Wie oft fragst du dich: Warum werde ich nicht schwanger?

Wie oft fragst du dich: Warum werde ich nicht schwanger?

Wie oft fragst du dich: „Warum werde ich nicht schwanger?“ Wie oft habe ich mich das gefragt. Wenn du schon Einiges auf meiner Seite gelesen hast, dann weiß du, dass ich eine lange Kinderwunschzeit hatte. Vielleicht so wie du. Aber!! Vielleicht musst du für die Erfüllung deines Kinderwunsches nicht schwanger werden. Und dich immer wieder fragen: Warum werde ich nicht schwanger, zum … ! ; )

Wann genau stellt eine Frau nicht mehr die Frage: „Warum werde ich nicht schwanger“?

Bei mir hat es bestimmt 4 Jahre gedauert. Vier? Nein, es waren bestimmt 6 Jahre. Denn vor der Idee der Adoption hatten wir uns in eine Kinderwunschbehandlung begeben.

Die fand erst in Deutschland in einem Kinderwunschzentrum in Hamburg statt. Dann ging es zu einer weiteren Behandlung nach Spanien, dann weiter nach Tschechien. Eizellspende hieß die letzte Behandlung im Ausland.
In dieser ganzen Zeit stand mir die Frage brav zur Seite: “Warum werde ich nicht schwanger?“ Wie konnte das sein! Es war wirklich zum Verrückt werden, wie man so sagt. Einfach zum Verzweifeln …

Die Fragen, die ich mir zu diesem Zeitpunkt stellte, waren in etwa so:
„Warum werde ich nicht schwanger trotz Eisprung?“
„Wieso – bitteschön, werde ich nicht schwanger, obwohl alles in Ordnung zu sein scheint?“
„Warum werde ich nicht schwanger? Woran liegt es denn jetzt?“

Und wann hörst du auf, deinem Körper Vorwürfe zu machen?

Es ist oft erniedrigend. Und vielleicht will der Körper ja deinen Kinderwunsch erfüllen, aber irgend etwas steht einer Schwangerschaft im Weg. Wenn es nicht die mangelnde Fruchtbarkeit bei Mann oder Frau ist, dann muss es etwas anderes sein. Das ist noch einfach einzuschätzen. Aber dann …

Welche Ursachen kann die Kinderlosigkeit haben? Manchmal ist es ja nur eine Kleinigkeit. Aber auf diese eine kommt es an.
Das Suchen ist gefühlt wie die berühmte Nadel, die bekanntlich unauffindbar in einem Heuhaufen liegt. Manchmal einfach unmöglich, sie – also die Lösung – zu finden.

Und die Zeit vergeht mit der Suche und den vielen Behandlungen. Es ist purer Stress. Bei Glück ist man dann in einem Kinderwunschzentrum, in dem man sich gut aufgehoben fühlt.

Wir hatten das Glück, über das Thema Adoption zu stolpern

Es war ein Zufall. Eine Freundin erzählte von einer Bekannten, die ein Baby direkt nach der Geburt adoptieren durfte.
In den USA. Das Land der fast unbegrenzten Möglichkeiten. Weit weg. Und da gab es Babys zum Mitnehmen. Naja, übertrieben ist es natürlich. Scheinbar leichter als in unserer Situation schien es aber doch zu sein.

Aber für eine große Hoffnung gibt es eigentlich keine zu weiten Entfernungen. Wenn die Hoffnungen dann auch tatsächlich wahr werden!
Und das weiß man bei einer Kinderwunschbehandlung und mit allem, was um das Thema kreist: Nie. Alles kann sein. Aber auch eben nicht.

Denkst du genau so?

Trotz der scheinbar unzähligen Möglichkeiten in manchen Ländern gibt es Gesetze und Regelungen, die alles in Bahnen lenken. Deshalb wäre es heute wie bei dieser Frau wahrscheinlich nicht mehr möglich. Auch nicht in den USA.
Als ich einige Monate später von dieser wunderbaren Adoptions-Geschichte hörte, musste ich feststellen:  Zu diesem Zeitpunkt war eine solche Adoption durch ein kürzlich erlassenes Gesetz auch schon ausgeschlossen.

Aber für uns war zumindest die Idee geboren ; ) Und unsere Chance! Könnte uns eine Adoption aus unserer momentanen ausweglosen Situation helfen?

Ja, das tat sie. : )

Hast du dir über das Thema Adoption bisher einmal Gedanken gemacht? Oder ihr?

Es ist einfacher, als Paar zu adoptieren. Wenn du nicht verheiratet bist, ist eine Adoption nicht unbedingt ausgeschlossen. Ein Trauschein hat momentan aber doch noch mehr Akzeptanz in der Bürokratie. 

Aber eine Heirat ist ja bei dir momentan vielleicht noch gar kein Thema.

Schon vor dem Interview wusste ich es

Ich hatte mir vor einiger Zeit diese Frage noch einmal gestellt.: „Warum werde ich nicht schwanger? Oder damals: Warum wurde ich nicht schwanger?

Ich fragte mich es, bevor wir für die Zeitschrift „Bild der Frau“ interviewt werden sollten. Es sollte ein Bericht über unsere Geschichte geben. Es freute mich natürlich! Vielleicht erreiche ich so viel mehr Frauen und Paare, denen ich mit meiner Erfahrung helfen kann!

Deshalb wollte mir den Beginn unserer kleinen Familie noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Mich vorbereiten.

Musste ich es? Eigentlich nicht. Denn so eine Herzensangelegenheit vergisst man nicht. Selbst die klitzekleinen Details fielen mir sofort wieder ein.

Wir hatten damals bei der Abholung von Thaio aus dem Kinderheim wenige Fotos gemacht. Das finde ich bis heute sehr schade. Aber es war während der Zeit im Kinderheim einfach zu aufregend.

Trotzdem: Alle Bilder werde ich immer in meinem Gedächtnis behalten.
Auch die, die es nicht als Fotos gibt. Zum Beispiel der innige erste Moment mit unserem damals noch so kleinen Adoptivsöhnchen Thaio. Von so einer Situation braucht man einfach keine Fotos.

Diese Bilder werden gut verwahrt und beschützt in unseren Elternherzen

warum werde ich nicht schwanger - Liebe für Thaio

Die Tränen kamen, als mich die Journalistin Jana Henschel über die Abholung im Kinderheim befragte. Ich konnte nichts dagegen machen. Das sah Jana auch. Voller Mitgefühl.

Meine inneren Herzensbilder waren wieder da. Und sie zeigten alles wieder so gegenwärtig. Ich war einfach gerührt. Von dem kleinen Menschlein, der uns seit der Abholung Mami und Papi nennt und uns volles bedingungsloses Vertrauen entgegenbringt. Und während des Interviews neben uns verträumt in seinen Schokomuffin biss. : )

Es war ein freundliches Interview. Nichts „Reißerisches“ war zu spüren. Statt dessen ehrliches Interesse und Anteilnahme. Deshalb hatte ich mich vorher auch mit Jana besprochen. Und letztendlich zugestimmt. Einige Zeit davor hatte ich noch einmal in einer “Bild der Frau” – Zeitschrift geblättert. Um zu prüfen: Passen wir mit unserer Geschichte da auch wirklich hinein?

Welche Leser werden unsere Geschichte dann kennen?

Meine Webseite wird gesucht oder per Zufall gefunden. Aber es wird eben bewusst nach dem Thema Kinderwunsch oder Adoption gesucht.
Eine Zeitschrift, ob online oder in Papierform? Dafür entscheidet man sich bewusst. Aber eben auch nicht für alle Artikel. Eher für das Format.

Ich musste mich vergewissern: Sind es hauptsächlich Leser, die mit unserer kleinen großen Familiengeschichte so gar nichts anfangen können, weil die Zeitschrift anderes verspricht? Dann hätte ich mich nicht dafür entschieden.

Ich wollte einfach sicher sein, dass es auch das ist, was wir als Familie wollten. Uns ging und geht es um unsere wahre Geschichte. Und nicht um eine, die für gute Zahlen steht. Beides passt allerdings gut zusammen. ; )

Ich war nach dem Lesen beruhigt. Die emotionalen Berichte, die dort zu lesen waren, hatten alle einen angenehmen freundlichen Schreibstil. Und es waren ähnliche Facetten dabei. Es fühlte sich gut an  : )

Thaio war so stolz, dabei sein zu dürfen

Es hatte dann alles gut gepasst. Und nett und entspannt war das Interview auch. Zumal Thaio involviert war. Vorher schon hatte ich ihm erklärt, wer da jetzt kommt und weshalb wir leckere Muffins mit viel Schokolade backen wollten.

warum werde ich nicht schwanger - Kuchen für das Interview

Und ich fragte ihn, ob er es gut fand, so ein Interview mit unserer Adoptionsreise. Thaio war einverstanden. Mehr noch: Er war sehr stolz, dass er eine besondere Geschichte in sich trägt, die andere Menschen interessiert. Und helfen kann.

Und, darf er stolz auf sich sein?

Auf jeden Fall! Für uns ist und bleibt er wie unser kleines einzigartiges Wunder aus Thailand.
(Trotzdem muss er natürlich weiterhin Hausaufgaben machen und ab und an, wenn nötig, sein Zimmer aufräumen. Aber grundsätzlich ist und bleibt er immer immer unser besonderes Wunschkind ; )

Warum bin ich so kritisch?

Mir liegt das „Warum werde ich nicht schwanger/ Kinderwunsch-Adoptionsthema viel zu sehr am Herzen. Deshalb sollte es gebührend einfühlsam und menschlich behandelt werden.

Gerade auch deshalb, weil Frauen bei ihrer oft langen Kinderwunschreise einfach so Vieles offenlegen müssen. Scham ganz weit zurückstellen, bitte.
Wer schon einmal einen langen Kinderwunsch hatte oder in einer Kinderwunschbehandlung war, weiß, wovon ich spreche.

Die Behandlungen sind gefühlt einfach eine Maschinerie, die bedient werden muss. Sonst würden die Ärzte oft keine Chance haben, den Fehler zu finden.
Fehler?? .. Irgendwie schon, fand ich manchmal.

Ich hatte das Gefühl, es fehlt etwas an mir

Etwas, was mich nicht schwanger werden ließ. Ein Makel, der gesucht und repariert werden musste. Auch wenn er auch noch so klein war. Gefunden haben wir ihn nie.

Noch kurz vor dem Interview wurde mir wieder deutlich, wie schnell sich eine traurige, fast depressive Beklommenheit in ein warmes weltumarmendes Glücksgefühl umkehren ließ. Wir hatten das große Glück, von der Idee einer Adoption rechtzeitig zu wissen. Wieder wurde mir mein Gefühl bewusst, dass wir nach unserer langen schweren Kinderwunschreise einfach großes Glück hatten.

Und Jana war toll. Hätte sie nicht zurück nach Hamburg reisen müssen, wäre sie bestimmt noch mit auf den Spielplatz gegangen: )

Die Zeitschrift mit unserem warmherzig geschriebenen Bericht kam übrigens am 1. März raus. Also genau an dem Tag, an dem wir Thaio vor 6 Jahren aus einem Kinderheim in Bangkok abgeholt hatten. Was für ein schöner Zufall, wie wir fanden.

Ich wünsche dir eine entspannte und erfolgreiche Kinderwunschzeit. Und wie immer: Versuche positiv zu denken. Auch wenn es nicht immer leicht ist.

