Liste abgearbeitet. Und ich war fast stolz, meine Hausaufgaben trotz Korrektur so gut erledigt zu haben. Nun noch alles schick beschriften und das Ganze am 2. Schultag abgeben. Feeeertig!

Und dann war es soweit:
Thaio kam nach knapp zwei Wochen Hamburg wieder zurück nach Hause. Begleitet von beiden Omis, die bei der Einschulung dabei sein wollten. Wir hatten ihn zwei Wochen vorher zu meiner Mutter gebracht, weil wir arbeiten mussten.

Auch das war eine zukünftig eine neue Situation für uns: die Ferienüberbrückung. Wer hatte schon 13 Wochen Urlaub im Jahr? …

Aber nicht nur deshalb ist Thaio zu einer der Omis gefahren. Thaio hatte es sich sehr gewünscht! Er wollte gleich vier Wochen bleiben. Vier??? Nein, sag mal, das ist zu lange!

Wir Eltern hatten eine viel größere Sehnsucht, wie es schien. Wieder ein Beweis, das Thaio ein gutes Bindungsverhalten in sich trug. Wie wichtig für seine Zukunft!

Nun waren sie da – wie toll! Mit unserem Familienglück im Gepäck!

Ich stand auf dem Bahnsteig und sah sie kommen. Tränen stiegen in meinen Augen auf. So lange war ich noch nie von Thaio getrennt. Jetzt bloß nicht noch weinen.

Es war so schön, alle wieder zu sehen. Besonders natürlich unseren kleinen Schatz, unser Familienglück.

Wie hatte er hier gefehlt. Es war so still… Und trotzdem wir die Freiheit hatten, viel zu unternehmen: Dirk und ich waren die meiste Zeit zu Hause. Allein. … Seltsam. Zum Glück ist er wieder da! : )))

Mittags war schon einer meiner Brüder mit seiner Freundin angereist. Die Gäste für das Einschulungs-Event waren nun alle komplett. Wir gingen für den Rest des Tages in den benachbarten Biergarten und ließen uns von der Sonne wärmen. So konnte es weitergehen.

Die Einschulung war da – Thaios großer Tag konnte beginnen!

Nun ging es los. Morgens gab es ein kurzes Frühstück. Alle waren noch etwas müde vom Vortag. Versehentlich hatte ich eine Wanderroute gewählt, die für den einen oder anderen ein wenig zu sportlich war. Und zu lang. Aber der Ausblick oben in den Bergen war schön : )

Liebe Mutti, nächstes Mal plane ich besser, versprochen! : )

Familienglück -Wanderung

Nun wurde Thaio schick gemacht. Ich hatte vorher in Thaios Abwesenheit ein kleines lässiges Sakko und ein neues weißes Hemd gekauft.

Da will sich die Mami nichts nachsagen lassen. : )

Aber: Ich fand wirklich, Thaio sah toll aus. Und schon so groß. Ich begutachtete ihn stolz. Hübscher Bengel : ) Wie alle Mütter ihre Kinder stolz bewundern. Und sich über ihr Glück freuen.

Schule: Nun mussten ihn Thaio für den Großteil des Tages in andere Hände geben. Und er wird nun nicht mehr nur von uns oder vorsichtigen stets schlichtenden Erziehern begleitet. Ab jetzt muss er sich selbst durchkämpfen.

Ich bin sicher, er schafft es. Ich bin auch überzeugt, dass es nicht immer leicht sein kann.

So zogen wir irgendwann pünktlich los. Thaio mit seiner Schultüte, die für ihn riesig war. Wie oft hatte er gefragt, was denn da drinnen sei. ; )

Nun hielt er sie stolz im Arm bei den vielen Fotos. Mal mit dem Omas, mal mit meinem Bruder und seiner Freundin, mal mit uns Eltern. Und mit allen zusammen natürlich auch noch, natürlich ; ).

Thaio war sehr ruhig und schaute fast immer in die Kamera. Auch ohne eine Grimasse zu machen. Für diese Bilder war es natürlich Gold wert. : ) Unser Thaio scheint für diesen Schritt nun wirklich bereit zu sein.

4 Gründe, warum wir uns für eine der größten Grundschulen entscheiden mussten

Wir parkten in der Nähe der Schule gingen über den mit Menschen übersäten Schulhof.

Sieben ersten Klassen wurden an diesem Tag eingeschult. Ursprünglich neun. Neun Klassen! Aber es haben sich sicherlich nach der Anmeldung bei der Sprengelschule auch viele Eltern für Privatschulen entschieden.

Als wir von den neun einzuschulenden Klassen hörten, wollten wir Thaio auch irgendwie davor schützen. Bei meiner Einschulung waren es damals nur vier Klassen. Neun war in unseren Augen eindeutig zu viel.

Es ist eben eine der größten Grundschulen im Umkreis.
Aber was muss das für ein lautes Chaos sein. Ist Thaio da nicht gleich überfordert? Warum teilt man solche Schulen nicht, zumal wir hier schon 5 km zur Schule fahren.

Aber Schulen haben keine Lobby. Und so musste man nehmen, was man bekommen konnte. Selbst durch Elterninitiativen wurde nichts erreicht.

Auch wir haben uns einige andere Schulen angesehen. Und mussten Folgendes feststellen:

• Manche waren viel zu teuer,
• manche für uns zu streng gläubig.
• Und bei all diesen Schulen: über Jahre Wartelisten. Für manche dieser Schulen waren wir zu spät.
• Für alle Privatschulen galt: oft zu weit entfernt.

So versuchen wir es hier, an der Grundschule für unseren Einzugsbereich. Und hoffen, es passt zu unserem Familienglück. Der Ruf ist zumindest gut.

So ging unser kleines Familienglück mit seiner riesigen Schultüte durch die große schwere Tür

Wir gingen an einem leckeren Kuchenbuffet vorbei. Na, dann erst mal natürlich zu den Listen, an denen man die Namen der einzuschulenden Kinder suchen und im Idealsfall finden sollte.

Ha, da steht er drauf. Nun sahen wir auch einige Kinder, die Thaio aus seinem Kindergarten von vor 2 Jahren kannte. Vier Kinder. Und sie werden auch in Thaios Klasse gehen. Wie toll!

Ich konnte es bei der Anmeldung angeben und es hatte geklappt. Das freute mich für ihn!
Dann ist er nicht ganz unbekannt und brauchte nicht ängstlich zu sein.

Irgendwann nach einer Durchsage wurden die Kinder von ihren Klassenlehrern abgeholt und in die Klassenräume gebracht. Ich war sehr gerührt, als Thaio sich in die Schlange einreihte.

Da gingen sie mit ihren großen Tüten, ihren noch viel zu großen Ranzen und einer großem Portion Aufregung hinter ihrer neuen Bezugsperson her. In das Gebäude mit der schweren Tür, dass er ganz bald in und auswendig kennen wird.

Familienglück - Einschulung

Alle bis auf sehr wenige Lehrer hatten Dirndlkleider oder Tracht an. War es hier in Bayern immer so? Ich hoffte, dass die Lehrerin fair und freundlich mit den Kindern umgeht. Egal ob mit oder ohne Dirndl.

Wir verbrachten die Zeit auf einer Parkbank in der Nähe der Schule. Ein wenig Kuchen nahmen wir dorthin mit. Die Kinder aus anderen Klassen kamen zur Pause heraus. Es war spannend zu sehen, wie sie sich ihre Zeit vertrieben.

Hatte sich in dem Schulsystem aus unserer Zeit zu heute wirklich so wenig verändert?

Einige Jungs hatten einen Ball dabei und spielten Fußball. Und die Mädchen standen in kleineren Gruppen zusammen und unterhielten sich. Manchen Mädels gingen unaufhörlich redend spazieren.

Ich musste innerlich lachen: Wie bei uns früher. Sehr sehr ähnlich. Und wir haben es auch geschafft. Hatte sich nichts verändert? Alles wird gut. : )

Nach 1,5 Stunden waren unsere süßen Erstklässler wieder da. Sie wurden wieder an den Stellen mit den Namenslisten abgegeben.

In einem Gottesdienst in der nahen Kirche wurden die Kinder auf die weitere Schulzeit eingestimmt. Dann war das Schulprogramm beendet. Ab morgen ging dann der Schulalltag los.

Das Wetter war herrlich sommerlich. Was hatten wir für ein Glück! Nun konnten wir noch ein wenig zusammen feiern. Unser Familienglück mit einem kleinen Teil unserer Familien.

So saßen wir im Garten eines Restaurants und genossen unsere Familienidylle. Nun wurde endlich – endlich – die Schultüte ausgepackt! Einige kleine Bücher, ein paar Süßigkeiten und auch etwas Lego zum Spielen fand Thaio darin. Er strahlte. : ) Unser Schuljunge!

Zur Feier des Tages durfte Thaio eine Haxe für sich ganz allein bestellen. Sonst wird immer mit dem Papi geteilt, weil es viel zu viel ist. In diesem Fall wollte Dirk dann helfen. Der Tag sollte halt Besonders ein. Wir Erwachsenen stießen mit dem neuen Schulkind an.