Hast du Fragen? Möchtest du mehr über meine Erfahrungen wissen? Oder brauchst du mich einfach nur zum Zuhören?
Dann schreibe mir. Ich bin hier und für dich da. : )

Liebe Grüße an dich
Bärbel

 

(Bildquellen: “unser Adoptionsglück”: eigene Bildquelle I “Liebe für unser Adoptivkind “: lavnatalia Pixabay I “Muffins für das Interview”: congerdesign Pixabay)
Adoptionsvermittlungsstelle: Der Beginn einer Adoption eures Kindes

Adoptionsvermittlungsstelle: Der Beginn einer Adoption eures Kindes

Wenn du dich für eine Adoption entschieden hast, dann wird eine Adoptionsvermittlungsstelle für euch unumgänglich. Eine Adoption muss fachlich begleitet werden. Aber warum ist dieser Weg so wichtig? Und wie erhältst du den Beistand von diesem Expertenteam? In diesem Blog wirst du wichtige Informationen hierzu finden. Bleib einfach da : )

Endlich sahen wir unseren Weg zu einem Kind direkt vor uns

Wir wollten adoptieren. Und zwar ein Kind aus dem Ausland. Aus Thailand. ENDLICH hatten wir unseren Weg gefunden. Lange genug hatte es gedauert. Viele schlaflose Nächte und Tränen hatte es gekostet. Nun? … waren wir mehr als bereit für eine Auslandsadoption.

Es fing alles etwas anders an.

Den Kontakt für eine Adoption hatten wir vorher schon mit dem Jugendamt aufgenommen. Allerdings war es nicht sehr erfolgreich.

Es ging uns zu diesem Zeitpunkt noch um eine Adoption in Deutschland.

Dann erfuhren wir allerdings im Laufe einer Informationsveranstaltung, dass wir zu alt für eine deutsche Adoption eines Kindes waren.

Zu alt??

Ja. Mit Blick auf andere Bewerber. Denn teilweise waren sie 10 Jahre jünger. Da hatten wir natürlich keine Chance. Im Durchschnitt sollte der Altersunterschied zwischen Kind und Eltern nicht mehr als 40 Jahre betragen.

Es wäre sogar noch möglich gewesen. Wir waren eigentlich noch nicht wirklich zu alt. Aber wenn es so viele Bewerber gab, die jünger waren, würden sie vorgezogen werden. Sagte man ein wenig durch die Blume …

Es war sehr traurig für uns. Eine große Enttäuschung an diesem herrlich sonnigen Nachmittag.

Bei der Informationsveranstaltung erzählte die Sozialarbeiterin von dieser Möglichkeit

Und zwar von einer Adoption im Ausland.

Wir mussten in Ruhe darüber nachdenken. Denn was konnte es für uns bedeuten? Welche Vor- oder auch Nachteile bringt so eine Auslandsadoption mit sich? Was sind es für Kinder, für die neue Eltern gesucht wurden? Aus welchen Ländern kommen sie?

Zu dem Zeitpunkt konnte uns das Jugendamt in Hamburg nicht wirklich weiterhelfen. Sie war ausschließlich die Vermittlungsstelle für deutsche Adoptionen.

Erst später kam es für uns zu einer Zusammenarbeit, z.B. als ein Sozialbericht verfasst werden musste oder ein Hausbesuch anstand.

Die Jugendämter sind oft im ersten Schritt „nur“ die Adoptionsvermittlungsstellen für die inländische Adoption. Das lernten wir später schnell darüber.

Adoption – sich als Adoptiveltern bewerben – Aber wo kommst du an dein Ziel?

Die Sozialarbeiterin konnte keine Adoptionsvermittlungsstelle benennen. Sie sagte aber, man würde sie im Internet finden können.

So waren wir wieder auf uns gestellt.

Nach der ersten Enttäuschung fasste ich mir ein Herz. Ich wollte das Thema nicht ruhen lassen. Ich konnte es nicht. Zu groß war mein Kinderwunsch. Und wenn nicht jetzt, dann nie. Die Zeit lief weiter. Und noch waren wir für eine Auslandsadoption nicht zu alt.

Du kennst es vielleicht: Was, schon wieder mein Geburtstag?

Und warum ist jetzt schon wieder Weihnachten?

Ostern? So früh…

… Ach nein, so früh ist es ja gar nicht. Es kommt mir nur so vor. : (

Das Allerschlimmste kam aber noch: Muttertag, ohne selbst Mutter zu sein. Also – ich. Nicht meine gleichaltrigen Freundinnen. Die waren alle schon Mütter.

Sie ließen sich von ihren Kindern im Zweifelsfalle schon bunte Bilder malen und schenken. Mh. So war es halt. Es war ihnen natürlich gegönnt. Na klar. Ich fand ihre Kinder alle so süß.

Nur war es uns auch irgendwann gegönnt? …

Stop! Haltet die Zeit für uns an! Es reicht!

Wir waren doch noch nicht so weit!

Worauf nun noch warten?

Also – los geht’s! Unbedingt und ohne Ablenkungen!

Ein paar Tage später ging es für uns in den Urlaub nach Malta. Dort setzte ich mich an den Computer und schrieb viele Adoptionsvermittlungsstellen an.

Ich war inzwischen ängstlich geworden, was unsere Kinderwunschpläne betraf. Was, wenn keiner zurückschreibt? Oder wir wieder nicht die geeigneten Bewerber waren?

Adoptionsvermittlungsstelle - Adoption

Es lag an den ganzen Enttäuschungen. Sie machten allmählich mürbe.

Ungeduldig wartete ich auf die Antworten.

Einige antworteten nicht. Die Sachbearbeiterin eines Vereins jedoch schrieb schon am übernächsten Tag zurück. : ) Ich war glücklich!

Zuhause nach dem Urlaub ging es weiter wie am Schnürchen.

• Ein Formular mit ersten Fragen wurde uns zugeschickt. Wir füllten es mit Spannung und ersten Erwartungen aus.

• Dann folgte eine Informationsveranstaltung. Dort wurde uns der Ablauf und der ungefähre zeitliche Rahmen mitgeteilt.

Wir standen jetzt nicht mehr allein davor. Und wir waren laut Adoptionsvermittlungsstelle auch noch nicht zu alt. Was für ein Glück!!

Und ehe wir uns versahen, legten wir uns für ein Land fest, aus dem unser Kind kommen sollte: Aus Thailand.

Bei diesen 3 Aufgaben unterstützt dich eine Adoptionsvermittlungsstelle bei einer Adoption

Eine Adoptionsvermittlungsstelle ist der erste Kontakt, wenn es um eine Auslandsadoption geht. Und sie begleitet dich dann auf eurem gesamten Adoptionsweg.

1. Es werden eine Beratung, Prüfung und Auswahl von Adoptionsbewerbern auch für Auslandsadoptionen durchgeführt.

2. Eine Stellungnahme für ein Gutachten im Rahmen des Adoptionsverfahrens wird verfasst.

3. Ein Abschluss und Nachbetreuung der Adoptionsvermittlungsstelle wird gewährleistet.

Der Abschluss und die Nachbetreuung können je nach Adoptionsvermittlungsstelle unterschiedlich ausfallen.

Adoptionsvermittlungsstellen findest du auf der Seite des Bundesjustizamtes.

Für uns war es so wichtig, dass unser Ziel greifbar wurde

Und es hat durch die Adoptionsvermittlungsstelle letztendlich alles wunderbar funktioniert. Wir hatten immer ein gutes Gefühl und wurden professionell in dem ganzen Verfahren begleitet.

… Nun bist vielleicht du dran, oder? Dann los!

Adoptionsvermittlungsstelle - deine Glücksblume

Ich wünsche dir ein erfolgreiches Gelingen und einen unkomplizierten Weg zu deinem Kind. Und natürlich endlich endlich die Erfüllung deines Kinderwunsches : ))) .

Und was sagen wir hier zuhause, wenn Thaio an irgend etwas zweifelt und fast den Mut verliert?

Aufgeben ist keine Option. : )

… Und wenn du Fragen hast?

Dann stelle sie mir!

Das ist es, weshalb ich diese Seite aufgebaut habe: Um dir Mut zu machen, dich durch meine Erfahrung zu beraten oder einfach gemeinsam mit dir nach einer Lösung zu suchen.

Noch eine Möglichkeit gibt es. Und zwar? Ich kann auch nur einfach nur an deiner Seite zu sein. Denn das hätte mir damals in vielen Situationen gut geholfen.

Ganz liebe Grüße und viel Mut bei euren nächsten Schritten in Richtung Familie!

Bärbel

 

(Bildquellen: “Adoptionsvermittlungsstelle bei Adoption”: FeeLoona Pixabay I “Adoptionsvermittlungsstelle – Organisieren “: Engin_Akyurt Pixabay I “Glücksblume für dich”: Bess-Hamiti Pixabay)
Adoption im Ausland: Erfahrungen aus der Sicht einer adoptierten Frau

Adoption im Ausland: Erfahrungen aus der Sicht einer adoptierten Frau

Dies ist ein etwas anderer Blog. Ein Blog in Form eines Interviews. Und es betrifft eine junge Frau – Anna-Lena. Ursprünglicher Name? Elzi. Sie wurde als Findelkind in einem Kinderheim abgegeben. Später dann wurde sie als Baby von ihren zukünftigen Eltern nach Deutschland gebracht. Ihr Ursprungsland ist Afrika. Und das Beste daran: Sie möchte durch ihre Erfahrungen euch zukünftigen Adoptiveltern Mut machen. Oder auch den Eltern, die schon Eltern sind. Von Adoptivkindern.

 Adoption im Ausland – das Findelkind Elzi:

Wie empfand sie die erste Zeit, soweit sie sich erinnern kann? Was denkt sie heute über ihre Adoption? Und wie steht sie ihrem Herkunftsland gegenüber? Mit diesem so anderen Start – von einer Welt in die andere?

So viele offene Fragen.

Ich finde Anna-Lenas Geschichte sehr bewegend. Und ihre Erfahrungswerte in der Zeitspanne vom Baby/ Kind bis hin zu einer erwachsenen Person so wichtig, dass ich ihr einen Blog widme.

Was ich toll finde: Anna-Lena, jetzt Anfang dreißig, möchte ihre Erfahrungen mit anderen Eltern teilen. Ihre Erfahrungen, Erinnerungen und Gefühle. Und ist für eure Fragen offen. Denn wer kann besser wissen, wie man sich fühlt, als eine betroffene Person?

Was ist das Besondere an diesem Blog?

Ich möchte es ja sowieso. Euch unterstützen. Und Mut machen, in verschiedene Richtungen zu schauen. Unbedingt. Und es ist mein Herzenswunsch. Das weißt du ja, denke ich. Aus gegebenen Anlass. ; )

Aber auch Anna-Lena möchte euch als zukünftige Adoptiveltern unterstützen, Fragen beantworten. Durch ihre eigene Adoption im Ausland. Das ist natürlich noch einmal etwas anderes. Anders gesagt: Mit dem Mehrwert der eigenen Adoption.

Also ist sie auch eine Mutmacherin. So wie ich : )

Das verbindet.

Und jetzt?

Nichts weiter als dass es davon nicht genug geben kann. Besonders an manchmal alltagsgrauen Tagen. Für das Wohl eines Kindes. Vielleicht deines Kindes. : )

Ihre Sicht ist eine etwas andere als meine. Eben die Sicht einer betroffenen adoptierten Frau. Erfahrung aus erster Hand sozusagen.

Fragen, die nur eine adoptierte Person beantworten kann. Und eben auch ermutigen kann. Und raten kann. In den meisten Fällen sicherlich zu einer Adoption im Ausland.

Denn eine Adoption im Ausland kostet neben Ausdauer, starken Nerven und Optimismus auch sehr viel Mut.

Aber das weißt du sicherlich. Oder wirst es vielleicht bald wissen.

Adoption Ausland Erfahrung: Wie Anna – Lenas Adoption im Ausland begann

Anna-Lena – früher Elzi – wurde als Findelkind in einem Waisenhaus abgegeben. In Afrika. In Äthiopien. Ihr Geburtsort, das Geburtsdatum oder die Herkunft ihrer Eltern waren und sind unbekannt.

Mehr wussten ihre späteren Adoptiveltern nicht über sie. Mehr weiß Anna-Lena selbst nicht über sich. Bis heute.

Der Adoptionstag ist seitdem ihr Geburtstag. Der Tag, an dem das Baby Elzi nach Deutschland kam. Für die Adoption im Ausland. Aus dem Ausland in diesem Fall. Sieben Monate nach der Abgabe im Waisenhaus. Seit der Taufe heißt Elzi Anna-Lena.

Wie muss es sein, wenn eine Person so wenig über die eigene Herkunft weiß? Über die Eltern, Verwandte, die Umstände? Und nur den Namen mitbringt?

Wie Anna-Lena ihre Suche nach ihrer Identität begann

Anna-Lena reiste 2017 mit ihrem Vater nach Afrika, um endlich mehr über ihre Wurzeln in Äthiopien zu erfahren. Mit nur wenigen Anhaltspunkten und nach so vielen Jahre kann es nur mehr als schwer sein, die Vergangenheit mit ihren vielen Wege aufleben zu lassen.

Hier findest du einen kurzen Auszug des Reiseberichtes von Anna-Lenas Vater. Er begleitete Anna-Lena während der wochenlangen emotionalen Reise in Äthiopien.

“Wir waren ja sehr viel in Anna-Lenas Kinderheim, nahezu täglich. Sich auf die Suche nach ihren Wurzeln zu begeben, hieß natürlich nicht nur, ihre leibliche Mutter oder besagte Frau Makeda zu finden.

Einfach an diesem wundervollen Ort mit seinen Menschen zu sein, war mindestens genauso wichtig. In der Küche zu sitzen, wo immer noch eine Frau arbeitet, die auch schon vor 29 Jahren dort war, war ein Genuss. Nicht nur wegen des Kaffees, der dort (nicht nur für uns) ausgeschenkt wurde. Oder die Injeras, die dort fast zu jeder Zeit auch außerhalb der Mahlzeiten für einzelne Kinder und Jugendliche (auch für uns) zusätzlich zu den offiziellen Mahlzeiten serviert wurden.

Auch bei solchen Gelegenheiten zeigte sich, wie sehr man miteinander ist. Man redet, lacht und macht gemeinsam; Spülen oder rote Linsen in Handarbeit von Steinchen oder Ungenießbarem befreien.

Auch so passiert Erziehung, auch so vermittelt sich Zugehörigkeit, Halt und Geborgenheit

Anna-Lena könnte viel von einem Gespräch am letzten Tag mit dem 16jährigen Semere erzählen. Ich hab nur ein paar Fetzen aufgeschnappt: Er ist als 10jähriger Straßenjunge ins Kinderheim gekommen. Eindrucksvoll fand ich, mit welcher Klarheit, innerer Ruhe und Zielgerichtetheit er sein Leben und seine Zukunft sieht. Und mit welcher Reife er die Jüngeren an die Hand nimmt, aber auch klare Grenzen aufzeigt und setzt. (…)

Die meiste Zeit haben wir Begleitung durch Rekik, eine junge Mutter aus Addis, die sich darauf spezialisiert hat, Ausländern und ihren adoptierten Kindern zu Kontakten zu ihren Müttern zu verhelfen. Sie arbeitet fast wie eine Dektektivin.

Bei Anna-Lenas Wurzeln sind wir bisher nicht sehr viel weiter gekommen, wenngleich allerdings bereits einzelne Details und auch das Vorgehen an sich bereits hilfreich sind. Ich fand das teilweise sehr bewegend.

Vorgestern war Anna-Lena zusammen mit Rekik in dem Viertel, in dem vermutlich die Frau wohnt(e), die Anna-Lena ins Kinderheim brachte, nachdem ihre Mutter sie aufsuchte, um dann abzutauchen.

Anna-Lena wollten einfach mit den Leuten sprechen, um ihre Identität herauszufinden

Am Tag vorher waren wir den offiziellen Weg gegangen und in einer Art Bezirksverwaltung gewesen, um uns dort zu erkundigen. Beides war bisher noch nicht erfolgreich. Die Leute meinten, Anna-Lena solle sich an den örtlichen Rundfunk wenden und auch über facebook einen Aufruf zu starten.” (…)

Wie unglaublich mühsam und emotional die Suche nach der eigenen Identität sein kann! Und sehr bewegend. Denn noch hat Anna-Lena ihr Ziel nicht erreicht. Noch nicht : )

Warum ich einen Blog über Anna-Lena schreibe

Viele Fragen beschäftigen mich immer mehr, seitdem ich von Anna-Lenas Geschichte weiß. Für Thaio. Auch wenn er sehr viel mehr über seine Herkunft weiß. Was natürlich ein Glück ist.

Aber seine Gefühle dazu, seine Erfahrungen? Darüber werden wir, die Eltern von Thaio, erst später erfahren. Wenn überhaupt.

Denn nicht alle Kinder interessieren sich als Jugendliche oder Erwachsene für ihre Wurzeln. Ob aus Angst oder aus Desinteresse ist oft nicht ganz klar. Wer weiß schon, wer die Verwandten sind? Und wie das Verhältnis mit ihnen sein wird?

Anna-Lenas Geschichte ist eine von vielen Adoptionserfahrungen. Und trotzdem eine besondere.

Denn viele adoptierte Frauen oder Männer wissen zumindest einen kleinen Teil ihrer Familiengeschichte. Adoption im Ausland – wer die Eltern oder zumindest – wer die Mutter war oder ist.

Die Adoption im Ausland – der erste Eindruck aus Anna – Lenas Sicht

Als Findelkind wurde ich von einer Frau abgegeben, die nicht meine Mutter gewesen sein soll. Da man nicht weiß, ob meine leibliche Mutter es vielleicht doch es selbst war, bleibt eine Unsicherheit.

 Mit 3 Monaten kam ich in das Waisenhaus und war dort 7 Monate in sehr guten Händen, wie ich viele Jahre später feststellen konnte. Wodurch? Es konnte durch meine Unterlagen im Kinderheim festgestellt werden. Mein Alter wurde dann in Deutschland von einem Kinderarzt ca. auf 1 Jahr geschätzt, da es keine Geburtsurkunde von mir gibt.

Adoption im Ausland - Findelkind

Erste Erinnerungen? Leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern.

Wenn ich aber die Fotos sehe, wie ich am Flughafen in Deutschland übergeben wurde, gibt es mir ein tiefes Gefühl.

Dieses tiefe Gefühl habe ich heute noch. Ich wusste instinktiv, dass sich mein Leben in diesem Moment mit der Adoption im Ausland ändern würde. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber es sitzt einfach tief in mir.

In meiner Erinnerung kann ich mich nicht mehr an Vieles von meiner Umgebung erinnern. Außer das ich das Autofahren mochte. : )

Adoption im Ausland  – viele offene Fragen und hilfreiche Antworten

Welche Situationen waren schwer für deine Eltern?

Anna – Lena: Ich glaube, es gab viele neue Situationen für meine Eltern. Zumal ich das erste Kind für sie war.Und dieses erste Kind war ein Waisenkind.

 Meine Eltern waren sehr nervös vor der Adoption im Ausland: Würde ich das Essen mögen oder die Sprache schnell verstehe? Würde ich mich in die Umgebung gut einleben können?

War die Adoption im Ausland eine große Herausforderung für deine Eltern/ dein Umfeld? Gab es Meinungen von Freunden oder Verwandten, dass deine Eltern lieber nicht adoptieren sollten?

A.- L.: Die Herausforderung für meine Eltern war auf jeden Fall da.

 So weit ich weiß, gab es keine negativen Meinungen aus dem Umfeld. Vielleicht auch, weil meine Adoptivmutter zu der Zeit keine Kinder bekommen konnte.

Wann hast du das erste Mal bemerkt, dass du eine andere Hautfarbe hast?

A.- L.: Als Kind habe ich früh gemerkt, dass ich aus einem anderen Land komme. Meine Eltern haben es früh kommuniziert. Wie genau sie es mir sagten, weiß ich nicht mehr.

Ich wusste aber schnell, dass ich bin anders als die anderen Menschen um mich herum bin. Und anders aussehe als die anderen Mitglieder in meiner Adoptivfamilie.

Hast du selber z.B. durch einen Blick in den Spiegel dein für Deutschland besonderes Aussehen bemerkt oder haben dich andere Menschen darauf aufmerksam gemacht?

A.- L.: Als Kind habe ich durch meine Haare oder Hautfarbe oft mehr Sätze von Erwachsenen gehört wie: „Du hast schöne krause Haare und so schöne braune Augen.“

Das hörte ich dann wahrscheinlich immer nur, weil meine Freunde im Gegensatz zu mir eher hellhäutig waren. Ich fand das trotz des Vergleichs eher positiv.

Wie haben deine Eltern dich nach der Adoption im Ausland gestärkt, um in schwierigen Situationen souverän zu reagieren?

A.- L.: Ich habe als Baby einen Platz in der Familie bekommen. Und wurde in meinen Stärken unterstützt und gefördert.

Zudem war ich früh schon sehr selbstbewusst und habe für mich wichtige Dinge verstanden.

Dadurch habe ich mir immer die Vorzüge vor Augen gehalten, um souverän mit schwierigen Situationen umgehen zu können.

Waren dir deine Adoptiveltern manchmal fremd? Vermisst du etwas?

A.- L.: Fremd waren mir meine Adoptiveltern nicht, aber das tiefe biologische Gefühl ist nicht da.

Ich habe meine Adoptiveltern. Aber mir wurde auch früh gesagt, dass ich noch andere Eltern in Afrika habe, die ich nicht kenne. Das gab und gibt für mich dann noch ein anderes Gefühl.

Adoption im Ausland - Integration

Was hätten deine Adoptiveltern besser machen können?

A.- L.: Ich habe nichts Spezielles vermisst. Allerdings hätten sie im Rückblick vielleicht noch mehr auf mein Geburtsland eingehen können. Weil ich kaum Kontakt zu Äthiopiern hatte. Einfach, um mir die afrikanische Kultur wie traditionelles Essen oder auch afrikanische Gottesdienste näherzubringen.

Hättest du gern aus Afrika adoptierte Geschwister gehabt?

A.- L.: Jetzt wo ich älter bin würde ich im Nachhinein schon sagen: Es wäre schön gewesen, Geschwister aus Afrika gehabt zu haben.

Warst du auch schon mal böse auf deine leiblichen Eltern, weil sie nicht für dich da waren? Oder dich abgaben, ohne Kontakt zu halten?

A.- L.: Ich bin schon sehr dankbar, dass ich das Glück hatte, hier zu sein. Ich denke nicht, dass ich böse auf meine leiblichen Eltern war. Aber ein Ungerechtigkeitsempfinden von nicht beantworteten Fragen ist bis heute da.

Alle adoptionsinteressierten Personen oder Paare sollten sich vor jeder Adoption im Ausland bewusst machen: Das Kind, was man in das eigene Heimatland mitnimmt, reißt man auch aus seiner Kultur. Trotzdem hat es meiner Meinung nach für beide Seiten aber viel mehr Positives.

Hattest du schon einmal durch die Adoption im Ausland Identitätsprobleme?

A.- L.: Identitätsprobleme kommen immer mal wieder. Denn eine wahre biologische Identität ist mir quasi genommen worden. Ich habe dafür eine neue deutsche bekommen.

Somit stellt sich für mich bis heute manchmal immer noch die Frage, wer bin ich.

 Und was wäre aus mir geworden, wenn ich in Äthiopien geblieben wäre. Statt durch eine Adoption im Ausland in Deutschland zu leben.

Wann und warum hast du versucht, deine Eltern (oder nur Mutter oder Vater) zu finden?

A.- L.: Vor 2 Jahren habe versucht, meine Eltern zu finden. Um zu wissen, was genau damals der Grund des Abgebens war.

Aber auch um zu wissen, ob meine Eltern heute noch Leben sind. Denn ich wollte sie auch wissen lassen, dass es ihrem Kind heute sehr gut geht.

Was für gute Erfahrungen hast du durch deine Geschichte und durch die Adoption im Ausland machen können? Wirst du bewundert?

A.- L.: Es ist schon eher selten, dass man zufällig auf adoptiere Menschen trifft. Bewundert werde ich eher, weil ich so stark und positiv damit umgehe.

Ich kenne inzwischen aber auch einige adoptierte Afrikaner aus meiner Heimatstadt. Allerdings mögen nicht alle gern über ihre Vergangenheit oder ihre Auslandsadoption sprechen.