Thaio, nun wirst du groß!

Auf eine tolle Schulzeit – auf unseren kleinen großen Erstklässler!

Thaio ist in dieser Richtung schon ein wirklicher Bayer. Haxe, gern mit viel Fett unter der Schwarte, Fleisch im Allgemeinen und Weißwurst – das passt alles. Dann eine Butterbrezn dazu und die Welt ist in Ordnung. Thaio ist auf jeden Fall in Bayern angekommen. ; )

Und was musste noch am allerersten Schultag gemacht werden? Hausaufgaben!

Familienglück - 1.Schularbeiten

Ich konnte es kaum glauben. Heute? Am ersten Tag, an dem viele Verwandte und Freunde der Erstklässler von weit her angereist waren, um mit dem neuen Schulkind zu feiern?

Ich verstehe diesen Ehrgeiz nicht so ganz. In meinen Augen hätte es am nächsten Tag gereicht. Oder in der nächsten Woche. Na, vielleicht klärt sich ja im Laufe der Jahre, warum es so gehandhabt wird.

Auf dem kommenden Elternabend werde ich es nicht ansprechen. Noch nicht ; )

Denn nun heißt es wohl: Unterordnen. Was mir auch meine Freundin gestern aus Stuttgart riet. Man würde nur den Kürzeren ziehen, wenn man zu viel in Frage stellt. „Sei lieb und nett. Alles andere ist vergebens.“ Sie ist schon mit ihren Kids vier Jahre weiter. Und da hat sie sicherlich einiges mitbekommen.

Na, ich versuche es positiv zu sehen. Hoffen wir einfach einmal, das alles ganz gut läuft, oder? Für unser Familienglück. : )

Was bedeutet eigentlich Familienglück?

Für jeden sicherlich etwas anderes. Aber für uns: unsere Familie.

Bei dem Familienglück Synonym sagt das Internet, Familienglück ist ein glückliches zufriedenes Dasein einer Familie, häusliches Glück. Dazu gehören Verlässlichkeit, gegenseitiger Respekt, Ehrlichkeit, Vertrauen, Empathie und Gelassenheit.

Auch wenn nicht jeder Tag perfekt ist – die Basis stimmt. Und versuchen unser Familienleben so gut wie möglich zu leben. Wie so viele andere auch. Ob sie nun adoptierte Kinder haben oder nicht. Familienglück.

Wir hoffen, dass es auch jetzt so weitergeht. Trotz Schulzeit und mit allem, was damit verbunden ist.

Dies ist ein Blog, der dir nicht vorführen soll, dass alles immer perfekt bei uns ist. Denn das kann es ja gar nicht sein.

Dieser Text ist als ein kleiner Einblick gedacht. Um dich daran teilhaben zu lassen, wie ich oder wir als Familie manche Abschnitte erleben. Mit unserem Adoptivkind Thaio, der nun schon fünf Jahre bei uns ist.

Vielleicht bist du auch schon mitten in einem Adoptionsverfahren, oder du überlegst noch, wie es bei dir und mit deinem Familienglück weitergehen könnte.

Du bist für beide Gedanken genau richtig hier. Und weißt du was? Falls du Fragen manchen zu Vorgängen oder Erlebnissen hast, melde dich einfach. Ich bin hier – für dich. Und dein Glück. : )

Liebe Grüße an dich!
Bärbel

 

(Bildquellen: „Einschulung“: eigene Fotoaufnahme I „Schulvorbereitungen „: eigene Fotoaufnahme I „Familienwanderung – Familienglück“: eigene Fotoaufnahme I „unser Schulkind „: eigene Fotoaufnahme I „erste Hausaufgaben „: eigene Fotoaufnahme)
Erste Erfahrungen mit unserem kleinen Adoptivsohn

Erste Erfahrungen mit unserem kleinen Adoptivsohn

Der Beginn unserer gemeinsamen Familienzeit war mehr als spannend. Wir als frischgebackene Eltern wollten für unseren Adoptivsohn alles richtig machen. So sehr wir es uns wünschten, es gelang uns leider nicht immer.

Aller Anfang als Neu-Eltern ist schwer

Allerdings lief es alles irgendwie doch ganz gut. Warum also konnten wir in der ersten Zeit bei unserem Adoptivsohn nicht alles richtig machen? Das fragten wir uns nach diesem Erlebnis.

Nun waren wir gerade drei Tage zusammen in unserer kleinen eigenen Familie. Und machten schon jetzt die ersten Fehler. Zumindest übersahen wir einen wichtigen Punkt. Oder ließen uns zu viel Zeit.

Wie konnte es passieren, dass wir nicht ausreichend auf die Ernährung achteten? Oder war es bei Thaio schlicht die Aufregung? Oder beides?

Wir waren mit so vielen anderen Dingen beschäftigt, dass wir uns darüber wenig Gedanken machten.

Denn: Thaio aß gut und ausreichend! Er hatte Spaß am Essen, gemeinsam mit uns. Für uns alle waren die ersten Mahlzeiten sehr  spannend.

Und alles Weitere?

Wir hofften einfach, dass unser Adoptivsohn die Scheu vor uns so anderen Menschen verlor. Wir wussten nicht, was ihn bewegte. Oder was er Empfand. Von uns neuen Eltern.

Wir spielten viel zusammen und hatten Spaß. Es waren so schöne Momente.

In dieser Zeit ging unser Traum einer eigenen Familie in Erfüllung!

Endlich.

Wie viel Freude ein kleiner Spielpatz unserem Adoptivsohn Thaio bereitete

Wir lebten unser gemeinsames Leben, so gut wir es irgendwie konnten. Wir machten Ausflüge, beispielsweise in den nahe gelegenen Lumphini-Park.

Dort beobachteten wir die aus dem See auftauchenden (und erschreckend großen : ) Warane oder gingen in der Umgebung spazieren.

Thailand ist traumhaft. Ich sehe jetzt noch beim Schreiben die an einem Baum hängenden Orchideen. Leuchtend in unterschiedlichsten Farben und Formen.

Ein großer Ausflug stand zwischenzeitlich an – die Sea-World. Ähnlich wie bei uns ist sie dort aufgebaut.

Adoptivkind - Papi und Sohn

Dort rutschte Thaio das erste Mal in seinem Leben von einer Rutsche! : )

Er interessierte sich weder für die vielen Fische noch für eine lebensgroße Comicfigur.
Aber: Der kleine Spielplatz, der hatte es ihm angetan! Er fand ihn toll und kletterte, rutschte und sprang umher.

Von den Dingen, die wir taten war es fast immer: das erste Mal.

Das erste Mal im Wasser planschen, das erste Mal durch den Wasserstrahl eines Rasensprengers laufen, das erste Mal in kleinen eigenen Schuhen laufen. Und barfuß über Rasenflächen flitzen …

Was war es für eine große Freude, so viel Spaß in den Augen unseres Adoptivsohnes zu sehen. Er erforschte ständig etwas. Und freute sich über alles Spannende, Neue.

Zwischendurch beunruhigte uns, dass unser Thaio offensichtlich nicht abführen konnte. Er aß viel und trank ausreichend Wasser, aber nichts passierte.

Nach ein paar Tagen machten wir uns Sorgen. Drei Tage war Thaio nun schon bei uns. Und? Es passierte – nichts. Seine Windeln waren nur nass.

Oje, es lief doch alles so gut. Was ist das jetzt?

Wir befragten unsere Familien und Freunde, was es sein könnte. Und schickten Fotos von Nahrungsmitteln, die Thaio gegessen hatte.

Wir waren in dieser Zeit ständig verknüpft mit ihnen. Alle wollten wissen, wie es bei uns läuft. Und wie ein Familienleben der etwas anderen Art funktionierte. : ) Wir freuten uns darüber.

Aber ich hätte auch nie gedacht, dass ein solches Thema so raumeinnehmend sein kann! Aber es gehört halt dazu.

Unser Nachbar, ein Kinderarzt, empfahl letztendlich am Morgen des 4.Tages das Unvermeidbare: „Ihr solltet zu einem Arzt gehen.“

Gesagt – getan. Ich war ein wenig nervös, denn wie wird die Untersuchung ausgehen? Was wird diagnosiziert?

Zum Glück war ein gutes Krankenhaus – fußläufig in der Nähe. So machten wir uns bei morgendlicher tropisch-warmer Hitze auf.

Unser Adoptivsohn dachte an nichts weiter als an einen weiteren schönen Ausflug. Er saß in seinem Buggy und ließ sich gemütlich schieben.

Dass es anders kommen würde, konnten wir ihm vorher leider nicht erklären. Aber was hätten wir auch sagen sollen? „Dieser Ausflug wird heute zu einer Untersuchung ins Krankenhaus gehen?“

Oje, noch heute tut es mir leid. Armer Thaio.

Auf diese Erfahrung hätte unser Adoptivsohn sicherlich verzichten können

Dort angekommen, meldeten wir uns an. Es war kein Problem, denn dort zahlte man die angefallene Behandlung direkt nach dem Arztbesuch. Für uns Fremde unkompliziert.