Hast du ungute Erfahrungen sammeln müssen bzw. wurdest du geärgert?

A.- L.: Tiefe bleibende schlechte Erfahrung habe ich zum Glück nicht machen müssen. In der Stadt, in der ich aufwuchs, gab es viel Toleranz. Auch in meiner Schule. Selten wurde ich geärgert oder hörte dumme Worte.

Wenn du andere Personen siehst, die eine dunkle Hautfarbe haben, gibt es das Gefühl von Gemeinsamkeit?

A.- L.: Wenn mich andere farbige Menschen grüßen, denke ich schon, dass sie mich ihrer Meinung nach als ihre Schwester grüßen. Durch ihren Glauben an Gemeinsamkeit.

 Ich habe es aber erst verstanden, als ich das erste Mal für ein dreimonatiges Praktikum in Ost-Afrika war.

 Ich fühle mich auch in Afrika sehr wohl. Ich habe mittlerweile viele Reisen dorthin gemacht. Dadurch merke ich, dass ich dort meine Wurzeln oder Identität ein Stück weit wiederfinde. Das Gefühl der Gemeinschaft ist dort ausgeprägter als in der westlichen Welt. Das spürt man sehr.

Wie haben deine Eltern gegenüber Freunden und Bekannte reagiert, wenn es um das Thema Adoption im Ausland ging?

A.- L.: Wie meine Adoptiveltern reagiert haben, weiß ich nicht genau.

Allerdings gab es einige Rechtfertigungen. Und Erklärungen. Z.B. wenn meine Eltern gefragt wurden, warum ihre Tochter denn dunkel sei. Und ob ich zur Familie gehöre.

Wenn solche Fragen positiv gemeint sind, kann ich sie sogar verstehen.

Und aus anderer Sichtweise betrachtet: Dunkelhäutige Eltern leben beispielsweise in Afrika mit einem weißen Kind. Wenn man sich die Situation von der anderen Seite vorstellt, würde es sicherlich ähnliche Fragen geben.

Wie haben deine Adoptiveltern bei Fremden reagiert, wenn das Thema Adoption im Ausland aufkam?

A.- L.: Im Urlaub mit unbekannten Menschen weiß ich, dass es auch negative Reaktionen gab. Oder abwertend gefragt wurde, …“ ob die da auch dazu gehört“.

Ich selbst mache es immer abhängig von den gestellten Fragen. Bei ehrlich interessiert gemeinten Fragen oder wenn Ungewissheit herrscht, erkläre ich gern meine Situation.

Wenn es negativ gemeint ist, blocke ich einfach schnell ab. Denn ein Gespräch führt dann oft zu nichts.

Wie stellst du dir die Zukunft vor, möchtest du auch ein Kind adoptieren?

A.- L.: Ich kann mir gut vorstellen, ein Kind zu adoptieren. Ich selbst als adoptiertes Kind habe vielleicht sogar noch einmal mehr den Wunsch, mich biologisch selber fortzupflanzen. Um meine Gene und auch das Aussehen in der Familie weiterzugeben. Was ich selber nie hatte. Eine biologische Familie.

Aber ein Baby zu adoptieren, könnte ich mir auch gut vorstellen. Und auch ich bin offen. Es kann auch gern blond sein. Dann wäre es die gegensätzliche Situation zu meiner jetzigen.

Hattest du deinen Eltern irgendwann einmal gesagt, dass sie dir nichts zu sagen haben bzw. nicht über dich bestimmen dürfen? (z.B. in der Pubertät?)

A.- L.: Ja, in der Pubertät als Jugendliche war es schon schwer. Und selbst, als ich dachte, sie sind vielleicht nicht meine richtigen Eltern: Sie bleiben das trotzdem.

Streit gibt es in der Pubertät so oder so. Ob adoptiert oder nicht. Ich bin meinen Eltern einfach sehr dankbar für alles und würde ihnen auch nicht irgendetwas vorwerfen. Es wäre einfach sehr verletzend.

 Aber ich war auch sehr dickköpfig und selbstbewusst in meiner Jugend. ; )

Gab es besonders schöne einzigartige Momente, die du durch deine Vergangenheit und beziehungsweise die Adoption im Ausland erleben konntest?

A.- L.: Schöne Momente sind es dann, wenn ich denke, es geht mir nicht so gut. Dann sehe ich, was für ein Glück meine Adoption im Ausland war: Ich wuchs als Kind in Deutschland auf und bekam alles, was ich brauchte. Dafür kann ich dankbar sein.

Dafür, das ich ein auserwähltes Kind auf Erden war, um auf der richtigen Seite der Welt aufzuwachsen. Diese Sicht hatte ich aber erst später.

Seit dem ich weiß, wie viele Kinder und Jugendliche in anderen oder ärmeren Ländern leben müssen. Auch in Europa.

Beunruhigte dich der Gedanke schon einmal, eine Familie zu haben, die du nicht kennst?

A.- L.: Ja, der Gedanke ist bis heute präsent. Er beunruhigt mich aber nicht, sondern macht mich neugierig.

Denkst du manchmal daran, dass auch Mitglieder deiner Herkunftsfamilie dich suchen könnten?

A.- L.: Ja, ich denke schon. Vorausgesetzt, man weiß, dass es mich gibt. Ich weiß nicht, wie die Familienkonstellation war, als ich geboren wurde.

So ist mir auch nicht bekannt, ob es Geschwister gab oder einer Person, die nach mir suchen wird. Es ist aber auch leider sehr unwahrscheinlich, dass mich z. B Geschwister oder andere Familienmitglieder finden, da es durch die Adoption im Ausland weder Papiere noch Anhaltspunkte von mir gibt.

Mir fehlen also auch die ersten 3 Monate meines Lebens.

Sie fehlen nicht nur mit Fotos, sondern einfach auch mit Erinnerungen oder Erzählungen. Ich würde mich aber freuen, wenn es doch eines Tages klappen würde.

Gerade das wollte ich mit meiner Reise in meine Geburtsstadt herausfinden.

Ich habe zwar meine biologischen Eltern und die Frau, die mich im Kinderheim abgab, nicht gefunden. Dafür habe ich aber das Land kennengelernt. Das Land, in dem mein Leben begann.

Adoption im Ausland - Äthiopien

Was wäre, wenn sie unerwartet Kontakt zu dir aufnehmen würden? Wie würden deine Eltern vermutlich darauf regieren?

A.- L.: Meine Eltern haben mir immer gesagt, sie würden mich immer unterstützen. Und sich freuen, wenn ich meine Eltern finde.

Vielleicht ist die Verlustangst bei meinen Adoptiveltern immer da. Gerade dann, wenn dann doch ein Elternteil oder beide leiblichen Eltern gefunden werden. Für mich wäre es aber, glaube ich, nur eine Bereicherung.

Wie stellst du dir im Besten Fall deine Zukunft in Hinblick auf (d) eine Familie vor?

A.- L.: Ich stelle mir im meinem Idealfall eine Familie vor mit 2- 4 Kindern vor. Ich wollte schon immer eine große Familie haben.

 Ein bisschen mehr Action hätte ich damals schon gerne gehabt. Mit einem Geschwisterteil war es eher sehr ruhig. Da ich Kinder schon immer mochte, freue ich mich darauf.

Ich würde sie gerne international aufwachsen lassen.

Bist du manchmal traurig, dass du deine Wurzeln durch die Adoption im Ausland nicht kennst? Fühlst du dich dadurch benachteiligt?

 A.- L.: Benachteiligt fühle ich mich dadurch nicht. Die Reise in meine Heimat war schon eine große Hilfe. Und ich habe ja auch hier eine neue Identität bekommen. Ich kann mein Leben nicht ändern. Die Adoption war ja mit meinen 10 Monaten nicht meine Entscheidung.

Ich muss damit leben, meine Wurzeln nicht zu kennen.

Und mit einem positiven Blick und mit Humor gesehen: Ich habe das Privileg, aus einem anderen Land zu kommen und doch sehr deutsch zu sein.

Wurdest du schon mal gemieden oder z.B. nicht eingeladen, weil du nicht unbedingt typisch deutsch aussiehst?

A.- L.: Nein, das hatte ich nicht. Aber wenn da ein Verdacht durch die Adoption im Ausland besteht, würde ich es einfach ganz direkt ansprechen. Das ist oft das Beste für beide Seiten.

Musst du dich oft erklären, warum du perfekt Deutsch sprichst?

Ja, fast jede Woche muss ich jemandem erklären, warum mein deutsch so perfekt ist. Meine Antwort ist dann immer: “Ihres aber auch… Dann wird auf beiden Seiten gelacht. Damit hat sich die Frage damit von selbst beantwortet. ; )

Als du in Afrika nach deinen Wurzeln gesucht hattest, war es ein besonderes Gefühl, nicht aufzufallen? Wurde es dir überhaupt bewusst?

A.- L.: In Äthiopien bin ich nicht aufgefallen, weil die jungen Frauen dort auch sehr westlich angezogen sind.

 In anderen afrikanischen Ländern sehen dann doch viele der Einheimischen, dass ich nicht aus deren Land bin. Dort wird oft traditionelle Kleidung bevorzugt. Dort fragt mich die Leute dann, aus welchem Land ich kommen. Sie sagen dann oft, wie nett und hübsch ich sei.

Was würdest du aus deiner Sicht als adoptierte Frau anderen Eltern raten, die gern das Abenteuer „Adoption im Ausland“ wagen wollen?

A.- L.: Ich würde erst einmal nichts raten, denn ein Kinderwunsch kommt von Herzen und aus dem Inneren.

 Man sollte allerdings über alle Eventualitäten in Bezug auf eine Adoption im Ausland Bescheid wissen. Denn auch noch später können negative Folgen in der Entwicklung des Kindes auftreten.

Ich selber habe auch noch keine Kinder. Aber ein Kind zu adoptieren ist doch eine besondere Situation. Es stellen sich viele Fragen, auch für die Kinder. Nicht alle Fragen, die auftreten, können schnell beantwortet werden.

Wie würdest du dir deine Hilfe vorstellen, wenn zukünftige ratlose Eltern zu dir kommen würden?

A.- L.: Wenn ratsuchende Eltern zu mir kommen würden, müsste ich erst einmal wissen, welche Fragen sie an mich haben. Ich würde Fragen in Bezug auf eine Adoption im Ausland aus meiner Sicht versuchen zu beantworten. Und bei Glück kann ich ihnen mit meinen Antworten weiter helfen. Und Mut machen. Deshalb auch dieser Blog.

Anna-Lenas Hilfe

Ob es Menschen sind, die sich auf dem Weg zu einer Adoption befinden, oder aber Adoptiveltern, die mitten in ihrem Familienalltag stehen. Ich würde versuchen, Ängste zu nehmen. Und soweit ich es kann, zu helfen. Mit meinen Erfahrungen. Das ist mir eine Herzensangelegenheit.

Zu guter Letzt…

Erst einmal vielen lieben Dank, liebe Anna-Lena. : )

Es ist so schön zu wissen, dass du deine kostbare Hilfe anbietest!

Und es freut mich sehr für euch – für die zukünftigen Adoptiveltern oder die Eltern von euch, die schon den Weg der Adoption gegangen sind.

Ob bei einer Auslandsadoption oder bei der Adoption in Deutschland. Denn auch hier in Deutschland sind nicht immer alle Wurzeln zurückzuverfolgen.

Wenn ihr Fragen an Anna-Lena und ihre Geschichte habt, schreibt einfach. Sie würde euch sehr gern weiterhelfen. Das hat sie mehr als einmal beteuert. Auch bei schwierigen Fragen in Bezug auf ihre Erfahrungen.

Für lachende Kinderaugen. Und Eltern, die einen oft schwierigen Weg gehen. Für ihren Kinderwunsch. Und für ein Kind irgendwo auf dieser Erde, was warmherzige Eltern sucht.

Adoption im Ausland - ein Herz für dich

Ganz liebe Grüße an euch alle und:

viel Mut bei eurem Kinderwunsch! : )

Bärbel

 

(Bildquellen: “Adoption im Ausland – Anna-Lena”: eigene Fotoaufnahme I “das Findelkind Elzi “: eigene Fotoaufnahme I “Adoption im Ausland und Integration” – cheryholt: Pixabay I “Herkunftsland Äthiopien: 12019: Pixabay I “Anna-Lena heute “: eigene Fotoaufnahme I “ein Herz für euren Elternmut “: congerdesign: Pixabay)
Von der Einschulung und dem Familienglück – ein ganz normaler Dienstag?

Von der Einschulung und dem Familienglück – ein ganz normaler Dienstag?

Nun sind wir also auch dort angelangt. In der Schule. Aber auch vorher schon war das Thema Einschulung sehr oft zu spüren. Nun sollte es aber endlich losgehen. Es gab für den großen Tag noch einiges zu tun. Die Vorbereitungen und der Gedanke an die ernstere weitere Zeit trübten aber selten unser Familienglück. Vielleicht auch, weil Thaio nach einem zusätzlichen Jahr Vorschule jetzt bereit war für den weiteren wichtigen Weg.

Warum ein weiteres Jahr Vorschule auch unser Familienglück bedeutete

Was für eine Aufregung. Und nicht nur bei unserem kleinen und doch schon so großen Adoptivsohn Thaio.

Vor der Grundschule ging Thaio ein Jahr in eine kreative Vorschule. Wir, aber auch die Erzieher und unsere vertrauensvolle Kinderärztin wollten Thaio noch ein Jahr Kinderzeit gönnen.

Er war noch etwas verspielt. Wenn ich ihn etwas fragte, dann blickte Thaio mich manchmal etwas verträumt an. : ) „Was hast du gesagt?“ kam es nicht selten zurück. Ich musste darüber oft lächeln. Es ging ja noch um nichts. Soll er doch träumen, dachte ich mir.

Wie toll ist es, wenn Kinder sich in ihrer Traumwelt entspannen können

Und abschalten, sich abschotten können. Vielleicht sollten Kinder die Erwachsenen lehren, wie es funktioniert. Wie man im Hier und im Jetzt lebt. Und den Druck des Alltags herausnimmt. Vielleicht würden dann die Ärzte weniger Arbeit haben. Uns Erwachsenen würde ein Zurückziehen auch zwischendurch ganz gut tun.

Welcher Gedanke uns noch dazu bewegte, Thaio später einzuschulen: Da Thaio asiatische Wurzeln hat, wirkte er mit seinen sechs Jahren noch sehr zierlich.

So dachten wir denn auch: Wenn er schon in einer der größten Grundschulen eingeschult werden musste, dann sollte er sich auch stark und sicher fühlen. Zumal Thaio auch ein Jahr vor seiner Einschulung auch noch keine rechte Lust zur Schule verspürte.

Er hatte von seinem besten Freund über die Hausaufgaben gehört. Und die fand er jetzt schon “doof”. Vielleicht aber auch, weil wir seit Jahren mit Thaio zur Logopädin gingen. Und er auch dort einige Übungen zu Hause bei uns machen musste.

Vielleicht haben wir es ein wenig übertrieben. Auch wenn Thaio gut mitgemacht hatte und er dadurch seine Aussprache sehr verbessern konnte. Hausaufgaben waren es in seinen Augen trotzdem.

So hatte Thaio noch ein ganzes Jahr ohne Schuldruck. Er bekam neue Freunde, spielte, bastelte. Zu seinem kleinen Unglück wurde in der Vorschule viel gebastelt. Seiner Meinung nach zu viel.

Aber als er immer besser darin wurde, beschwerte er sich zuhause darüber weniger. Er bastelte irgendwann einfach mit. : )

Thaio lernte in dieser verlängerten schulfreien Zeit aber doch, an zwei Tagen in der Woche stillzusitzen. Die Vorschule hatte eine Art kleines Klassenzimmer. Neben den anderen bunten Räumen. Mit kleinen Tischen und Stühlen. Und einer Tafel. Dort fand eine einstündige Lernzeit statt. “Wir üben Schule”. So ungefähr zumindest. Thaio hatte anfangs nicht so viel Lust dazu.

Ein guter Grund, warum die schulfreie Zeit unser Familienglück sicherte

Wie oft hörten wir, dass es schon in der ersten Klasse hier in Bayern „zur Sache ging“. Wir hätten im Nachhinein nicht besser entscheiden können.

Auch deshalb waren wir froh, ihn noch ein Jahr vor der Schule und den Hausaufgaben „zu verschonen“. Denn beides kam unwillkürlich.

Und oft saßen einige Kinder statt der empfohlenen 10 Minuten mehr als eine halbe Stunde daran. Selbst im ersten halben Jahr. Denn Kinder sind (überraschenderweise) ; ) unterschiedlich. Der eine lernt schnell, der andere eher langsam. Schade nur, dass die Schule darauf kaum eingeht oder gehen kann.

Die Zurückstellung sicherte bestimmt unser Familienglück! Je reifer Thaio war, desto einsichtiger gegenüber dem Schulsystem mit all den Verpflichtungen. Hofften wir. Hoffen wir.
Mal sehen, wo wir irgendwann stehen mit unserem Thaio. Aber – alles wird gut. Irgendwann. : )
Unser Familienglück hieß in dieser Zeit noch: freies Reisen. Ohne auf Urlaubszeiten zu achten.

Thailand, wir gehören dir! : ))

Na, zumindest für drei Wochen außerhalb der Ferien gönnten wir uns als Familie noch eine entspannte Auszeit. Und das in einem der schönsten Länder, die ich kenne. Abgesehen von den anderen kleineren Reisen zu unseren Familien und Freunden zwischendurch. Da ich in dieser Zeit noch nicht arbeitete, war natürlich Vieles möglich. Keine so schlechte Zeit ; )

Na, nun änderte sich alles. Und das gehört natürlich dazu.

Allmählich geht es los – Schulvorbereitungen werden getroffen

Nun, ein paar Wochen vor der Einschulung musste noch eine große Einkaufsliste abgearbeitet werden. Wir bekamen sie in einem Einschulungstag mit vielen anderen Informationen in einer schwarzen Mappe überreicht.

Familienglück - Schulsachenkauf

Was mir neu war: In machen Läden nehmen die Verkaufsmitarbeiter die Liste an sich und sammeln alles Fehlende zusammen. Man selbst steht daneben und wartete gespannt auf das, was sich später in der Tüte befinden sollte.

Ich wusste davon natürlich zu spät. In einem Drogeriemarkt konnte ich vorab Vieles einkaufen. Was ich hatte, das hatte ich. Dachte ich.

Aber da ich so neu in dieser Materie war, kaufte ich auch zu viel bzw . falsche Sachen ein. „Mensch Mami …“, hätte Thaio gesagt, wenn er es mitbekommen hätte.

Zu diesem Zeitpunkt wusste ich es allerdings noch nicht, dass Vieles zu viel war. Es war später deshalb auch ein zweiter Einkaufsanlauf notwendig. Ein wenig lästig …

Thaio war zwar bei dem Kauf im Drogeriemarkt dabei, aber er interessierte sich absolut nicht für sein späteres Arbeitsmaterial.

Er spazierte natürlich ganz woanders. In den Gängen mit den Spielzeugen ließ es sich viel besser aushalten. Und schließlich hatte Thaio ja auch Taschengeld in der Hosentasche, was unbedingt und heute ausgegeben werden musste.

Warum unser kleines großes Familienglück oft so viel Macht hatte

Ich fand ihn sitzend vor einem Regal, mit einem flehenden Blick, der sagte: „Bitte. Laß. Mich. Etwas. Kaufen. Irgendwas. Und er sagte dann auch gleich: „Schau Mami, das hier ist so toll!“

Der Süße. Wie er fragt. Und da sitzt. So klein. Unser kleines großes Familienglück. Na gut.

Mami wurde schwach. Im Auto schüttelte ich über meine Inkonsequenz den Kopf. Wieder mal.

Erst ein paar Wochen später kauften wir den Ranzen. Als wir einen stabilen teuren ausgesucht hatten (Nur nebenbei: Wie teuer sind die Ranzen geworden, bitteschön? Und warum??) sah ich es: Die Federtasche war komplett gefüllt.

Keine zusätzlichen Dreikantgriff-Bleistifte und -bundstifte einer ganz besonderen Marke sind gewünscht? Kein extra 15 cm langes Lineal?

Na, zumindest waren keine Pinsel einer speziellen Größe und Marke darin zu finden. Die waren also nicht umsonst gekauft. Ein Glück. Und immerhin.

Und den Tuschkasten, den nahm ich aus unserem Bestand. Ha! Etwas gereinigt sah er fast aus wie neu. „Den muss ich wenigstens nicht neu kaufen!“ dachte ich innerlich triumphierend.

Böseböse. Und von einer anderen Marke war der Tuschkaschen auch. Kein Lami. Schlimm, diese Eltern mit ihrem eigenen Kopf ; ) Das fängt ja gut an …

Ich konnte förmlich das nachdenkliche Kopfschütteln der Lehrerin sehen

Also, alles in Allem: Wir hatten irgendwann die Liste abgearbeitet. Und ich war fast stolz, meine Hausaufgaben trotz Korrektur so gut erledigt zu haben. Nun noch alles schick beschriften und das Ganze am 2. Schultag abgeben. Feeeertig!

Und dann war es soweit:
Thaio kam nach knapp zwei Wochen Hamburg wieder zurück nach Hause. Begleitet von beiden Omis, die bei der Einschulung dabei sein wollten. Wir hatten ihn zwei Wochen vorher zu meiner Mutter gebracht, weil wir arbeiten mussten.

Auch das war eine zukünftig eine neue Situation für uns: die Ferienüberbrückung. Wer hatte schon 13 Wochen Urlaub im Jahr? …

Aber nicht nur deshalb ist Thaio zu einer der Omis gefahren. Thaio hatte es sich sehr gewünscht! Er wollte gleich vier Wochen bleiben. Vier??? Nein, sag mal, das ist zu lange!

Wir Eltern hatten eine viel größere Sehnsucht, wie es schien. Wieder ein Beweis, das Thaio ein gutes Bindungsverhalten in sich trug. Wie wichtig für seine Zukunft!

Nun waren sie da – wie toll! Mit unserem Familienglück im Gepäck!

Ich stand auf dem Bahnsteig und sah sie kommen. Tränen stiegen in meinen Augen auf. So lange war ich noch nie von Thaio getrennt. Jetzt bloß nicht noch weinen.

Es war so schön, alle wieder zu sehen. Besonders natürlich unseren kleinen Schatz, unser Familienglück.

Wie hatte er hier gefehlt. Es war so still… Und trotzdem wir die Freiheit hatten, viel zu unternehmen: Dirk und ich waren die meiste Zeit zu Hause. Allein. … Seltsam. Zum Glück ist er wieder da! : )))

Mittags war schon einer meiner Brüder mit seiner Freundin angereist. Die Gäste für das Einschulungs-Event waren nun alle komplett. Wir gingen für den Rest des Tages in den benachbarten Biergarten und ließen uns von der Sonne wärmen. So konnte es weitergehen.

Die Einschulung war da – Thaios großer Tag konnte beginnen!

Nun ging es los. Morgens gab es ein kurzes Frühstück. Alle waren noch etwas müde vom Vortag. Versehentlich hatte ich eine Wanderroute gewählt, die für den einen oder anderen ein wenig zu sportlich war. Und zu lang. Aber der Ausblick oben in den Bergen war schön : )

Liebe Mutti, nächstes Mal plane ich besser, versprochen! : )

Familienglück -Wanderung

Nun wurde Thaio schick gemacht. Ich hatte vorher in Thaios Abwesenheit ein kleines lässiges Sakko und ein neues weißes Hemd gekauft.