Wenn wir doch nur bald wussten, was unser Adoptivsohn Thaio hatte.

Die Kinderstation war sehr süß eingerichtet. Bunte Wände, ein heller großer Warteraum und viel viel Spielzeug. Die Krankenschwestern waren freundlich und sahen so rein und gepflegt in ihren blau-weißen Kleidern aus.

So weit gefiel es uns gut. Zum Glück.

Thaio entdeckte das Spielzeug und war ab diesem Moment ganz vertieft. Wir warteten besorgt neben ihm. Etwas unruhig blätterte ich in einer Zeitschrift. Was dort stand, sah ich nicht.

Wir wurden aufgerufen. Nach der Begrüßung erklärten wir der Ärztin unsere Situation und Vermutungen. Nach diesem Gespräch auf Englisch wurde uns mitgeteilt, dass Thaio ein Zäpfen verabreicht werden musste.

Auweia.

Ich bin mir sicher, wir waren nicht die ersten Adoptiveltern, die hier ihren Adoptivsohn – oder tochter vorstellten. Unwissende Eltern halt. Neu, in allem was wir taten.

Und wir haben uns doch so sehr vorgenommen, alles richtig zu machen

Aber perfekt ist niemand. Und zum Glück sagen das auch Eltern bei ihren leiblichen Kindern. Aller Anfang ist halt neu.. Und ab und zu schwierig.

Das Zäpfchen war schmerzhaft, das sahen wir.

Wie leid tat mir Thaio. Allerdings war ich auch froh, dass wir endlich etwas an dieser Situation ändern konnten.

Hoffentlich.

Unser Adoptivsohn musste warten und durfte weiter spielen. Irgendwann wirkte das Zäpfchen und Thaio verzog schmerzhaft das Gesicht.

Wir rannten in Richtung Toilette. Nachdem Thaio wortwörtlich erleichtert war, wurde noch ein Abstrich gemacht. Die Ärzte waren sehr gründlich. Ein zweites Mal musste Thaio leiden, aber dann war es zum Glück vorbei. Das Zäpfchen war überstanden.

Wir mussten noch auf das Untersuchungsergebnis warten. Dafür setzen wir uns auf einen kleinen Mauervorsprung vor das Krankenhaus. Dirk besorgte etwas zu essen. Garküchen gab es überall.

Endlich kam das Ergebnis. Es war alles in Ordnung, es gab keine Auffälligkeiten. Es handelte sich nur um eine Verstopfung.

Wir waren so froh!

Dann endlich machten wir uns auf den Rückweg. Wir waren irgendwann dankbar, wieder in unserer kleinen Wohnung zu sein. Geschafft!

Erst einmal legten wir eine kleine Mittagspause ein, denn müde waren wir alle von dem Ausflug der etwas anderen Art. Unser Adoptivsohn schlief bald ein. Ein Mittagsschläfchen hatte er sich wirklich verdient.

Nun konnte es weiter gehen. Wo waren wir eigentlich vor unserem Krankenhausbesuch stehen geblieben? ; ) Dort machten wir einfach weiter. Die Tage vergingen. Bis zum Abflug ging alles gut. Wir mussten keine Zwischenfälle mehr einplanen – danke!!

So endete unsere erste gemeinsame Zeit in Thailand

… mit unserem süßen kleinen Adoptivsohn

Adoptivkind - unser Thaio

Solche Geschichten vergisst man wohl nie.

Die ganze erste Zeit mit unserem Adoptivsohn ist einfach unvergesslich. Und wenn ich jetzt daran denke, dann habe ich das Gefühl, es war erst letztes Jahr.

Mir läuft die Zeit viel zu schnell. Und gern würde ich die gesamte Zeit mit unserem Thaio wiederholen. Und da es nicht geht? Schauen wir positiv in die Zukunft!

Ich weiß nicht, wo du stehst und was du gerade planst in deinem Kinderwunsch. Aber ich hoffe, ich kann dich mit meinen Erinnerungen und Erfahrungen in diesem Thema weiter bringen.

Oder dir einfach eine schöne Zeit schenken. : )

Liebe Grüße an dich!