Da will sich die Mami nichts nachsagen lassen. : )

Aber: Ich fand wirklich, Thaio sah toll aus. Und schon so groß. Ich begutachtete ihn stolz. Hübscher Bengel : ) Wie alle Mütter ihre Kinder stolz bewundern. Und sich über ihr Glück freuen.

Schule: Nun mussten ihn Thaio für den Großteil des Tages in andere Hände geben. Und er wird nun nicht mehr nur von uns oder vorsichtigen stets schlichtenden Erziehern begleitet. Ab jetzt muss er sich selbst durchkämpfen.

Ich bin sicher, er schafft es. Ich bin auch überzeugt, dass es nicht immer leicht sein kann.

So zogen wir irgendwann pünktlich los. Thaio mit seiner Schultüte, die für ihn riesig war. Wie oft hatte er gefragt, was denn da drinnen sei. ; )

Nun hielt er sie stolz im Arm bei den vielen Fotos. Mal mit dem Omas, mal mit meinem Bruder und seiner Freundin, mal mit uns Eltern. Und mit allen zusammen natürlich auch noch, natürlich ; ).

Thaio war sehr ruhig und schaute fast immer in die Kamera. Auch ohne eine Grimasse zu machen. Für diese Bilder war es natürlich Gold wert. : ) Unser Thaio scheint für diesen Schritt nun wirklich bereit zu sein.

4 Gründe, warum wir uns für eine der größten Grundschulen entscheiden mussten

Wir parkten in der Nähe der Schule gingen über den mit Menschen übersäten Schulhof.

Sieben ersten Klassen wurden an diesem Tag eingeschult. Ursprünglich neun. Neun Klassen! Aber es haben sich sicherlich nach der Anmeldung bei der Sprengelschule auch viele Eltern für Privatschulen entschieden.

Als wir von den neun einzuschulenden Klassen hörten, wollten wir Thaio auch irgendwie davor schützen. Bei meiner Einschulung waren es damals nur vier Klassen. Neun war in unseren Augen eindeutig zu viel.

Es ist eben eine der größten Grundschulen im Umkreis.
Aber was muss das für ein lautes Chaos sein. Ist Thaio da nicht gleich überfordert? Warum teilt man solche Schulen nicht, zumal wir hier schon 5 km zur Schule fahren.

Aber Schulen haben keine Lobby. Und so musste man nehmen, was man bekommen konnte. Selbst durch Elterninitiativen wurde nichts erreicht.

Auch wir haben uns einige andere Schulen angesehen. Und mussten Folgendes feststellen:

• Manche waren viel zu teuer,
• manche für uns zu streng gläubig.
• Und bei all diesen Schulen: über Jahre Wartelisten. Für manche dieser Schulen waren wir zu spät.
• Für alle Privatschulen galt: oft zu weit entfernt.

So versuchen wir es hier, an der Grundschule für unseren Einzugsbereich. Und hoffen, es passt zu unserem Familienglück. Der Ruf ist zumindest gut.

So ging unser kleines Familienglück mit seiner riesigen Schultüte durch die große schwere Tür

Wir gingen an einem leckeren Kuchenbuffet vorbei. Na, dann erst mal natürlich zu den Listen, an denen man die Namen der einzuschulenden Kinder suchen und im Idealsfall finden sollte.

Ha, da steht er drauf. Nun sahen wir auch einige Kinder, die Thaio aus seinem Kindergarten von vor 2 Jahren kannte. Vier Kinder. Und sie werden auch in Thaios Klasse gehen. Wie toll!

Ich konnte es bei der Anmeldung angeben und es hatte geklappt. Das freute mich für ihn!
Dann ist er nicht ganz unbekannt und brauchte nicht ängstlich zu sein.

Irgendwann nach einer Durchsage wurden die Kinder von ihren Klassenlehrern abgeholt und in die Klassenräume gebracht. Ich war sehr gerührt, als Thaio sich in die Schlange einreihte.

Da gingen sie mit ihren großen Tüten, ihren noch viel zu großen Ranzen und einer großem Portion Aufregung hinter ihrer neuen Bezugsperson her. In das Gebäude mit der schweren Tür, dass er ganz bald in und auswendig kennen wird.

Familienglück - Einschulung

Alle bis auf sehr wenige Lehrer hatten Dirndlkleider oder Tracht an. War es hier in Bayern immer so? Ich hoffte, dass die Lehrerin fair und freundlich mit den Kindern umgeht. Egal ob mit oder ohne Dirndl.

Wir verbrachten die Zeit auf einer Parkbank in der Nähe der Schule. Ein wenig Kuchen nahmen wir dorthin mit. Die Kinder aus anderen Klassen kamen zur Pause heraus. Es war spannend zu sehen, wie sie sich ihre Zeit vertrieben.

Hatte sich in dem Schulsystem aus unserer Zeit zu heute wirklich so wenig verändert?

Einige Jungs hatten einen Ball dabei und spielten Fußball. Und die Mädchen standen in kleineren Gruppen zusammen und unterhielten sich. Manchen Mädels gingen unaufhörlich redend spazieren.

Ich musste innerlich lachen: Wie bei uns früher. Sehr sehr ähnlich. Und wir haben es auch geschafft. Hatte sich nichts verändert? Alles wird gut. : )

Nach 1,5 Stunden waren unsere süßen Erstklässler wieder da. Sie wurden wieder an den Stellen mit den Namenslisten abgegeben.

In einem Gottesdienst in der nahen Kirche wurden die Kinder auf die weitere Schulzeit eingestimmt. Dann war das Schulprogramm beendet. Ab morgen ging dann der Schulalltag los.

Das Wetter war herrlich sommerlich. Was hatten wir für ein Glück! Nun konnten wir noch ein wenig zusammen feiern. Unser Familienglück mit einem kleinen Teil unserer Familien.

So saßen wir im Garten eines Restaurants und genossen unsere Familienidylle. Nun wurde endlich – endlich – die Schultüte ausgepackt! Einige kleine Bücher, ein paar Süßigkeiten und auch etwas Lego zum Spielen fand Thaio darin. Er strahlte. : ) Unser Schuljunge!

Zur Feier des Tages durfte Thaio eine Haxe für sich ganz allein bestellen. Sonst wird immer mit dem Papi geteilt, weil es viel zu viel ist. In diesem Fall wollte Dirk dann helfen. Der Tag sollte halt Besonders ein. Wir Erwachsenen stießen mit dem neuen Schulkind an.

Thaio, nun wirst du groß!

Auf eine tolle Schulzeit – auf unseren kleinen großen Erstklässler!

Thaio ist in dieser Richtung schon ein wirklicher Bayer. Haxe, gern mit viel Fett unter der Schwarte, Fleisch im Allgemeinen und Weißwurst – das passt alles. Dann eine Butterbrezn dazu und die Welt ist in Ordnung. Thaio ist auf jeden Fall in Bayern angekommen. ; )

Und was musste noch am allerersten Schultag gemacht werden? Hausaufgaben!

Familienglück - 1.Schularbeiten

Ich konnte es kaum glauben. Heute? Am ersten Tag, an dem viele Verwandte und Freunde der Erstklässler von weit her angereist waren, um mit dem neuen Schulkind zu feiern?

Ich verstehe diesen Ehrgeiz nicht so ganz. In meinen Augen hätte es am nächsten Tag gereicht. Oder in der nächsten Woche. Na, vielleicht klärt sich ja im Laufe der Jahre, warum es so gehandhabt wird.

Auf dem kommenden Elternabend werde ich es nicht ansprechen. Noch nicht ; )

Denn nun heißt es wohl: Unterordnen. Was mir auch meine Freundin gestern aus Stuttgart riet. Man würde nur den Kürzeren ziehen, wenn man zu viel in Frage stellt. „Sei lieb und nett. Alles andere ist vergebens.“ Sie ist schon mit ihren Kids vier Jahre weiter. Und da hat sie sicherlich einiges mitbekommen.

Na, ich versuche es positiv zu sehen. Hoffen wir einfach einmal, das alles ganz gut läuft, oder? Für unser Familienglück. : )

Was bedeutet eigentlich Familienglück?

Für jeden sicherlich etwas anderes. Aber für uns: unsere Familie.

Bei dem Familienglück Synonym sagt das Internet, Familienglück ist ein glückliches zufriedenes Dasein einer Familie, häusliches Glück. Dazu gehören Verlässlichkeit, gegenseitiger Respekt, Ehrlichkeit, Vertrauen, Empathie und Gelassenheit.

Auch wenn nicht jeder Tag perfekt ist – die Basis stimmt. Und versuchen unser Familienleben so gut wie möglich zu leben. Wie so viele andere auch. Ob sie nun adoptierte Kinder haben oder nicht. Familienglück.

Wir hoffen, dass es auch jetzt so weitergeht. Trotz Schulzeit und mit allem, was damit verbunden ist.

Dies ist ein Blog, der dir nicht vorführen soll, dass alles immer perfekt bei uns ist. Denn das kann es ja gar nicht sein.

Dieser Text ist als ein kleiner Einblick gedacht. Um dich daran teilhaben zu lassen, wie ich oder wir als Familie manche Abschnitte erleben. Mit unserem Adoptivkind Thaio, der nun schon fünf Jahre bei uns ist.

Vielleicht bist du auch schon mitten in einem Adoptionsverfahren, oder du überlegst noch, wie es bei dir und mit deinem Familienglück weitergehen könnte.

Du bist für beide Gedanken genau richtig hier. Und weißt du was? Falls du Fragen manchen zu Vorgängen oder Erlebnissen hast, melde dich einfach. Ich bin hier – für dich. Und dein Glück. : )

Liebe Grüße an dich!
Bärbel

 

(Bildquellen: “Einschulung”: eigene Fotoaufnahme I “Schulvorbereitungen “: eigene Fotoaufnahme I “Familienwanderung – Familienglück”: eigene Fotoaufnahme I “unser Schulkind “: eigene Fotoaufnahme I “erste Hausaufgaben “: eigene Fotoaufnahme)
Warum das Wort Kinderglück eine große Bedeutung für uns hat

Warum das Wort Kinderglück eine große Bedeutung für uns hat

Wir hatten gerade vor einiger Zeit ein jährliches Adoptionstreffen für thailändische Kinder und ihre Eltern. In dieser Zeit geht mir immer das Herz auf. Das Miteinander, Füreinander da sein, die Herzlichkeit sind sehr emotional. Und nicht nur bei mir löst es besondere Gefühle und Erinnerungen aus. Kinderglück hat in meinen Augen eine andere besondere Bedeutung durch eine Adoption.

Kinderglück – so sahen wir Adoptiveltern es zu Beginn

Meine beiden Männer, klein wie groß, sind gerade zum Schwimmen gefahren. Weil es heute hier in Strömen giesst. Wie kann das im Süden Deutschlands sein? Und im Norden wissen unsere Familie und Freunde kaum noch, wie es sich anfühlt, der kühle Guss von oben. : ) Und müssen anfangen, Wasser zu sparen. Verrückte Welt.

So nutze ich die Zeit, um über ein Thema zu schreiben, was ich sehr mag.

Über das Kinderglück.

Natürlich wird es unterschiedlich empfunden.

Wir Adoptiveltern haben aber wahrscheinlich ein anderes Bild vom Kinderglück: Irgendwann nach langer – ewig – langer Zeit ein Kind zu bekommen, das war für uns Eltern unser Kinderglück.

Auch wenn unser kleiner Junge schon zwei Jahre alt war, sicher stehen und gehen konnte und nur wenig Hilfe beim Essen brauchte.

Wir waren und sind immer noch Exoten in unserem Vorhaben Adoption. Keiner in unserer Familien oder bei unseren Freunden hat ein Kind adoptiert. Dort lief alles meist wie geplant.

Bei uns war es anders. Und deshalb freuen wir uns sehr, wenn wir das Kinderglück mit anderen Adoptivkindern und dessen Eltern teilen können.

Unser Adoptionstreffen ist eine große Portion Kinderglück

Einmal im Jahr wird ein Adoptionstreffen organisiert. Nur für Kinder aus dem Herkunftsland Thailand und ihre Adoptiveltern. Meist übernehmen ein oder zwei Elternpaare die Planung.