Bärbel

 

(Bildquellen: „Adoptivsohn – unser Familienglück“: eigene Fotoaufnahme I „Spaziergang im Park „: eigene Fotoaufnahme I „toben, spielen, genießen“: eigene Fotoaufnahme)
Adoptierte Kinder suchen nach Wurzeln aus ihrer Vergangenheit

Adoptierte Kinder suchen nach Wurzeln aus ihrer Vergangenheit

Bei unserem letzten Urlaub in Thailand wurden wieder Erinnerungen wach. Wir sahen Menschen, die von ihrer Erscheinung viel mit unserem Adoptivsohn Thaio gemein hatten. Adoptierte Kinder suchen nach ihren Wurzeln. Verständlicherweise. Irgendwann. Oder nicht immer? 

Adoptierte Kinder suchen oft Antworten auf ihre offenen Fragen

Welches adoptierte Kind möchte nicht wissen, woher es kommt und ob es noch eine frühere Familie gibt? Irgendwo in dem ersten Heimatland? Sicherlich hat nicht jedes betroffene Kind ein Interesse daran. Aber wenn es doch so wäre – wäre es dann nicht schöner, das Kind wäre darauf vorbereitet?

Sicherlich suchen Kinder auch manchmal Antworten auf Fragen, die plötzlich irgendwo auftauchen. Durch einen Duft, der sie an etwas erinnert. Oder ein Geräusch, was ihnen bekannt vorkommt.

Stark sein für das Leben in dem neuen Heimatland

Wir versuchen, regelmäßig Thaios Heimatland Thailand zu bereisen. Es ist so ein herrliches Urlaubsland. Wir würden es sicherlich auch ohne diesen Grund bereisen. Aber vielleicht nicht so oft. Das könnte sein.

Wir hoffen, Thaio lernt nach und nach, sein Heimatland zu schätzen. Denn Thaio muss sich nicht schlecht fühlen, weil er eine so andere Zeit erlebte. Denn in unseren Augen hat er eine besondere Vergangenheit, worauf er stolz sein kann. Das er es bisher alles so gut „gemeistert“ hat, das liegt an ihm.

Unser tapferer kleiner großer Thaio. Denn Thaio hat nur seinen Vornamen mitbringen können. Alles andere ist in seinem Heimatland zurück geblieben.

Diese Gefühle löste der Kinderheim-Besuch bei mir aus

In den letzten zwei Jahren haben wir die Gelegenheit genutzt, auch in dem Kinderheim vorbei zu sehen. Es lag uns am Herzen.

Gerührt bin ich immer, wenn ich als Herzens-Mutter von Thaio das Haus und die freundlichen Pflegerinnen dort sehe. Und natürlich die Kinder, wovon nun eines in Thaios Bettchen schläft.

Herzerwärmend, wirklich! Und nicht weil es Mitleid in mir auslöst. Nein, keinesfalls.

Sondern weil meine Erinnerungen an diesen einzigartigen Moment der Abholung wieder in mir aufsteigen. Als wäre es vor einem Tag gewesen, an dem wir Adoptiveltern Thaio abgeholt hatten.

Das seitdem schon so viele Jahre vergangen sind, können wir nicht recht glauben.

Was könnte es sein, wonach adoptierte Kinder suchen würden

Diese Frage stelle ich mir manchmal. Und wir können es nur vermuten. Es vergeht noch so viel Zeit, bis er die Möglichkeit einer Suche hat.

Wahrscheinlich würde unser Thaio nach früheren Familienmitgliedern oder den leiblichen Eltern suchen. Weil er vielleicht Ähnlichkeit vermutet.

Oder würde er nach Orten suchen? Wo seine Eltern sich kennen gelernt hatten? Wo die Großeltern lebten?

Thaio allerdings war bei seiner Abholung gerade 2 Jahre alt. Was erinnert er eigentlich jetzt noch?

Manchmal fragen wir ihn.

Thaio meint, er kann sich an manche Situationen im Kinderheim erinnern. Ich denke allerdings, die Besuche halten die Erinnerungen in seinem Gedächtnis wach.

Adoptierte Kinder suchen sicherlich oft nach der Frage warum.

Warum wurde ich abgegeben?

• Warum lebe ich nicht mehr bei meiner früheren Familie?

• Und warum habe ich andere Eltern? Anders als alle meiner Freunde?

Einige Fragen sind für einige Adoptiveltern sicherlich schwer zu beantworten. Thaio weiß von seinem Bruder, der noch in Bangkok lebt. Durch die Adoption ist das Familienband eigentlich durchschnitten.

Aber Thaio hätte so gern Geschwister. Und was können die Kinder dafür, wenn die Lebensumstände der Eltern anders als geplant verlaufen? Deshalb lassen wir es auch so stehen, wenn er es ausspricht. Und alle damit irritiert. ; )

Wie viele wunderbare und besondere Eigenschaften bringen adoptierte Kinder mit?

Wir denken, dass Thaio seine entspannten Schlafgewohnheiten mitgebracht hat. Egal, wie viel Aufregung am Tag um ihn herum war. Egal, wie die Stimmung vor dem Einschlafen ist. Thaio schläft die Nacht ohne Unruhe durch. Sogar seine erste Nacht bei uns hatte er „verschlafen“. Direkt nach der Abholung aus dem Kinderheim.

Darum beneide ich ihn sehr. Denn mir geht es anders. Wenn ich mir viele Gedanken um den erlebten Tag oder den nächsten mache, dann kann ich schlecht schlafen.

Mich freut es für ihn. Denn spannende Momente gibt es für Thaio noch öfter im Leben.
Und wenn Thaio eine entspannte Nacht hat, bevor er später beispielsweise eine schwierige Klassenarbeit schreibt? Ein großer Vorteil!

Oder aber Thaios Essgewohnheiten. Er isst so entspannt. Lässt sich Zeit und genießt. Egal, wer um ihn herum turnt oder spielt. Die meisten Eltern schauen uns dann immer sehr überrascht an. Und wir, die es kennen, müssen schmunzeln : )

Hat Thaio diese Gewohnheiten mitgebracht? Oder hat er sie bei uns gelernt?
Wir wissen es natürlich nicht. Seine Eltern, die Wurzeln, kennen wir nicht.

Adoptierte Kinder suchen ihre Wurzeln. Wenn es Thaio so geht, dann werden wir eines auf jeden Fall. Dann werden wir ihn darin unterstützen.

Was denkst du darüber?

Ich würde mich freuen, wenn ich dir einen kleinen Einblick in unser Familienleben geben konnte.

Wenn du Lust hast, bleib noch ein wenig hier : ). In vielen Blogs findest du Antworten auf deine Fragen. Und auch in den Podcasts, womit ich begonnen habe.

Eben, weil wir viele Erfahrungen gesammelt haben und ich dir gern darüber erzählen möchte.

Und weil ich dir damit helfen möchte oder dir einfach eine kleine Auszeit schenken kann.
Mit dem schönsten Thema der Welt – Kinder. : )

… Wo stehst du gerade? Denkst du über eine Adoption nach? Oder arbeitest du an deinem Kinderwunsch?

Vielleicht hast du aber auch schon Erfahrungswerte in diesen Themen und Zeit und Lust, mir zu schreiben? Ich freue mich auch auf deine Erlebnisse auf deiner Familienwunsch – Reise. Wie auch immer sie aussehen. : )

Erst einmal aber sonnige Grüße an dich
Bärbel

 

(Bildquellen: „wird Thaio später nach seine Wurzeln suchen?“: eigene Fotoaufnahme)
Kinderlos? Ich begleite dich auf deinem Kinderwunsch-Weg mit meinen Erfahrungen

Kinderlos? Ich begleite dich auf deinem Kinderwunsch-Weg mit meinen Erfahrungen

Ungewollte kinderlos zu sein ist so sehr belastend und immer noch ein Thema, worüber kaum gesprochen wird. Mein Mann und ich hatten diesen langen und komplizierten Kinderwunsch-Weg. Wir hatten viele Möglichkeiten in Betracht gezogen für unser eigenes Kind. Letztendlich kam alles ganz anders – wir bekamen unser Wunschkind über eine Auslandsadoption : ). In diesem Podcast möchte ich dich mit meinen Erfahrungen unterstützen und dir Mut machen, deinem Herzen zu folgen. Für dein Kind. Und deine Familie. : )

Mein Kinderwunsch wuchs – eine Lösung für unsere Kinderlosigkeit hatte ich aber nicht

Durch die lange Zeit der Kinderlosigkeit weiß ich, was es heißt, nicht dazu zu gehören. Um mich herum hatten die meisten Freundinnen schon Kinder oder waren schwanger. Ich fühlte mich oft allein, war traurig und verzweifelt.

Das Schlimmste war – ich hatte keine Person, der ich mich anvertrauen wollte. Denn vielleicht sogar Mitleid in den Augen anderer Frauen zu sehen, wollte ich auf keinen Fall.

Mein Kinderwunsch wuchs stetig, aber vermeintlich gute Lösungen entpuppten sich immer wieder als eine Sackgasse. Was blieb uns noch?

So sagte ich immer öfter Verabredungen ab, wenn ich wusste, dass an diesen Abenden sehr viel über Kinder und Familie gesprochen wurde. Oder Erfahrungsberichte ausgetauscht wurden.

Gut fühlte ich mich dabei nie.