Es kann deshalb auch überall in Deutschland stattfinden. Dieses Mal war es zum Glück nicht ganz im Norden, sondern mittig. Gefahren sind wir trotzdem lange. Blöde Baustellen …  ; )

6-7 Stunden Anreise für ein kurzes Wochenende ist eigentlich viel zu lang. Aber für uns alle geht es um die gemeinsame Zeit. Und gerade auch für unseren Thaio. Er kennt die anderen Kinder nun schon seit einiger Zeit. Und hat Freude daran, sie wieder zu sehen.

Einen Jungen in seinem Alter, den Jay, hat er als seinen besten Freund gewählt. Die beiden sind ein Herz und eine Seele. Auch wenn sie mal streiten. Im nächsten Moment passt es wieder.

Was für andere Eltern so selbstverständlich ist, ist bei Adoptiveltern komplett anders. Für die meisten der Adoptiveltern geht das Herz auf, wenn sie die vielen tobenden dunkelhaarigen Kinder mit ihrer samtbraunen Haut beobachten.

Für uns Eltern ist das Kinderglück.

Mir steigen im ersten Moment immer die Tränen auf, wenn wir aus dem Auto steigen. Und die schon vorher angekommenen spielenden Kinder sehen. Große wie kleine Kids. Wann sich das wohl ändert?

Hoffentlich nie.

Denn ich möchte es immer wertschätzen, dass wir unseren Thaio haben. Wir wollen ihn nicht auf einen Sockel stellen, nicht in Watte packen.

Nein. Auf keinen Fall.

Aber es niemals als gegeben hinnehmen, so ein Glück gehabt zu haben. Und unsere eigene kleine Familie weiterhin haben zu dürfen. Schmerz und Kummer gab es vorher schon mehr als genug. Nun sind andere Gefühle dran. Nun sind wir dran : ) Mit dem Vorhaben Kinderglück.

Strahlende spielende und freudige Kinder zu sehen, die mit ihren Adoptiveltern für dieses Treffen aus allen Teilen Deutschlands angereist sind? Ein warmes Gefühl. Voller Freude, all diese Kinder mit einem gemeinsamen Nenner zu beobachten.

Und wenn Thaio Jay dabei entdeckt? Dann ist es ebenfalls Kinderglück pur.

Warum Adoptiv-Teenager trotz ihres Alters noch immer an dem Treffen Spaß haben

Bei diesem Treffen sind auch Kinder dabei, die von ihrem Alter aus allein zuhause bleiben könnten. Sie sind 16, 17 Jahre alt. Manchmal schon erwachsen.

Aber viele von ihnen kommen immer noch mit. Zu diesen regelmäßigen Treffen der emotionalen Art. Weil sie andere Freunde ihres Alters treffen, die ähnlich aussehen wie sie. Es verbindet sie einfach.

Nicht alle von ihnen interessieren sich noch sehr für ihre Vergangenheit. Aber sie freuen sich, sich wieder zu sehen. Denn oft ist es halt nur einmal im Jahr möglich, sich zu treffen. Neben der “social media” Hilfe natürlich ; ).

Bei diesen großen Kindern begann es auch mal wie zwischen Thaio und Jay. Mit einer losen Freundschaft, die immer intensiver wurde.

Inzwischen bleiben die Teenager bei dem Adoptionstreffen meist länger wach als ihre Adoptiveltern. Oder sie gehen in die nächstgelegene Stadt, um zusammen Zeit zu verbringen. Ohne die kleineren Kinder oder Eltern. Verständlich. : )

So kommt es sicherlich auch irgendwann bei uns. In diesem Jahr wie in den nächsten ist es noch anders.

Wichtig ist bei Thaio noch das Fussball spielen, gemeinsam (und ganz wichtig: selbständig!) Eis kaufen und genießen und das Toben.

Spät abends fallen dann alle totmüde in ihre Betten. Nach dem Stockbrot-Grillen natürlich : )

kinderglück - abends grillen

Aber ausschlafen? Nicht dran zu denken. Selbst unser Langschläfer Thaio weckte uns mit einer klaren wachen Stimme und den Worten: „Ich bin fertig.“ Wohlgemerkt fertig mit dem Schlafen. Leider. Und dann: “Ich glaube, ich habe Jay gehört! Darf ich aufstehen?” Um sieben. Aber genug gestärkt für das Spielen mit seinem besten Freund. “Na, dann los. Aber vorher anziehen, bitte.” : )

Dieses Thema ist für jedes Elternpaar und ihr Adoptivkind überlebenswichtig

Die Gespräche zwischen den Adoptiveltern sind interessant. Manche Themen nimmt man auch speziell zu diesem Treffen mit.

Denn wo kann man sein Kinderglück und seine Sorgen besser teilen als hier? Bei dieser Veranstaltung versteht jeder jeden. Das ist ein schönes Gefühl. Und es gibt ein Verständnis. Gegenseitig und unausgesprochen.

Auf dieser Veranstaltung werden Vorträge organisiert. Dadurch nehmen wir immer noch einmal wichtige Themen für uns und unser Zusammenleben mit. Auch wenn wir denken, wir haben schon Vieles gelernt.

Dieses Mal ging es unter anderem über frühkindliche Bindungen.

Ein Thema, womit sich jedes Adoptiv-Elternpaar auseinander setzen muss. Trotz großem Kinderglücks. Denn eine Bindung bedeutet bei Adoptivkindern so viel mehr.

Und sie ist bei Adoptivkindern manchmal schwierig. Es ist nichts, was man als Tablette einnehmen kann.

Es gibt keinen Knopf, der Vergangenes ungeschehen macht.

Kummer, Traurigkeit und Wut sind manchmal in dem abgegebenen kleinen Mensch fest verschlossen. Und der Schlüssel ist hübsch versteckt. Unter vielen anderen Eigenschaften des Kindes. Suchen und Finden ist angesagt.

Nicht jedes Kind versteht und empfindet im ersten Moment: „Das sind meine neuen Eltern. Ich brauche keine anderen Bezugspersonen mehr. Ich kann mich auf sie jetzt immer verlassen. Sie werden jeden Tag für mich da sein. Ich bin endlich nicht mehr allein für mich verantwortlich.“

Selbst zwei Lebensjahre sind so gravierend. Und die ersten sind die wichtigsten. Sagt man. Diese Aussage macht Mut. ; )

Das Vertrauen muss langsam wachsen. So dass sich irgendwann hoffentlich das gemeinsame vertraute Familienglück einstellt.

Wenn ich daran denke, dann fühle ich meine anfängliche Unruhe wieder. In der ersten Zeit nach der Abholung kannten wir Thaio ja noch nicht. Und hofften einfach, dass es alles irgendwie klappt.

Für unser Kinderglück, unsere gemeinsame Zukunft.

Aber: Es kann alles gut werden. Nur Mut.

Eine Garantie gibt es übrigens nicht. Zumindest nicht für etwas Emotionales im Leben. Und übrigens auch nicht bei leiblichen Familien. Denn auch sie haben manchmal eine schwierige Zeit. Das ist das Leben. Irgendwie.

Warum Kinder auch allein mit ihren Väter Zeit verbringen sollten

Einige Wochen vor diesem Treffen war Thaio mit seinem Papi zelten. Auch das wird regelmäßig von einer Gruppe organisiert. Ein tolles Event.

Entstanden ist es aus einer Laune heraus. Väter aus dem früheren Kindergarten fahren noch immer zu einem Campingplatz und verbringen ein Wochenende zusammen.

Auf einer Insel mitten in einem See. Wunderschön. Sagen mir zumindest die Bilder. Denn wir Mütter sind nicht dabei.

Vorher werden die Campingsachen auf dem Dachboden inspiziert. Dann wird wichtig gepackt.
Wichtig, damit alles möglichst in eine noch kleinere Tasche passt.

Ich würde anders packen. Das ist klar. Mütter würden generell anders packen. Aber deshalb sind wir ja auch nicht dabei. Damit alles nicht so kompliziert wird.

Na, zumindest gibt es bestimmt den Gedanken. ; )

Kinderglück - Vater-Sohn-Zelten

Ich kann es verstehen. Lass sie nur machen. Denn Männer sind oft mit sehr viel weniger zufrieden. ; )

Ich glaube ja auch fast: Das Vater-Kinder-Gespann, was mit dem meisten Gepäck ankommt, hat eine Wette verloren. Und muss zwischendurch mal einen gesunden Salat essen.

Denn es ist per Fotos bewiesen, die manchmal wahrscheinlich eher unabsichtlich durchsickern: Es gibt ausschließlich Grillfleisch, Marshmellows und Nutella. Und Ketchup. Über Getränke spreche ich hier einfachheitshalber lieber nicht. : )

Aber auch das ist Kinderglück. Und von beiden Seiten aus. Freiheit pur.

Ich habe nur darum gebeten, Thaio nicht nur im Wasser zu lassen. Und bitte möglichst ohne Erkältung und gesund wiederzukommen. Auch gern beide.

Dirks Gesicht habe ich bei dieser Bitte vermieden anzusehen. Gefühlt hatte ich seinen Blick natürlich trotzdem auf mir: „Du übertreibst wieder sehr …“ grummel… Gesagt hat er nichts. Tapfer. ; )

Sie hatten viel Spaß zusammen.

Auch wenn ungesund gegessen, zu lange im Wasser gebadet wurde und kein Kind mehr als 6 Stunden schlief. Auch Väter mit 3 Kindern waren dabei. Hat anscheinend alles geklappt. Na, soweit wir Mütter informiert wurden. ; )

Egal. Ein Wochenende. Das schadet auf keinen Fall. Auf Bildern sieht man Nutella-verschmierte glückliche Kinder: Kinderglück pur. Darum geht es halt. Und das andere Leben mit der Seife kommt dann halt danach wieder.

Warum ich für dich über Kinderglück schreibe

Nun kommen sicherlich die zwei gleich vom Schwimmen zurück. Thaio hat bestimmt Einiges zu berichten. Und auch eine Menge Spaß gehabt.

Nächstes Mal bin ich wieder dabei. Aber heute war die Zeit nur für die beiden Männern sicherlich auch ohne mich schön gewesen. Ich habe Thaio ja viel öfter für mich. Ich gönne Dirk diese Zeit allein mit Thaio auch sehr. Mein tolles Vater-Sohn-Gespann.

Kinderglück - Ausflüge per Rad

Ha, und aufgehört zu regnen hat es auch, sehr schön! : )

Aber warum schreibe ich speziell über unser Kinderglück?

Ich möchte dir Mut machen, nicht nur auf andere Eltern und deren Kinder zu schauen. Und dich dadurch immer unglücklicher zu fühlen. Sondern deine eigene Familie zu planen. So weit es geht natürlich. Denn einfach ist es nicht immer. Aber eine Adoption ist nicht aussichtslos. Das höre ich von vielen Frauen, die mir schreiben. Und ich weiß es selbst. Durch unsere Erfahrung. Trotzdem:

Jede Frau hat ihre eigene Geschichte

Keine von ihnen möchte oder kann ich hier erzählen. Aber was ich berichten kann: Sie wagen es einfach. Sie trauen sich, diesen manchmal langen und unsichereren Weg der Adoption zu gehen.

Zu Beginn wissen sie nicht, ob alles wahr wird, was sie sich erträumen. Aber sie finden sich nicht mit ihrem Schicksal ab. Weil der Weg ohne Kind und ohne Kinderglück vielleicht schwerer zu ertragen wäre. So zumindest war es bei mir oder uns gewesen.

Eine Gewissheit hatten wir auch nicht. Aber irgendwann wussten wir von der Adoption. Und ab diesem Zeitpunkt wollten wir auf keinen Fall nur zuschauen, wie andere ihre Familien gründen. Wir wollten endlich selbst beginnen.

Wenn man etwas plant und unternimmt, dann vergeht die Zeit in dieser Situation sinnvoller. Und gefühlt und wie durch ein Wunder tatsächlich langsamer.

Wenn du nichts organisierst oder zielgerichtet ansteuerst, dann läuft die ungenutzte Zeit meiner Meinung nach viel zu schnell. Kostbare Zeit, die du bei einem Kinderwunsch nicht immer übrig hast.

So zumindest habe ich es empfunden. Und ich war froh, immer einen Schritt weiter in Richtung Adoption und zu unserem Kind zu gehen. Und weiter zu planen.

Wenn du aber anderer Meinung bist und denkst, es ist nicht dein oder euer Weg, dann ist es absolut in Ordnung. Denn natürlich solltest du hinter einer Idee stehen. Keiner wird dich dafür verurteilen. Vielleicht werden manche dich eher dafür bewundern.

Nur du selbst kannst entscheiden, was du möchtest und richtig für dich ist.

Wenn ich dir Mut machen, dir helfen kann oder einfach in einigen Sachen beistehen sollte, dann melde dich aber gern. Ich bin hier. : ) Durch meine Erfahrungen kann ich dich dann sicherlich in deinem Vorhaben “Familiengründung – Kinderglück” hilfreich unterstützen.

Liebe Grüße an dich
Bärbel

 

(Bildquellen: “Kinderglück bei Ausflügen”: eigene Fotoaufnahme I “emotionales Adoptionstreffen “: eigene Fotoaufnahme I “Kinderglück – Zelten nur mit Papi”: eigene Fotoaufnahme I “Kinderglück – gemeinsam genießen”: eigene Fotoaufnahme)
Adoption Altersgrenze – wie lange hast du eine Chance auf dein Adoptivkind?

Adoption Altersgrenze – wie lange hast du eine Chance auf dein Adoptivkind?

Sich für eine Adoption zu entscheiden, ist ein großer Schritt. Aber hast du auch mit einem höheren Alter die Möglichkeit, ein Kind zu adoptieren? Wie stehen deine Chancen?
Für diesen Blog habe mir das Thema Adoption Altersgrenze noch einmal angesehen. Weil es eine sehr wichtige Voraussetzungen für die Adoption ist. Denn das Alter entscheidet schon im ersten Schritt einer Adoption, ob es für dich sinnvoll ist, dich für ein Kind zu bewerben.

Du hast auch für eine Adoption entschieden – herzlichen Glückwunsch!

So wie wir : )
Ha, endlich hatten wir unseren Weg gefunden! Den Weg zu unserer Familie!

Mit einem etwas außergewöhnlichen Weg – wir wollten ein Kind adoptieren!

Die Entscheidung war gefallen. Alles andere war bei uns offensichtlich hoffnungslos. Die Verzweiflung holte mich nach dieser Erkenntnis ein. Eine Schwangerschaft und somit ein leibliches Kind waren ausgeschlossen. Schweren Herzens mussten wir es irgendwann einsehen.

Aber ein Leben ohne Kind? Nein!!!! Bitte nicht. ☹

Aber nun wurde ja alles gut. Eine Adoption schien die Lösung zu sein. Wir werden bald eine kleine Familie werden. Erklärte ich mir innerlich.

Oder?

Wir kannten keinen um uns herum, der ein Kind adoptiert hatte. Aber warum es nicht trotzdem wagen?

Und unsere Freunde und Bekannte brauchten nach so einer Lösung ja auch nicht zu suchen. Sie bekamen einfach Kinder. Scheinbar unkompliziert.

Und so war es auch nicht verwunderlich, dass einige wenige ihre Bedenken äußerten: Was wird es für ein Kind sein? Wie viel Vergangenheit bringt es mit? Und wie sieht seine Vergangenheit überhaupt aus?

So war es halt. Hätte man vielleicht lieber nichts davon erzählt. Denn diese Gedanken waren uns ja auch nicht neu. Und sie beunruhigten uns natürlich auch.

Natürlich dachten wir daran, dass es vielleicht schwieriger sein könnte, als wir uns zutrauten. Aber musste denn alles negativ enden, was wir in Sachen Kinderwunsch begannen?

Und hatten nicht gerade diese Kinder erst Recht eine gute 2. Chance auf einen Neuanfang verdient?

Na klar! In unseren Augen auf jeden Fall.

Vielleicht dann in Zukunft mit uns als Adoptiveltern!

Warum denn nicht?

Umso mehr begeistern mich Familien, die trotz eigener Kinder noch weitere fremde Kinder aufnehmen. Ob Pflegekinder oder spätere Adoptivkinder.

Liebe „gemischte“ Familien:

Ihr habt meine volle Bewunderung, denn ihr habt ein außergewöhnlich großes Herz! : )

Adoption Altersgrenze – wie wir im 1. Schritt daran scheiterten

Es ging für die Erfüllung unseres großen Familienwunsches zu einer Informationsveranstaltung ins Jugendamt.

Guter Dinge hatten wir uns auf den Weg gemacht. Von der Firma, in der Dirk und ich beide arbeiteten, war es nur ein Katzensprung. Die Sonne strahlte. Alle Zeichen standen auf Hoffnung.

Gut gelaunt, aber auch etwas nervös setzen wir uns zu den anderen adoptivwilligen Paaren.

Um dann zu erfahren, dass wir? …

… zu alt waren.

Für eine Adoption in Deutschland zumindest war ein Erfolg fast ausgeschlossen. Es würden jüngere Paare bevorzugt werden. Weil man es sich einfach aussuchen könne. Es gab einfach zu wenige Kinder für die vielen Adoptionsbewerber, wurde uns erklärt.

Adoption Altersgrenze - ein Rückschlag

Irgendwann endete die Veranstaltung, die in unseren Köpfen so positiv begonnen hatte. Sehr traurig war ich. Ich hatte mich so auf unsere Zukunft mit einem neuen Ziel gefreut. Unvorsichtigerweise.

Aber wie konnte es eine solche Wendung geben – innerhalb von zwei Stunden?

Zu alt? Mit 37 Jahren? Dirk war 36 Jahre alt. Sind wir dadurch schlechtere, vielleicht unfähige Eltern mit unserer angesammelten Lebenserfahrung? Wegen ein paar Jahren Altersunterschied zu anderen Bewerbern? dachte ich frustriert.

Adoption Altersgrenze – scheiterten wir nun daran?

Sehr enttäuscht und geknickt verließen wir das Jugendamt. Wieder stand ein großes Stoppschild auf unserem Familienwunschweg. Warum denn nur immer?

Adoption Altersgrenze – darfst auch du noch ein Kind adoptieren?

Nun kann ich zum Glück schreiben, dass die Altersgrenze hochgesetzt wurde. Und eine wirklich offizielle Grenze gibt es eigentlich auch nicht.

Aber es gibt eine Altersempfehlung. Und die besagt, dass der Altersunterschied von Kind zu den annehmenden Eltern nicht mehr als 40 Jahre betragen sollte.

“Es muss in jedem Fall ein Eltern-Kind-Verhältnis herzustellen sein. Personen, die weit über 40 Jahre alt sind, haben wenig Chancen, einen Säugling oder ein Kleinkind zu bekommen” (…) „Nach unten ist das Alter jedoch festgelegt, so muss einer der Partner mindestens 21 und der andere 25 Jahre alt sein.“ erklärt eine Adoptionsvermittlerin (…).

Ausnahmen gibt es natürlich immer. Vielleicht wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.
Dann könnte es so sein: Trotz vorangeschrittenem Alter bringst du als Bewerber genau die richtigen Eigenschaften für die Umstände des Kindes mit. Und dann passt es.

Ich hatte Eltern kennen gelernt, die auf diesem Weg Eltern eines Babys wurden. Ein wirklicher Traum natürlich.

Für manche Kinder sind Eltern mit ihrer „Lebensweisheit“ sicherlich hilfreicher. Sie bringen einfach stetig gewachsene Charaktere mit, die jüngere Eltern meist noch nicht haben können. Adoption Altersgrenze: Es gibt also auch viele Vorteile als älterer Bewerber. : )

Trotz alledem werden auch nach unseren Erfahrungen oft jüngere Paare bevorzugt.

Adoption Altersgrenze – ist vielleicht eine Auslandsadoption der richtige Weg für dich?

Bei der Informationsveranstaltung im Jugendamt wurde dann noch über eine Adoption im Ausland gesprochen. Ein wenig nebenbei, wie ich fand. Man verwies uns auf die Zusammenarbeit mit einer Adoptionsvermittlungsstelle. Die Zusammenarbeit des Jugendamtes entstand in diesem Fall nach dem Kontakt zur Adoptionsvermittlungsstelle.

Zu Anfang waren wir skeptisch. Wir hatten darüber überhaupt noch nicht nachgedacht. Eine Adoption im Ausland? Was war das jetzt wieder für ein Weg?

Warum konnte es nicht der andere sein, der so unkompliziert schien? Denn die Adoptionsvermittlungsstellen befanden sich nach einiger Recherche nicht unbedingt um die Ecke. Man musste dahin reisen. Oder einiges über den E-Mail-Weg lösen. Soweit es ging natürlich.

Nachdem wir uns irgendwann doch aufgemacht hatten – zu der Auslandsadoption – wussten wir: Hier ist unser Alter zwar nicht unwichtig, aber wir werden vielleicht mehr Erfolg haben.

Es werden im Ausland weit mehr Kinder abgegeben und dadurch mehr Eltern gesucht.

Auch wenn der Weg zu einem Kind grundsätzlich länger dauern kann, weil das Haager Adoptionsübereinkommen es so vorsieht.

Also wird ein Paar auch toleriert, was die Altersempfehlung überschreitet. Sicherlich wird die oder der Sozialarbeiter skeptisch schauen, wenn ein Paar mit Mitte/Ende 50 ein Kleinkind adoptieren möchte.

Aber im Ausland berücksichtigt man bevorzugt die Verhältnisse und sieht auf die Eigenschaften des Bewerbers. Also waren es schon gute oder bessere Voraussetzungen für uns, im Ausland zu adoptieren. Erfolgreicher als in Deutschland.

Bei einer Adoption Altersgrenzen zu berücksichtigen ist sicherlich sinnvoll. Diese Ansicht muss allerdings in meinen Augen mit einem aktualisierten Blick stattfinden. Die Menschen altern heute anders.

Adoption Altersgrenze - wann ist man zu alt?

Wie jung wirken die 40 oder 50 jährigen Menschen oft? Manchmal kann man es kaum glauben, wenn sie ihr wahres Alter verraten.

Und diese Entwicklung sollte bei der Annahme eines Kindes eingeschlossen werden.

Für uns war die Adoption im Ausland dann tatsächlich der Weg zu unserer Familie. Es hatte zwar einige Jahre gedauert, bis wir unser Wunschkind Thaio zu uns nehmen konnten, aber es hat geklappt!

Als wir Adoptiveltern unseren Sohn bekamen, ist er gerade zwei Jahre alt geworden. Wir fanden das Alter für die Eingewöhnung bei uns Neu-Eltern gut machbar. Es musste für uns kein Baby sein. Aber noch im Kleinkindalter, das sollte unser Kind schon sein.

Nun haben wir haben  – endlich! – unsere kleine Familie. : )

Unser Kinderwunsch ging in Erfüllung.

Auch ohne Schwangerschaft und ohne leibliches Kind. Und trotzdem fühlt es sich für uns Adoptiveltern wie unser leibliches Kind an. Denke ich mir. Wissen kann ich es natürlich nicht.

So. : ) Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen und dir Mut machen. Mut, andere Wege zu gehen.

Wenn du Lust oder Fragen dazu hast, schreibe mir doch einfach auf baerbel@familienwunsch.com. Ansonsten hoffe ich, dass du auf (d)einem guten Weg zu deiner Familie bist!

Hab weiterhin viel Erfolg in deinem Familienglück-Vorhaben!

Liebe Grüße an dich
Bärbel

 

(Bildquellen: “Adoption Altersgrenze – trotzdem ein Kind für dich”: Alexas_Fotos Pixabay | “Adoption Altersgrenze – ein Rückschlag”: Mabel Amber Pixabay | “wann ist man zu alt”: skeeze Pixabay)