Warum gab es keine Person an meiner Seite, die mich auf meinem Kinderwunsch-Weg verstand?

So recherchierte ich oft allein abends im Internet und suchte nach weiteren Möglichkeiten. Es war so mühsam und brachte sehr oft nicht das gewünschte Ergebnis. Wo konnte ich nur unseren Kinderwunsch-Weg finden? Meist ging ich dann traurig zu Bett und grübelte noch lange. Allein. Dirk schlief meist schon.

Wie gut wäre es in dieser Zeit gewesen, eine Person an meiner Seite gehabt zu haben. Eine Person, die sich auskannte und mir sinnvolle Ideen für unseren Kinderwunsch geben konnte.

Und auch von Kinderlosigkeit, drängendem Kinderwunsch, Schwangerschaft und Adoption wusste.

Vielleicht jemand, der genau das durchgemacht hatte, was uns noch bevor stand? Dann hätten wir sicherlich eine Abkürzung auf unserem Familienwunsch – Weg genommen.

Einfach durch neue oder andere Ideen, auf die mein Mann Dirk und ich erst (zu) spät kamen. Dann hätten wir vielleicht zwei süße thailändische Kinder in unserer Familie. So ist unser Sohn unser alleiniger Engel, was für uns natürlich genauso wunderbar ist! : )

Was ich fand, waren wenige kurze Erfahrungsberichte betroffener Frauen und Männer. Oder anonyme Seiten von Ämtern. Es war manchmal zum Verzweifeln.

Viele Wege kann man gehen. Nur welcher Kinderwunschweg ist der richtige für dich?

Unser Kinderwunsch – Weg ging vom Kinderwunschzentrum über eine Eizellenspende mit insgesamt 6 Versuchen in 2 Ländern bis hin zur Überlegung der Leihmutterschaft.

Es schienen nicht die Lösungen zu sein, die wir persönlich für unser Kind brauchten. Endlich und nach langer verzweifelter Suche kamen wir durch Zufall auf das Thema Adoption.

Der erste Schritt in diese Richtung war kein guter: Wir waren für die deutsche Adoption zu alt. Wir hatten einfach zu viel Zeit mit den ganzen anderen Behandlungen verwendet.

Wie gemein. Schon wieder fühlte ich eine tiefe Ungerechtigkeit. Konnte das alles wahr sein? Wieso hatten wir es so schwer?

Warum ich dich in die wunderbare Welt der Auslandsadoption mitnehme

Uns blieb nur noch ein Weg zu unserem Wunschkind – durch eine Auslandsadoption. Auch wenn er beschwerlich und lang war: wir hangelten uns tapfer nach und nach an sämtlichen Vorgehensweisen entlang.

Und durften 2013 unseren Sohn Thaio aus Bangkok abholen! Überglücklich schlossen wir diesen süßen zierlichen kleinen Jungen in unsere Arme. Gerade zwei Jahre alt war er.

Endlich waren wir angekommen. Wir waren eine Familie, wie wir sie uns immer gewünscht hatten. Unser Glück konnten wir kaum fassen!

We are family!

Zusätzlich einen Podcast? Warum?

Um dir in deinem Vorhaben Mut zu machen, begleite ich dich nicht nur mit meinen Kinderwunsch-Erfahrungen und -erlebnissen in meinem Blog, sondern seit Kurzem über einen Podcast.

Ich möchte dir durch die gesprochenen Worte zusätzlich Emotionen weitergeben. Denn die Themen Kinderlosigkeit, Kinderwunsch und Adoption sind so emotional, dass es dich zusätzlich durch einen Podcast besser begleiten kann.

… und Du kannst nebenbei andere Dinge tun, die dir Spaß machen. So wie ich manchmal jogge und nebenbei einen interessanten Podcast höre. So vergeht die Zeit schnell und ich habe noch etwas dazu gelernt. Oder mich gut unterhalten gefühlt. : )

Wie ich dir Mut machen möchte

Ich hoffe, dass ich dir durch meine Erfahrungen Mut machen kann, andere und auch neue Wege zu beschreiten, die dich zu deinem Wunschkind führen.

Vielleicht hörst du aber einfach nur zu und hast Spaß an meinen Episoden? : )

Ich drücke dir fest die Daumen, dass ich dir helfen kann und du ganz bald deinen Weg zu deiner Familie findest. Wer weiß, ob du nicht doch schon bald dein Baby in den Armen hältst?

Nur Mut – und schau immer nach vorn. : )

Liebe Grüße an dich

Bärbel

 

(Bildquellen: „finde deinen Kinderwunsch-Weg“: TanteTati Pixabay)